Kamelot in Topform

Kamelot rocken mit ReVamp und TellusRequiem das Münchner Backstage!

Ich schrieb es bereits in der Vorankündigung: es ist nicht alltäglich, dass eine Band gleich zweimal mit dem selben Album quer über den Planeten tourt. Erfreulicherweise konnten Kamelot die letzte schon hoch angelegte Meßlatte abermals toppen! Wie bei den Herren Youngblood, Karevik und Co schon üblich, haben selbst die Vorbands erstaunliche Qualität.

Den Anfang machten Tellus Requiem. Das war verspielter, qualitativ hochwertiger Progressive Rock für verwöhnte Ohren. Die Jungs mühten sich redlich, den Zuhörers gefiel es, aber insgesamt war die Erwartungshaltung an die zwei folgenden Bands so hoch, daß Tellus Requiem wohl tatsächlich (nur) als SupportAct in Erinnerung bleiben wird. Es wäre ihnen zu wünschen, wenn sie es das nächste Mal etwas leichter haben würden.

Das war bei Band Nr. 2 komplett anders! Auf wenn vielleicht die Vorfreude auf Kamelot überwog, die meisten Zuhörer waren mehr als neugiereig auf Floor Jansen und ihr Soloprojekt ReVamp. Passend zum Tourstart in Deutschland wurde Floor Jansen nämlich als feste Sängerin von Nightwish vorgestellt. Gleich auf den Punkt gebracht: Sie konnte diese Erwartungen mehr als erfüllen…
Ob Operndiva oder Powermetalshouterin, Floor Jansen lebt Metal, Floor Jansen IST Metal. Man kann Nightwish wahrlich nur zu ihrer Entscheidung gratulieren! Es war ihr ein Leichtes, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Souverän mit viel Charme, Spaß und Spielfreude heizten ReVamp das Backstage im kalten November auf! Das war großes Kino…

Setlist ReVamp: On The Sideline – The Limbic System – Head Up High – Wild Card – Disdain – Disorted Lullabies – Precibus – Disgraced – Wolf And Dog

Großes Kino ist KAMELOT immer und die Frage stellt sich jedesmal, wie sie das noch übertreffen wollen. Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, Kamelot ist für mich eine der besten Livebands überhaupt!  Und so legte man mit Torn und Ghost Opera gleich richtig los, wobei das Publikum erst beim dritten Song Pandemonium so richtig mitzog. Diese Begeisterung sollte auch nicht mehr abebben! Neben Klassikern wie Forever, Karma oder (March of) Mephisto zählten auch Song for Jolee und Sacrimony (mit einem unglaublichen Angel: Alissa White-Gluz !!) vom aktuellen Album schon zu den absoluten Highlights. Ein Zeichen wie sehr Tommy Karevik als (mittlerweile eigentlich schon nicht mehr neuer) Sänger angenommen wird!
Dieser verdient sich sowieso jegliche Orden, die Fotografen vergeben können. Wie man auf den Bilder sieht, spielt Tommy förmlich mit den Kameras und gönnte mir viele, viele direkte Blicke in die Kamera. Aber auch die anderen Musiker um Mastermind und Gitarrist Thomas Youngblood, dem auffälligen, coolen Bassisten Sean Tibbets, dem Sindelfinger Oliver Palotai an den Keyboards und Drummer Casey Grillo sind ausnahmslos geniale Musiker. Und eben nicht zu vergessen: Alissa White-Gluz, die die weiblichen Gesangsparts übernahm, mit Ausnahme des viel umjubelten Duetts von Floor Jansen (!) und Tommy Karevik.

Ein fantastischer Konzertabend endete mit dem March Of Mephisto und dem Outro Continuum und ich stelle mir die gleiche Frage wie jedesmal:
Wie will Kamelot so einen Abend (im übrigen nicht Wochenende sondern ein Dienstag abend, der nach Mitternacht endete!) beim nächsten Mal toppen…  wohlwissend,daß ich mir da keine Sorgen machen muß. Kamelot ist einfach topp!

Setlist: Torn – Ghost Opera – The Great Pandemonium – Veritas – Center Of The Universe – Soul Society – Song For Jolee – Rule The World – When The Lights Are Down – Sacrimony (Angel of Afterlife) – Human Stain – My Confession – Forever – The Haunting – Karma – March Of Mephisto – Continuum

Matt Bischof

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