18.11.2011 Frida Gold – Capitol Hannover

Frida Gold sind aktuell unterwegs auf der „Mission Pop“. Die vier Hattinger (live ergänzt durch Keyboarder Andre Pittelkau) bekennen sich offen zum Pop und verbreiten ihn zur Zeit quer durch die Republik.

Am 18.11 machten sie Halt im Capitol in Hannover und hatten hier, wie Frontfrau Alina begeistert feststellen sollte, ihr bislang größtes Publikum auf der Tour. Mit ~1300 Fans war die Location zwar nicht komplett ausverkauft aber doch sehr gut gefüllt.

Doch bevor es mit Frida Gold losging waren zunächst P:lot dran. Die Kölner Band P:lot setzt sich zusammen aus Alexander Freund, Andreas Kaufmann und Ben Argandoña. Sie können bereits auf zwei Alben zurück blicken, das dritte mit Namen „Zuhören“ ist fast fertig. Besonders zu erwähnen ist noch der Soundtrack zum Dokumentarfilm „Friedensschlag“, der komplett von P:lot stammt! Auch live haben die drei bereits einiges erlebt, waren als Support Act von u.a. Silbermond, Fettes Brot, Juli und Die Sterne auf Tour. Und die Jungs haben ihre Sache wirklich gut gemacht. Bereits zu Beginn ihres rund 35 minütigen Sets war das Capitol gut gefüllt. Die Stimmung war von Beginn an gut und steigerte sich im Verlauf der Show. Dazu trug sicher auch die Stimme von Alexander Freund bei, die mitunter an die von Jan Plewka (Selig) erinnert und es sehr gut vermag Emotionen zu transportieren.

Parallel zur Tour von Frida Gold Supporten die Jungs auch noch ab dem 29.11 „Bosse“. Also hingehen und sich selbst ein Bild machen.

Nach einer kurzen Umbaupause ging es um kurz nach 21:00 mit Frida Gold weiter. Das Publikum – viele twenty-somethings, aber auch Teens/Kids und etwas ältere Semester- war bereits voller Erwartung und mit dem Erscheinen der Band war die Stimmung voll da. Frontfrau, Gesicht und Stimme Alina Süggeler, Gitarrist Julian Cassel, Bassist Andreas „Andi“ Weizel, Schlagzeuger Thomas „Tommi“ und Keyboarder Andre Pittelka legten mit den Openern „Morgen“ und „Undercover“ los. Dann kam bereits an dritter Stelle mit der aktuellen Single „Unsere Liebe ist aus Gold“ ein erstes Highlight. Spätestens hier ist der Funken vollends übergesprungen.

Das anschließende Cover von „Gold“ dem Spandau Ballet Klassiker passte zwar sehr gut zum Bandnamen, war aber für ein Kind der 80’er doch etwas gewöhnungsbedürftig. Doch zwei Songs später folgt bereits das nächste Highlight.

Bereits bei den allerersten Tönen erkannte das Publikum den ersten Hit der Band „Zeig mir wie Du tanzt“ und stieg sofort ein. Dies wurde von Alina gerne aufgegriffen und noch zu einem Wechselspiel mit dem Publikum ausgebaut. Als es dann richtig losging mit dem Song, waren elf Tänzerinnen und ein Tänzer zur Stelle um dem auffordernden Titel des Songs nachzukommen. Doch das wäre eigentlich gar nicht erforderlich gewesen, war das Publikum doch bereits selbst in Bewegung.

Danach erst mal Tempo raus mit „Nackt vor Deiner Tür“ und dann Emotionen mit „Denn Liebe ist …“

Beim Song „Breath on“ erschien Alina plötzlich über einen Seitenzugang im Publikum, verfolgt von einem Ordner mit Taschenlampe, der für die Spotbeleuchtung sorgte. Quer durch den Saal sang sie den Song, lautstark vom Publikum beim Refrain unterstützt.

Nach diesem Einsatz trat Alina einmal kurz in den Hintergrund, als der von ihr als „Singer und Songwriter mit toller Stimme“ angekündigte Fabi seine Ballade „Dreams“ präsentierte und diesen Vorschusslorbeeren voll und ganz gerecht wurde.

„Findet das Kind in Euch das verletzt wurde und lasst es raus. Werdet wütend!“ So angekündigt wurde der Song „Cold Hearted Baby“ auch entsprechend energisch dargeboten. Mit gleicher Energie und Alina an der Trommel ging es mit „Waffen und Pferde“ weiter. Diese Power wurde auch bei „Verständlich sein“ gehalten und den Drums noch mehr Raum gegeben.

80 Minuten waren mittlerweile rum, als sich die Band ganz kurz zurück zog. Was danach folgte, war definitiv das absolute Highlight des Abends: „Wovon sollen wir Träumen“, von gefühlten dreitausend Fans mitgesungen, entfaltete in dieser Live-Version viel mehr Power als von Scheibe. Auch hier gaben die Schlagwerker -wieder unterstützt von Alina- den Ton an. Alina steuerte zudem noch den typischen Klang der Melodika bei.

Die noch folgenden Songs „Gold“ und „Aufgewacht“ sorgten dann für einen runden Abschluss.

Am Ende waren nach knapp 1 3/4 Stunde sowohl die Fans als auch die Band glücklich und von diesem Abend begeistert.

P:lot

Frida Gold

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