Review Bang your Head Balingen Tag 2

Review Bang your Head Tag 2

Der zweite Tag beginnt auf dem Bang your Head mit dem Treffen von vielen Freunden. Freunde die man nur einmal im Jahr sieht. Und das muss man ausnützen! Aber es werden auch laufend neue Freundschaften geschlossen. Und deshalb liebe ich den wohlbewachten Wahnsinn eines Metal Festivals. Heute habe ich einen straffen Zeitplan: viele tolle Bands, einen Haufen Autogrammstunden, welche es zu besuchen gilt und ein Interview. Also auf geht’s!

Den musikalichen Anfang übernimmt Steve Grimmett´s Grim Reaper. Der Auftritt dieser Band stand lange Zeit in Frage, da es eine Zeit lang nicht gut um die Gesundheit des Sängers stand. Aufgrund einer sehr aggressiven Infektion musste Steve ein Teil von seinem Bein amputiert werden. Somit war unklar ob es die Gesundheit des Musiker zulassen würde beim BYH aufzutreten. Es war ein etwas mulmiger Moment als Grimmett im Rollstuhl auf die Bühne geschoben wurde. Als er sich erhob um mit einer Krücke den ersten Song zu singen, erntete er Beifall. Und das tat dem Mann sichtlich gut. Die Band zockte neues und altes Material und vor allem der Drummer Paul White hatte extreme Spielfreude. Toller Auftritt!

Danach hieß es gleich meinen Freunden von Almanac einen Besuch zur Autogrammstunde ab zu statten. Leider war die Schlange für Magnum zu voll, also gleich weiter zum Auftritt von Lee Aaron. Hier wurde ein Traum für viele Altrocker war. Denn die Dame war damals schon sehr ansehnlich und steht dem heute in nichts nach. Sie war lange Zeit nicht mehr in der Metal Szene aktiv und von daher war großes Interesse am Auftritt der „Metal Queen“ aus Kanada. Ich bin war nicht mit dem Material von ihr vertraut (bis auf eben „Metal Queen“), aber der Auftritt war meiner Meinung nach gut. Das Publikum war auf jedenfall begeistert.

Und ich muss weiter um Autogramme zu holen. Und zwar von der Legende Rose Tattoo und meinen Lieblingsrockern aus der Schweiz: Krokus. Leider habe ich dadurch RIOT V verpasst. Ich hab sie zwar entfernt gehört, konnte mir aber dadurch kein wirkliches Urteil bilden. Außerdem war die Nachfrage an Rose Tattoo so groß dass das BYH Team Mühe hatte die Leute in der geplanten Zeit unterzubringen. Ich finde es einfach toll wenn solche Bands sich die Ehre geben um mit den Fans zu plaudern und Fotos mit ihnen machen. Daumen nach oben!

Magnum stehen jetzt bereit um uns mit feinem Pomp Rock zu unterhalten. Und das machen sie auch in gewohnter Weise. Auch wenn mal jemand Bob Catley ein neues Hemd schenken könnte, ist er doch der „Geschichtenerzähler“ im Magnum Universum. Mit solchen Hits im Gepäck wie „On a Storyteller´s Night“, „How far Jerusalem“, „Les Morts Dansant“ und „Vigilante“ kann man gar nichts falsch machen.

Dann schnell ab zu Almanac Show in der Halle. Ich finde die Band klasse. Vorallem komme ich heute in den Genuss sie zum ersten Mal mit allen drei Sängern (bzw. 2 Sänger und einer Sängerin) live zu erleben. Und die Jungs und das Mädel um Victor Smolski hauen ihr Material mit mächtig Dampf raus. Der neue Bassist Tim und der neue Drummer Zacky sind absolut integriert und die Songs kommen tight rüber. Ich freu mich an dieser Stelle schon aufs neue Album. Einziger Wehrmutstropfen: Ich muss nach drei Songs aus der Halle um zur Krokus Show zu gehen. Die Überschneidung tut mir echt weh!

Krokus haben gute Laune. Und Bock ihre Hits in der Mittagssonne unters Volk zu bringen. Ich weiss das die aktuelle Scheibe „Big Rocks“ eine Coverscheibe ist. Aber auf „Rocking in the Free World“ und „Mighty Quinn“ hätte ich verzichten können und mir vielleicht „Tokyo Nights“ oder „Playin´ the Outlaw“ gewünscht. Aber das ist jammern auf hohem Niveau. Denn ansonsten werden nur Hits wie „Screaming in the Night“, „Bedside Radio“, „Fire“ und eine klasse Version von „Headhunter“ geboten. Danke, jederzeit wieder.

 

Nach diesem Auftritt war ich beim Souls of Rock Stand und führte ein Interview mit Daniel. Und die Souls of Rock Crew hat mich so begeistert, dass ich zwischen den noch folgenden Konzerten immer wieder mal vorbeischauen musste. Interview folgt in Kürze. Tolle Klamotten, tolle Foundation, tolle Menschen!!

 

Und jetzt folgt der Headliner der Herzen: Rose Tattoo. Angry Anderson und seine Mannen haben Balingen fest im Griff. Hier weiss man was man bekommt und das ist auch gut so. Schweißtreibender Aussie Rock´n Roll. Die Autogrammstunde bestätigte schon ein großes Interesse. (Hier bot ein Fan 100 Euro für eines der in kurzer Zeit ausverkauften „Rose Tatto rocks Balingen“ Shirts). Aber die Stimmung beim Auftritt war einfach nur sensationell. Anderson hat Spass (und Durst) und die Menge feiert. Danke dass ich das erleben durfte!

Dann kam es zum vieldiskutierten Auftrtitt von Vince Neil.

Hier die Fakten:

Vince Neil war für mich noch nie ein Sänger wie Dio oder Dickinson oder Halford. Bei Mötley war zwar er der Sänger aber auch des öfteren den Schwachpunkt der Show. Deshalb habe ich nicht wahnsinnig viel erwartet. Umso erstaunter war ich als die Show anfing. Die Band bestand aus den Slaughter Jungs, welche wirklich tight und sehr kraftvoll spielten. Dazu war die Stimme von Vince für seine Verhältnisse gut in Form. Und so durfte ich Songs wie „Dr. Feelgood“, „Looks that Kill“ oder „Shout at the Devil“ live in musikalisch hervoragender Form genießen. Bis dahin alles ok.

Leider fehlte der Sänger dann für ca 15 – 20 Minuten in denen die Band Klassiker von Led Zeppelin und Black Sabbath spielte bei denen der Gitarrist den Gesang übernahm. Das sorgte für Unmut. Und als die Band nach ca 65 Minuten von der Bühne ging, war leichte Ratlosigkeit angesagt.

Danach wurde auf dem Gelände und im Netz viel diskutiert. Ich habe ein Statement vom Veranstalter Horst Franz auf meiner Seite gepostet. Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen.

So, Tag 2 geschafft. Ab ins Bett!

Text und Bilder: Tobias Vogel

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