AVANTASIA Worldtour 2016

VENI, VIDI, VICI

Der Spruch „Ich kam, sah. siegte“ mag vielleicht nicht für totkommerzialisierte TV-Shows gelten, für römische Feldherren und Musikgenies aus Fulda trifft er aber allemal zu!

Die Rede ist von Tobias Sammet, Genius und Kopf von AVANTASIA, die am Freitag 18.3.2016 in Kaufbeuren in der ausverkauften All-Kart Halle einen wahren Triumpfzug zelebrierten, um ein wenig im römischen Bild hier zu bleiben. 2500 Besucher erlebten eine dreistündige Show der extra-Klasse. AVANTASIA kamen mit einem brandneuen Album GHOSTLIGHTS, inklusive dem Song für den ESC Vorentscheid „Mystery Of A Blood Red Rose“, der aus das Set in Kaufbeuren eröffnete.

Wem das Prinzip von AVANTASIA noch fremd ist: AVANTASIA wurde Anfang 2000 als Rockoper konzipiert, die neben excellenten Musikern (u.a. Sascha Paeth (git), Oliver Hartmann (git), Felix Bohnke (dr) um nur ein paar zu nennen) vor allem auf Gastsänger setzt, deren Stimmen von Tobi Sammet in seinen Kompositionen perfekt eingesetzt werden. Und so ergibt sich auch für diese Welttournee quasi ein StellDichEin von Rockmusik-Größen, deren markante und gern gehörte Stimmen der „Band“ ihren Zauber verleihen und die von Tobias Sammet immer wieder in Duette eingebunden werden.

Den Anfang machte Michael Kiske (HELLOWEEN, UNISONIC) mit Ghostlights. Ein wahrer Volltreffer: Michael Kiske war den gesamten Abend über der meistgefeierte Interpret neben Meister Sammet selbst, immer wieder stimmten die Zuhörer Kiske-Sprechchöre an, Gänsehaut-Feeling wie zu „Keeper Of The Seven Keys“-Zeiten. Dazu gesellte sich bei „Unchain The Light“ Ronnie Atkins (PRETTY MAIDS) zum gefeierten „Dreier“. Atkins durchdringende, unverwechselbare Stimme bereichert schon seit Jahren das Projekt AVANTASIA. Die erste Stunde stand voll und ganz im Zeichen des Ghostlights-Album und wurde mit dem nächsten Superstar abgerundet: Bob Catley (MAGNUM) betrat die Bühne. Der fast 70-jährige, so etwas wie die graue Eminenz im Team, brillierte u.a. zu „Restless Heart“ wie zu besten Zeiten. Die zweite halbe Stunde setzte dann noch eins oben drauf. Als ob die Stimmung ob des bislang präsentierten nicht ohnehin schon am Kochen gewesen wäre, ging das Thermometer beim ersten großen Klassiker „Scarecrow“ noch ein paar Grad nach oben. Es folgte mit „Lucifer“ wohl mit die beeindruckendste Performance des Abends. Unglaublich zu was ein Jorn Lande stimmlich in der Lage ist! Das „take me home tonight“ erzeugt auch am Tag danach noch Schauer, so eindringlich schnitt der Gesang Schneisen in die Gehörgänge!! Wer glaubte, an diesem Abend schon alles gesehen zu haben, wurde eines besseren belehrt. Mit MR. BIG Eric Martin und Amanda Somerville hatte Tobias Sammet zu „The Wicked Symphony“ und mit Herbie Langhans zu „Draconian Love“ noch weitere Asse im Ärmel! „Farewell“ und „Stargazers“ kommplettierten die ersten 100 Minuten.  Knapp über die Hälfte war absolviert und schon jetzt durfte man das Erlebte als „unglaublich“ bezeichnen. Immer und immer wieder wechselten sich Weltklasse-Stimmen miteinander ab, teilweise vier, fünf Sänger gemeinsam, perfekt abgestimmt. So etwas hat man selbst als hartgesottener Konzertgänger noch nicht oft erlebt.

Frei nach dem Motto „The Story Ain’t Over“ waren nun die Klassiker an der Reihe: „Reach Out For The Light“, „Avantasia“, „Lost in Space“ bis zum Abschluß „The Seven Angels“ machten diesen Abend unvergesslich!

Es ist nicht verwunderlich, daß die ersten 11 Konzerte der 40 Locations umfassenden Tour restlos ausverkauft waren. Darunter waren die Konzerte in Berlin, Hamburg. London, Paris, Barcelona und Madrid. auch viele der folgenden Shows sind bereits Sold-Out, dabei führt die Tour u.a. noch nach Moskau, Tokio, New York, Mexico City, Buenos Aires, Sao Paolo und zum Sweden Rock.

Für den Veranstalter Rockabend Concerts war es ein würdiges Fest zum 30-jährigen Bestehen. Danke an Meggy Schneider und sein Team!

Matt Bischof
www.mattbischof.de

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