Brenzpark-Festival – Mark Forster flashte Heidenheim

Zwei deutsche Größen gaben sich am 13./14.08. beim Brenzpark Open Air 2016 in Heidenheim die Ehre. Mark Forster und Pur begeisterten die Massen.

Geschätzte 6000 Fans aller Altersklassen kamen am Samstagabend in den Brenzpark um Mark Forster live zu erleben. Und ein Erlebnis war es allemal. Verstärkung brachte sich Forster aus Berlin mit. Im Vorprogramm heizten „LOT“ und „Teesy“ ein.
Opener „LOT“, mit bürgerlichem Namen Lothar Robert Hansen, lockerte mit lustigen Sprüchen („ Wenn ihr jetzt nach LOT im Internet googled, werdet ihr eher über eine polnische Billigairline stolpern, als über eine Musikband“) und solidem Urban Pop die Stimmung. Gekonnt lässig überzeugte er mit seinem nasalen Gesangsstil, der ein wenig an Udo Lindenberg erinnerte.

„Teesy“, alias Toni Mudrack, ebenfalls gebürtiger Berliner, kennt man bereits aus dem Vorprogramm von „Cro“ und der Teilnahme am Bundesvision Song Contest 2014. Leider reichte es dort „nur“ für Platz 3 in Sachsen Anhalt. Die Bühnenerfahrung, die er auf zwei eigenen Tourneen aber bereits sammeln konnte, setzte er in Heidenheim gekonnt in Szene. Ein dynamisches Programm und eine Mischung aus Rap und Soul, gespickt mit einer Note R´n´B überzeugten.

Mit Einbruch der Dunkelheit stürmte dann endlich Mark Forster die Bühne. Von einem Moment auf den anderen setzten sich die Massen in Bewegung und der erste Song musste sich teilweise der Lautstärke des hysterischen Teeniegekreisches aus den ersten Rängen geschlagen geben.

Der Wahl-Berliner ist ein pures Energiebündel, nicht eine Minute stand er still. Ein episches Bühnenspektakel, gespickt mit Konfettikanonen und Nebelfontänen, wurde geboten. Selbst bei den ruhigen Tönen flachte die Show nicht ab und Forster hielt das Niveau bis zum letzten Takt. Sogar wer den gebürtigen Rheinland-Pfälzer noch nicht live erlebt hat, hatte keine Chance, dem Charme des 32-jährigem Newcomers, der in den letzten Jahren im Eiltempo den großen Durchbruch geschafft hat und dabei so geerdet geblieben ist, muss man einfach erliegen.
Musikalisch bot Mark Forster eine Programm aus allen vier Alben, die er bereits veröffentlicht hat. Fehlen durften natürlich nicht die Größen, wie „Flash mich“, „Bauch und Kopf“, „Au revoir“ und die Singleauskopplung „Wir sind groß“ aus dem aktuellem Album „Tape“, welche der offizielle Beitrag zur Berichterstattung der Fußball-Europameisterschaft 2016 war.

Melancholischere Töne schlug er mit „Selfie“ und „Natalie“ an. Letzeren Song schrieb er für seine Schwester und lies ihn vor der Veröffentlichung von ihr absegnen: „Sie hat sich das Lied auf der Arbeit zum ersten Mal angehört und hat Rotz und Wasser geheult“. Highlights waren die Momente, als er den „Harlem Gospel Chor“ via Skype zuschalten lies oder die anwesenden Fans bis in die hintersten Ränge in die Hocke gehen lies, um dann mit ihnen zu springen. Auch das obligatorische Lichtermeer aus Handyleuchten fehlte nicht.
Eine in sich runde Bühnenshow endete nach drei Zugaben. Zurück blieben euphorische und durchgeschwitzte Fans… und viele leuchtende Augen. Mark Forster hatte sie alle geflasht!

Die letzten Open Airs sind bereits ausverkauft. Am 24. November geht Forster mit der Tape-Tour 2016 in die deutschen Hallen.
Text & Fotos: Tanja Will

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