27.09.2018

Kiirarock 2018, 14.09 – 15.09 in Tampere, Finnland

Die Fünfte Auflage des Kiirarock Festivals startet mit der Alternative Rock Band Rückwater. Die 3 Jungs aus Tampere konnten sich zu recht bei der Newcomer-Competion behaupten. Einen so guten Opening-Act hatte ich nicht erwartet, das (wieder einmal) kaum vorhandene Publikum wohl auch nicht.

Zum Glück steigt die Besucherzahl doch recht schnell und bei Joviac trauen sich die ersten Fans  sogar schon vor die Bühne. Für finnische Verhältnisse und in Anbetracht der doch noch recht frühen Uhrzeit ist das schon erstaunlich gut. Es macht aber auch wirklich Spaß Joviac zuzuschauen. Die Musik ist abwechslungsreich und die Stimme von Sänger Viljami Wenttola ist absolut fantastisch. Das Ganze ist irgendwie schwer zu beschreiben und das scheint der Band ähnlich zu gehen, deshalb deklarieren sie Ihren Stil einfach mit „We play music“.

Anschließend rocken Dead End Scene aus Helsinki, bei inzwischen vollem Haus, die Jack the Rooster Bühne. Ich glaube die Jungs haben auf der Bühne genauso viel Spaß wie die Fans vor der Bühne, das passt einfach.

Den Abschluss am Freitag machen Normandie aus Schweden. Leider gibt es hier immer wieder technische Probleme, dass scheint den Fans aber zum Glück nicht viel auszumachen, die Stimmung ist trotzdem gut. Irgendwie muss ich bei den Jungs an Casting-Show Boygroups wie die Backstreet Boys denken, (Ich überlasse es hier jedem selbst zu entscheiden, ob das positiv oder negative ist.) aber irgendwie ist es ja doch ganz nett.

Der Samstag beginnt mit Rose Pilots und die haben offensichtlich Fans in Tampere. Ein bisschen mehr Abwechslung wurde den Songs meiner Meinung nach zwar nicht schaden, aber auch so ist der Auftritt ein durchaus gelungener Start in den Abend.

Violent Fever aus Vantaa bringen „Hard Rock und post-grunge mit einem Hauch von Metal” und jede Menge Begeisterung und Engagement mit. Langeweile kommt hier definitiv nicht auf, dementsprechend gut ist auch die Stimmung.

Als nächstes sind Groupie High School an der Reihe, die einzige Band des Festivals, die ich schon einmal gesehen habe. Ich habe den letzten Auftritt als nicht besonders gut in Erinnerung, aber der ist auch schon eine Weile her, ich hoffe also auf eine Verbesserung. Als es dann losgehen soll fehlt erst einmal der Bassist – geht ja schon gut los – aber nach nur kurzer Suche kann es dann wirklich losgehen. Ich muss allerdings zugeben, dass die gute Laune der Band wirklich ansteckend ist. Die Ouluer machen einfach die ganze Bar zu Ihrer Bühne und sind mal hier mal dort zwischen dem Publikum. Die Jungs werden wohl kaum eine meiner Lieblingsbands werden, aber zumindest haben Sie sich seit dem letzten Mal um Welten verbessert und machen so durchaus irgendwie Spaß.

Inzwischen ist auch das letzte verbliebene Ticket verkauft und Kiirarock 2018 somit ausverkauft. Gerade noch rechtzeitig bevor Headliner Dynazty die Bühne betritt. Die Stimmung ist fantastisch. Die Schweden belohnen Ihre zahlreichen Fans mit jeder Menge Songs vom neuen Album „Firesign“ das am 28.09 veröffentlicht wird.

Insgesamt war das ein tolles Festival Wochenende und ich wage fast zu hoffen, das Tampere doch noch ein bisschen die Rock City ist als die ich es kennengelernt habe.

 

English:

The fifth edition of the Kiirarock Festival starts with alternative rock band Rückwater. The 3 guys from Tampere were able to win the newcomer competition. To be honest, I didn’t expect such a good Opening-Act and probably the (hardly) existing audience did not either.

Fortunately, the number of visitors is increasing quite quickly and during Joviac the first few fans dare to go in front of the stage. For Finnish standards and thinking of the still quite early time that is surprisingly good. But it’s really is a lot of fun to watch Joviac. The music is diversified and the voice of singer Viljami Wenttola is absolutely fantastic. The whole thing is somehow difficult to describe and that seems to also apply for the band them self, so they just declare their style with „We play music“.

Afterwards, Dead End Scene from Helsinki is rocking the Jack the Rooster stage. I think the guys have as much fun on stage as the fans in front of it. It just fits.

The final act on Friday is Normandie from Sweden. Unfortunately, they quite a few technical problems, but luckily the fans don’t seem to mind that too much, the atmosphere is still good. Somehow I’m reminded of casting show boy groups like the Backstreet Boys, (I leave it up to each of you, to decide if that’s positive or negative) but it’s still kinda nice.

Saturday starts with Rose Pilots and they obviously have fans in Tampere. In my opinion, a bit more variety would hurt the songs, but the performance is still a great start for the evening.

Violent Fever from Vantaa bring „Hard Rock and post-grunge with a touch of Metal“ and lots of enthusiasm and commitment. Boredom definitely don’t exist here, therefore, the mood is good.

Next up is Groupie High School, the only band of the festival I’ve ever seen before. I do not remember the last gig as a very good one, but it’s been a while now, so I’m hoping for an improvement. When it’s time to start, the bassist is missing – what a great start – but after only a short search, they are able to begin. However, I have to admit that the good mood of the band is really contagious. The Ouluers just make the whole bar their stage and are always here and there between the audience. The guys are unlikely to become one of my favorite bands, but at least they really improved a lot since I last saw them.

Meanwhile, the last remaining ticket has been sold and Kiirarock 2018 is therefore sold out. Just in time before headliner Dynazty to enter the stage. The atmosphere is fantastic. The Swedes reward their numerous fans with quite a lot of songs from the new album „Firesign“ which will be released on 28.09.

Overall this was a great festival weekend. I almost dare to hope that Tampere is still a little bit the Rock City as which I got to know it.

 

Copyright: Anna Brödel (https://www.facebook.com/theScarletMemoryPhotography/?ref=bookmarks)

09.08.2018

Amphi Festival 2018

Das diesjährige Amphi Festival war wohl mit Abstand das Heißeste! Dies lag nicht nur an den fast schon tropischen Temperaturen, sondern auch an den 12.500 Besuchern, die den Kölner Tanzbrunnen bis zur letzten Ecke füllten. 42 Bands auf 3 Bühnen sorgten für unvergessliche Momente, ganz vorneweg die Headliner And One und ASP, welche wiedereinmal mit ihren Shows die Menge beeindruckten. Die 80er Giganten Midge Ure und OMD brachten so manchen Junggebliebenen zum mitsingen und tanzen. Und wer immer noch nicht ausgepowert war, konnte auf einer der Aftershow Partys noch einmal richtig Dampf ablassen.
Wer nächstes Jahr am 20.07. und 21.07. noch nichts vor hat, sollte sich das Wochenende jetzt definitiv vormerken. 15 Jahre Amphi Festival, das muss gefeiert werden! Die erste Bandbestätigung wurde ebenfalls bekannt gegeben, mit Nitzer Ebb enthält das Line Up den EBM Giganten schlechthin. Und für diejenigen, die jetzt schon überzeugt sind, seit dem 01. August könnt ihr Eure regulären Tickets wieder im Amphi Shop erwerben.

Samstag

Sonntag

Bericht & Bild: Michelle Sieblist

31.07.2018

Apes Enraged Festival – 14.07.18, Hamburg

– English below –

 

„Die härteste Gartenparty Hamburgs“ – das war das Erste und bis dato einzige was ich über das Apes Enraged Festival gehört hatte. Abgesehen von der Tatsache, dass eine meiner Lieblingsbands dort auftreten sollte sprach erst einmal nicht viel dafür die lange Reise von Finnland bis nach Hamburg auf mich zu nehmen, aber ich wollte ja im Sommer eh mal wieder in meiner deutschen Heimat vorbei schauen und warum sollte ich das nicht auch mit einem Festivalbesuch verbinden? Zugegeben, auch Süddeutschland ist von Hamburg nicht gerade um die Ecke, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und das gleich vorweg, ich denke die Mühe und der Schlafentzug haben sich gelohnt.

Samstagfrüh komme ich mit dem Nachtbus in Hamburg an und erkunde erstmal die Stadt. Zu meiner Freude verziehen sich die doch recht düsteren Wolken im Lauf des Vormittags und als ich gegen halb drei beim Festival Gelände ankomme ist das Wetter strahlend schön.

Schon am Eingang werde ich vom Duft des Spanferkels daran erinnert, das ich noch nicht zu Mittag gegessen habe, das ist aber zum Glück kein Problem, bei der Auswahl die das doch recht überschaubare Festival beim Essen bietet, sollte wirklich für jeden etwas dabei sein.

Den Anfang machen In Search Of Sun mit einem für mich etwas überraschenden Stilmix. Zu schade, dass die Engländer aus privaten Gründen so schnell wie möglich wieder zurück nach Hause müssen, die Stimmung wäre später bestimmt besser gewesen.

Als nächstes kommen Detraktor aus Hamburg. Was „Traktor Metal“ – wie die Jungs ihren Still nennen – ist weiß ich zwar nicht, aber es macht auf jeden Fall spaß und reißt mit.

Auch Morbitory kommen aus Hamburg, sind aber deutlich härter. Ich schaue mich unterdessen lieber noch etwas mehr auf dem Festivalgelände um. Eigentlich ist alles recht überschaubar, aber irgendwie lässt sich doch immer wieder etwas Neues entdecken.

Anschließend geben Determination ihr letztes Ständchen. Die Rostocker Death Metaller haben hier ihre allerletzte Show und ich glaube das ist keine ganz schlechte Entscheidung gewesen, hier wirkt es auch so als ob die Freude am Spielen nicht mehr ganz vorhanden ist.

Monoscream hingegen scheinen Spaß zu haben, allen voran Bassist Kim Liljedahl, der immer wieder Ausflüge ins Publikum macht und ansonsten eine Grimmasse nach der anderen zieht. Ich finde die Schweden jedenfalls sehr sympathisch. Und auch wenn Melodic Death Metal nicht wirklich meine Musikrichtung ist würde ich mir die Jungs gerne nochmal anschauen.

Damnation Defaced heizen das Publikum dann noch einmal richtig auf, den Moshpit lasse ich allerdings lieber aus und begnüge mich mit Headbangen, den als nächstes kommt die Band auf die ich schon den ganzen Tag warte.

Frosttide aus Finnland. Ja, ich bin von Finnland nach Deutschland gereist um eine finnische Band zu sehen und nein, ich bin nicht verrückt. Die Jungs waren bisher noch immer jeden noch so langen Weg wert und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Mit „Carved Into Ice“ gibt es als erstes einen Song von der neuen EP, bevor es dann mit den alten Klassikern weiter geht.

Wie so oft ist der Festivaltag viel zu schnell vorbei, aber zum Glück habe ich es nicht eilig und kann den Tag noch gemütlich mit ein paar Bier (nur 1,50€) ausklingen lassen.

Alles in allem ist das Apes Enraged ein kleines aber sehr feines Festival. Gute Stimmung scheint hier garantiert zu sein und  wer eine etwas längere Anreise hat kann im hinteren Teil des Geländes auch sein Zelt aufschlagen. Wer also keine Lust auf überfüllte und übermäßig kommerzielle Festivals hat sollte hier einmal vorbei schauen, es lohnt sich auf jeden Fall.

 

 

 

– English –

 

„The hardest garden party in Hamburg“ – that was the first and until that only thing I had heard about the Apes Enraged Festival. Apart from the fact that one of my favourite bands should play there, there were not much reasons to go on the long journey from Finland to Hamburg. But I anyway wanted to visit my German home during the summer and why shouldn’t I connect that with a festival visit? Ok, southern Germany is also not exactly around the corner from Hamburg, but where there’s a will, there’s a way and I think it was worth the effort and the sleep deprivation.

Saturday morning I arrive with the night bus in Hamburg and first explore the city. To my delight, the rather gloomy clouds disappear during the morning and when I arrive at the Festival area around 2:30 am the weather is radiantly beautiful.

Already at the entrance I get reminded by the scent of the suckling pig, that I haven’t had lunch yet, but fortunately this is no problem, as the selection of food is big enough, that everyone should be able to find something.

The start is made by In Search Of Sun with a little bit surprising mix of styles. Too bad that the Brits had to return back home as quickly as possible for personal reasons.

Next up is Detraktor from Hamburg. I don’t know what „Tractor Metal“ – as the boys call their still – is, but it definitely makes fun and is infectious.

Morbitory is also from Hamburg, but they play much harder music. So I prefer to discover the festival area a bit more in the meantime. Everything is quite compact, but you can still find something more all the time.

Then Determination played their last serenade. The Death Metal band from Rostock had their very last show here and I think that was not the worst decision, as they appear to have lost most of their joy of playing.

Monoscream, on the other hand, seems to have a lot of fun, especially bassist Kim Liljedahl, who always makes trips into the audience or pulls of one grimace after the other. I find the Swedes are very sympathetic. And even though Melodic Death Metal is not really my style of music I would like to see these guys again some when.

 

Damnation Defaced heat up the audience once again, but I prefer to skip the mosh pit and just go with headbanging, because next up is the band I’ve been waiting for all day.

Frosttide from Finland. Yes, I travelled from Finland to Germany to see a Finnish band and no, I’m not crazy. The boys were always worth every journey no matter how far and I also didn’t got disappointed this time. They started with „Carved Into Ice“ from their new EP, before they continue with the old classics.

As so often, the festival day is over far too fast, but fortunately I’m not in a hurry and can still end the day comfortably with a few beers (only 1.50€).

All in all, the Apes Enraged is a small but very nice festival. Good atmosphere seems to be guaranteed here and if you have a longer journey, you can put up your tent in the back of the festival area. Anyone who has enough of overcrowded and overly commercial festivals should drop by here, it definitely worth it.

 

Copyright: Anna Brödel (https://www.facebook.com/theScarletMemoryPhotography/?ref=bookmarks)

23.06.2018

South Park Festival in Tampere, Finland – Saturday 09.06 – Day 2

English version below

 

Am Samstag geht es mit Beast in Black gleich von Anfang an voller Energie los. Und nicht nur voller Energie, sondern auch mit einem bereits sehr gut gefüllten Festivalgelände (und das um 14:30!). Das Publikum wird für seine Anwesenheit aber auch wirklich gut entlohnt, man spürt genau wieviel Spaß die Finnen auf der Bühne haben.

Weiter geht es anschließend mit Night Nurse – ebenfalls aus Finnland – mit einem ziemlichen Kontrastprogramm. Musikalische ist die Gruppe um Frontfrau Camy viel sanfter, durchaus nicht schlecht, allerdings scheint dass das Publikum nicht ganz so sehr mitzureißen. Ich genieße unterdessen endlich mal einen ruhigen Moment, die schöne Aussicht auf den See und die gerade gekauften Süßigkeiten.

Lange habe ich aber nicht Zeit zum Relaxen, denn da geht es auch schon wieder mit Amorphis weiter. Auch wenn Amorphis schon lange zu meinen Favoriten gehören, zieht es mich doch recht selten zu den Live-Shows. Das sollte ich vielleicht mal überdenken, denn die folgende Show ist definitiv mein persönliches Highlight des Tages und das nicht nur weil jetzt endlich die Sonne scheint. Spätestens bei dem Song „Sacrifice“ ist auch das Publikum voll dabei. Bei nur einer Stunde Spielzeit kommt hier wirklich nur Hit auf Hit auf Hit. Irgendwann klatscht und singt das gesamte Publikum – so offensichtlich begeisterte Finnen habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Gut, “Nyt on kesä“ (Jetzt ist Sommer) wie Sänger Tomi Joutsen uns im Laufe der Show erklärt und das holt wohl selbst den zurückhaltendsten Finnen aus dem Winterschlaf. Und wer bisher immer noch nicht aufgewacht ist wird spätesten bei Lost Society ganz sicher aus dem Schlaf gerissen.

Wenn man Sie ließe würden die Jungs wahrscheinlich einfach die ganze Bühne in Schutt und Asche legen, da die aber ja noch gebraucht wird beschränken sie sich auf non-stop headbangen. Auf dem Weg zurück zur großen Bühne mache ich noch einen kleinen Zwischenstopp bei der Autogrammstunde von Beast in Black, ein paar Minuten einfach nur als Fan müssen ja auch drin sein und da das Ganze – so wie das gesamte Festival – absolut gut organisiert und geordnet abläuft bin ich immer noch mehr als pünktlich bei Mustasch.

Irgendwie kommt es mir  inzwischen noch voller vor, ist wohl auch, denn während ich gerade noch überlege ob ich mir das nur einbilde blinkt auf meinem Handy eine neue Mail auf. Von überlasteten Mobilfunknetzen ist man in Finnland zum Glück selbst bei relativ großen Festivals nicht betroffen, und so erfahre ich in Echtzeit, dass es einen neuen Besucherrekord für das South Park Festivals gibt. Über 13.000 Besucher kann die diesjährige Auflage des Festivals verzeichnen. Mit „Bring Me Everyone“ legen die Schweden dann aber auch los und zwar bei inzwischen strahlendem Sonnenschein. Allerdings scheint das plötzliche Sommerwetter den Finnen eher zu erschrecken, anders kann ich mir nicht erklären, warum noch während der Show immer mehr von vor der Bühne in den Schatten wandern.

Auch bei S-Tool merkt man von dem neuen Besucherrekord erst einmal nicht viel. Bei der für mich dritten Show dieser Band kann ich nun endlich auch einmal den Sänger richtig hören. Liegt das nun daran, dass endlich einmal ein guter Soundtechniker vorhanden ist oder einfach daran, dass Bassist Kimmo Hiltunen krank ist, daher leider nicht mit auftreten kann, und somit nur die Hälfte des Backgroundgesangs vorhanden ist? In jedem Fall tut das der Musik ganz gut. Langsam aber sicher trauen sich auch die von der Sonne verschreckten Finnen wieder aus ihren Verstecken und so ist es gegen Ende der Show dann doch noch gut voll vor der Bühne.

Accept hingegen sind von Anfang an gut besucht, Sie sind aber ja auch schon fast alte Bekannte, schließlich waren sie auch schon vor drei Jahren bei der zweiten Auflage des Festivals mit am Start.

Bei Mokoma anschließend reicht der Platz vor der kleinen Bühne kaum aus um allen Zuschauern Platz zu bieten. Ich verstehe bei den finnischen Texten zwar nicht viel, aber mitreißend ist es trotzdem. Die Jungs wirken typisch finnisch skurril, aber sehr sympathisch.

Den Abschluss des diesjährigen Festivals macht schließlich Helloween, die genau wie Accept auch schon 2015 hier aufgetreten sind. Offensichtlich soll dem Publikum hier eine grandiose Show geboten werden und als dann um 22:30 der Vorhang fällt, geht es auch gleich mit voller Power los. ”Are you Metal?” dröhnt es von der Bühne. Ja, Tampere ist Metal und so geht mit fliegenden Pumpkin-Luftballons ein fantasisches Festivlal Wochendene zu Ende und ich bin mir sicher, dass das nicht mein letzter Besuch beim South Park Festival war.

Das für mich als Deutsche doch recht beschauliche Festival punktet mit einem klasse Line-Up, guter Organisation und seiner fantastischen Lage. Ich würde von allen Seiten herzlich aufgenommen und so verflog meine anfängliche Nervosität vor meinem ersten Festival einsatz hier in Finnland ganz schnell. In diesem Sinne, hoffentlich bis nächstes Jahr.

 

 

English:

 

The Saturday starts with Beast in Black and is therefore right from the start full of Energy and not only full of Energy, also already with a really full festival area (at 14:30!). But the audience also gets well rewarded for their presence, you can feel just how much fun the Finns have on stage.

Then it continues with Night Nurse – also from Finland – with quite a contrast program. In matters of music, the group around frontwomen Camy is much softer, not in a bad way at all, but the audience doesn’t seem to be that enthusiastic about them. Meanwhile I enjoy a quiet moment, the beautiful view of the lake and the sweets I just bought. But I do not have much time to relax, because soon after it already continues with Amorphis.

Although Amorphis have been one of my favorites for a long time, I rarely go to their live shows. Maybe I should reconsider, because the following show is definitely my personal highlight of the day and not only because the sun is now finally shining. At the latest with the song „Sacrifice“ the audience is also fully present. With only one hour of playtime, there is really only hit on hit on hit. At some point, the entire audience claps and sings – I haven’t seen so obviously enthusiastic Finns in a long time. Well, „Nyt on kesä“ (Now it’s summer) as singer Tomi Joutsen explains to us during the show and apparently that brings even the most restrained Finn out of hibernation. And those who still haven’t been awake until now, are sure to be woken up by Lost Society.

If they would be allowed, they would probably just put the whole stage in ruins, but since it’s still needed, they limit themselves to non-stop head banging. On the way back to the big stage, I make a little stop at the autograph session of Beast in Black, a few minutes just as a fan must indeed be possible and as this – as the entire festival – is very well organized and ordered I’m still more than on time for Mustasch.

Somehow it seems to be more crowded now and apparently it really is, because, while I’m still wondering if I only imagine this, there’s a new mail appearing on my phone. Luckily congested mobile networks are no problem in Finland, even on relatively large festivals, and so I get to know immediately, that there is a new visitor record for the South Park Festival. There are more than 13.000 visitors at this year’s edition of the festival. But then the Swedes form Mustasch start with „Bring Me Everyone“ and bright sunshine. However, the sudden summer weather seems to kinda frighten the Finn, otherwise I can’t explain why more and more people switch their place from in front of the stage to the shadow, while the show is still going on.

Also during S-Tool, there’s at first not much of the new visitor record noticeable. At the, for me, third show of this band I can finally hear the singer clearly. Is that because of the fact that there is finally a good sound engineer? Or is it simply because bassist Kimmo Hiltunen is ill, and so unfortunately can’t play and there’s therefore only half of the background vocals? Anyhow, it definitely helps the music. Slowly but surely the sun-scared-Finns dare to leave their hiding places again and so it gets fuller again at the end of the show.

Accept, on the other hand, are well-attended from the beginning. But you they are almost old acquaintances, as they were also already here at the second edition of the festival three years ago.

Afterwards at the Mokoma show, the space in front of the stage is barely enough for all the fans. Although I do not understand much of the Finnish texts, it is still thrilling. The guys seem to be typical Finnish bizarre, but very sympathetic.

The end of this year’s South Park Festival is made by Helloween, who, as same as Accept, have been playing here already 2015. Obviously, the audience should get a terrific show here and as around 22:30 the curtains fall, it immediately starts with full power. „Are you Metal?“ it roars from the stage. Yes, Tampere is Metal and so this fabulous Festival weekend ends with flying pumpkin balloons and I’m sure that this was not my last visit at the South Park Festival.

The, for me as a German, quite contemplative Festival scores with its great line-up, good organization and its fantastic location. I was warmly welcomed form everyone and so my nervousness about my first time as Press on a Finnish Festival disappeared very fast. Therefore, hopefully until next year.

 

 

Copyright: Anna Brödel (https://www.facebook.com/theScarletMemoryPhotography/?ref=bookmarks)

20.06.2018

Volle Kraft Voraus Festival 2018

Volle Kraft Voraus Festival 2018

08. 09. 2018 Neu-Ulm / Ratiopharm Arena

Heimlich still und LAUT etabliert sich in Neu-Ulm ein neues Festival. Nach dem tollen Erfolg im vergangenen Jahr, feiert EISBRECHER-Kapitän Alex Wesselsky (Bild: Gert Lindenmayer) nicht nur das „15 Jahre Jubiläumskonzert“, er hat auch die geballte deutsche Gothic/NDH Kompetenz mit dazu eingeladen:
Neben EISBRECHER treten auf:
Augen auf, ich OOMPH!e | Die Krupps | zeromancer | Stahlmann | SCHÖNGEIST

Mehr unter:www.vkv-festival.de

 

 

Bilder vom letzten Jahr von Matt und Tobi:

Review Volle Kraft voraus Festival 2017

15.06.2018

South Park Festival in Tampere, Finland – Friday 08.06 – Day 1

English version below

 

Das South Park Festival ist ein Metal Festival in Tampere in Finnland, dass inzwischen zum vierten Mal stattfand. Als Veranstaltungsort dient der namensgebende „Eteläpuisto“  (Finnisch für Südpark) nahe des Stadtzentrums. Hier genießt man Metal an der „Strandbar“ mit Seeblick.

Den Anfang machen dann um 15:15 die Finnen One Desire. Die Stimmung ist für finnische Verhältnisse erstaunlich gut, besonders wenn man bedenkt, dass es sich um einen doch recht kühlen und bewölkten Freitagnachmittag handelt. Etwas schmalzig sind die Jungs um André Linman ja schon, was manchem „Vollblut Metaler“ vielleicht nicht so mundet, mir und den Anwesenden Fans gefällt es allerdings recht gut.

Weiter geht es dann auf der großen Bühne am anderen Ende des Festival Geländes (ca. 5 – 10 Minuten, je nachdem wie voll es gerade vor der Bühne ist) mit den Kanadiern von Thor. Ich würde das ganze jetzt mal Old School Heavy Metal, aber so ganz überzeugt bin ich von Jungs nicht. Irgendwie geht zwischen den tanzenden Walküren und den immer wieder neuen Masken von Säger Jon Mikl Thor die Musik ein wenig unter.

Mich zieht es deshalb schon nach kurzem wieder zurück zur anderen Bühne wo als nächstes Brother Firetribe spielen. Auf dem Weg fülle ich noch schnell meine Wasserflasche an der kostenlosen Wasserstation auf. (Ja, es ist in Finnland üblich bei Festivals und Konzerten für alle kostenlos Trinkwasser zur Verfügung zu stellen, das dürfte man in Deutschland gerne auch übernehmen.) Inzwischen haben sich die Wolken zum Großteil verzogen und die Temperatur ist dadurch auch deutlich angenehmer. Brother Firetribe erzeugen eine fast schon romantische Stimmung mit ihren Hard Rock Balladen und tatsächlich sehe ich irgendwann ein Pärchen in der Menge tanzen und bei „For Better Or For Worse“ singen selbst in den hinteren Reihen noch ein paar Leute mit.

Stam1na anschließend, (wieder auf der Hauptbühne) ist das absolute Kontrastprogramm. Hier gibt es aber erstmal die erste (und letzte) Verzögerung des Tages, da eine Fliegerstaffel mit ihren Flugübungen direkt über dem Festivalgelände für eine doch etwas ablenkende Geräuschkulisse sorgt. Als es dann ein paar Minuten später wirklich los geht wird das Publikum dafür mit Non-stop Power entschädigt. Es ist schwer zu sagen was schneller fliegt, die Haare beim Headbangen oder die Finger über die Gitarrensaiten. Auch vor der Bühne ist die Stimmung auf Hochtouren, weiter hinten sieht es da allerdings anders aus, hier lichten sich die Reihen schon nach der Hälfte der Show deutlich. Ein Blick an die Essensstände klärt dann auch wohin es den Großteil zieht. Bei der großen Auswahl kann ich das auch durchaus verstehen, von Süß (Waffeln, Eis, Süßigkeiten) bis Herzhaft (Burger, Pita, Hot-Dogs,…) ist hier für jeden was dabei. Sogar einen Stand mit vegetarischen Gerichten gibt es.

Mich zieht es allerdings erst einmal weiter zu Diablo Blvd. aus Belgien. Ich will doch zumindest mal schauen was die Jungs mir so bieten, auch wenn ich hab zwar bisher noch nie von ihnen  gehört habe. Allerdings bin ich wohl nicht die Einzige, der diese Band nichts sagt. Zu Beginn der Show stehen nur vereinzelt einige Leute vor der Bühne und wirklich füllen will es sich vor der Bühne auch später nicht. Man bleibt lieber im Barbereich, (Da in Finnland Konsum von Alkohol streng kontrolliert wird, gibt es diesen nur in von Securities überwachten Ü-18 Bereichen) was Sänger Alex Agnew dazu veranlasst zu scherzen, dass es sich bei den dort Anwesenden um die „Non-VIPs“ handelt und diese nicht näher an die Bühne heran dürfen. Auch während der restlichen Show gibt es immer wieder kleine Scherze, was ich sehr sympathisch finde. Der Finne bleibt allerdings so emotionsgeladen, wie man es ja auch von Kimi Räikkönen gewöhnt ist. Erst bei „The Song is over“, einem bisher noch nie zuvor gespielten Song, taut das Publikum langsam etwas auf. Da ist es für mich aber auch schon wieder Zeit für einen Bühnenwechsel.

Auf der Hauptbühne werden gerade noch die letzten Vorbereitungen für Sonata Arctica getroffen. Darauf habe ich mich schon den ganzen Tag gefreut. Auch die anderen Besucher scheinen inzwischen ihr Abendessen beendet zu haben, jedenfalls ist der Platz vor der Bühne jetzt wieder gut gefüllt. Für mich sind und bleiben Sonata Arctica einfach die Könige der Balladen und am liebsten würde ich jetzt einfach nur in Tony Kakko’s Gesang versinken, aber gut, erst die Arbeit und dann das Vergnügen. Eines meiner Highlights ist der Song „Candle Lawns“ vom aktuellen Album „The Ninth Hour“, bei den meisten ist Begeisterung bei den älteren Songs allerdings deutlich größer. Zugegebenermaßen kann man Songs wie „Fullmoon“ or „Tallulah“ aber auch wirklich nicht oft genug live erleben. Viel zu schnell für mich sind die 60 Minuten Spielzeit vorbei und es geht auf der kleinen Bühne weiter mit Michael Monroe.

Obwohl es sich bei Mr. Monroe um eine Finnische Legende handelt, bin ich bisher von seiner Musik nie richtig begeistert worden. Auch ich muss allerdings zugeben, dass die Power und der Spaß den er auf der Bühne zeigt irgendwie ansteckend sind. Und auch wenn ich wohl nicht zu einem echten Fan werde, hatte ich dennoch eine gute Zeit.

Den Abschluss am Freitag machen dann die Schweden von Ghost. Das scheint sich keiner entgehen lassen zu wollen, denn obwohl es inzwischen schon ziemlich kühl oder fast schon kalt geworden ist, (10°C, willkommen im finnischen Sommer 😂) ist der Weg zur Bühne durch all die wartenden Fans nun doch etwas aufwendig. Bilde ich mir das ein, oder liegt da tatsächlich ein Hauch von Weihrauch in der Luft? Würde auf jeden Fall zum Kathedralen artigen Bühnenaufbau und den anwesenden „Nonnen“ im Publikum passen. Dann ertönen Orgeln und die maskierten Ghouls betreten die Bühne. Die Jungs hauen mit „Rats“, „Absolution“ und „Ritual“ von Anfang an einen (Square) Hammer nach dem anderen heraus. Die Zeit vergeht im Flug und so ist „Square Hammer“ dann nach 90 Minuten auch schon der letzte Song. Mit „Monstrance Clock“ gibt es dann aber doch noch eine Zugabe bevor der für mich erste Festivaltag des Sommers zu Ende geht.

 

Fortsetzung folgt…

 

 

English:

 

The South Park Festival is a metal festival in Tampere in Finland, which has now taken place for the fourth time. The venue is the eponymous „Eteläpuisto“ (Finnish for South Park) near the city center. Here you can enjoy Metal at the „beach bar“ with lake view.

The start is made by the Finns from One Desire. The mood is surprisingly good for Finnish standards, especially considering it’s a pretty chilly and overcast Friday afternoon. The guys around André Linman are a bit schmaltzy, which may not be so pleasing to some „Thoroughbred Metalhead“, but I and the attending fans like it quite well.

It then continues on the big stage at the other end of the festival area (about 5 – 10 minutes, depending on how crowded it is in front of the stage) with the Canadians of Thor. I would call it old school heavy metal, what I’d usually like, but I’m not that sure about these guys. Somehow the music goes down a bit between the dancing Valkyries and the always new masks of singer Jon Mikl Thor.

Therefore I am already drawn back to the other stage after a short time, where Brother Firetribe will play next. On the way, I quickly refill my water bottle at the free water station. (Yes, it is common in Finland to provide drinking water free of charge at festivals and concerts for everyone, which would be a nice innovation for Germany as well.) Meanwhile, the clouds have largely disappeared and the temperature is therefore also much more pleasant. Brother Firetribe creates an almost romantic atmosphere with their Hard Rock Ballads and really, at some point I see a couple dancing in the crowd. During „For Better Or For Worse“ I can hear people singing even here in the back rows.

Stam1na afterwards, (again on the main stage) is the absolute contrast program. But before the show can start we got the first (and last) delay of the day, because an air squadron with their flight exercises directly over the festival area provides for a slightly distracting noise. When it really starts, a few minutes later, the audience is compensated with non-stop power. It’s hard to say what flies faster, the hair on head banging or the fingers on the guitar strings. Also in front of the stage, the mood is in full swing, but further back it looks different, here, the rows already lighten clearly after half of the show. A look at the food corner clarifies immediately where it pulls the majority. With the large selection, I can actually understand that, from sweet (waffles, ice cream, sweets) to hearty (burgers, pita, hot dogs, …) there is something for everyone. There is even a stand with vegetarian dishes.

However, I am drawn back to the stage, to see Diablo Blvd. from Belgium. At least I want to see what the guys offer me, even though I’ve never heard of them before. But apparently I’m not the only one who doesn’t know this band yet. At the beginning of the show there are only a few people standing in front of the stage and this unfortunately didn’t really change later either. People rather stay in the bar area, (As consumption of alcohol is strictly controlled in Finland, it is only available in security controlled O-18 areas) what makes singer Alex Agnew joke, that those are „non-VIPs“, that are not allowed to get closer to the stage. Also during the rest of the show there are always little jokes, which I find very sympathetic. The Finn, however, remains as full of emotions as one is used to from Kimi Räikkönen. Only during „The Song is over“, a never before live played song, the audience slowly thaws up a bit. But then it is already time for me to change to the other stage again.

On the main stage, the final preparations for Sonata Arctica are being made. I’ve been looking forward to this all day. Also the other visitors seem to have finished their dinner by now, at least the place in front of the stage is now well filled again. For me Sonata Arctica are, and always will be, the kings of ballads and when the show starts I would love to just drown in Tony Kakko’s singing, but then I remember, that I first have to get my work done. One of my highlights is the song „Candle Lawns“ from the current album „The Ninth Hour“, but for most other people there seems to be much more enthusiasm for the older songs. Admittedly, you can not experience songs like „Fullmoon“ or „Tallulah“ often enough live. Too fast for me, the 60 minutes of playing time are over and the program continues on the small stage with Michael Monroe.

Although Mr. Monroe is a Finnish legend, I’ve never been really excited about his music. But I have to admit that the power and fun he shows on stage are somehow infectious. And while I might never become a fan of him, I still had a good time.

The final for Friday is made by the Swedes of Ghost. It seems like nobody want to miss this, because, even though it has gotten pretty chilly or almost cold by now, (10° C, welcome to the Finnish summer 😂) the way to the stage through all the waiting fans has become a bit challenging. Am I imagining this, or is there actually a hint of frankincense in the air? It would at least fit to the cathedrals like stage structure and the „nuns“ in the audience. Then organs ring and the masked ghouls enter the stage. With „Rats“, „Absolution“ and „Ritual“ they shout out one hit after the other right from the beginning. Time flies by and so, after 90 minutes, „Square Hammer“ is already the last song. With „Monstrance Clock“ there is still one encore before my first festival day of the summer comes to its end.

 

To be continued…

22.05.2018

AMPHI FESTIVAL 2018 – DUNKLE VIELFALT AM RHEIN

Am 28. & 29. Juli öffnen sich wieder die Tore des Kölner Tanzbrunnens und geben den Weg frei für bis zu 12.500 Festivalbesucher aus aller Welt, die gemeinsam mit über 40 Bands zwei unvergessliche Tage am Rhein verbringen.

Musikalisch präsentiert sich das Amphi Festival erneut von gleichermaßen hochkarätiger wie abwechslungsreicher Seite. Neben feinster Elektronik von Synthpop bis Industrial, 80er Originalen und klassischem Darkwave verbindet das Line-Up ebenso zeitgemäßen Dark-Rock mit Indie- & Postpunkeinflüssen der 80er und 90er Jahre. 

Mit AND ONE und ASP führen aus elektronischer und rockiger Perspektive zwei absolute Szene-Veteranen das Künstleraufgebot an. Die 80er Ikonen OMD und Midge Ure verleihen dem Amphi Festival 2018 in Kombination eine ganz besondere Note! Während Ultravox-Stimme Midge Ure schon 2014 ein Triumphzug gelang, feiern die Schöpfer von Welthits wie „Enola Gay“,  „Maid of Orleans“ und „Secret“, Andy McCluskey und Paul Humphreys, mit OMD ihre Amphi Festival Premiere.

Letzterem schließen sich auch wieder viele weitere Künstler an. Denn neben altbekannten Stars der Szene, wie  OOMPH!, MONO INC., AGONOIZE, GOETHES ERBEN, SOLAR FAKE und JOACHIM WITT, die schon mehrfach im Tanzbrunnen begeistern konnten, setzt das Amphi  Festival 2018 auf frischen Wind und musikalische Impulse mit der erstmaligen Teilnahme u.a. von MAD SIN, HELDMASCHINE, SOVIET SOVIET, A PROJECTION, PRIEST, ES23 und INTENT:OUTTAKE.

Ein Amphi Festival wäre kein Amphi, ohne seine Rahmenattraktionen. Angefangen bei der besonderen Atmosphäre am Rheinufer und dem Altstadtpanorama samt Kölner Dom, bildet insbesondere der Beachclub immer wieder einen beliebten Anlaufpunkt für sonnenresistente Kreaturen der Nacht. Auch die schattige Met-Lounge auf dem Brunnen, im Zentrum des Tanzbrunnen, ist aus dem Festivalgeschehen nicht mehr wegzudenken. Autogrammstunden, After-Show-Parties und die weitläufige Händlermeile verleihen dem Amphi Festival zudem den letzten Schliff.

Vorab, am Freitag, 27. Juli, lädt ab 22:00 Uhr die offizielle Amphi Pre-Party im Theater am Tanzbrunnen zur Einstimmung auf das Festivalwochenende. Für die passende musikalische Untermalung sorgen dieses Mal:

SVEN FRIEDRICH (Solar Fake) | DANIEL GRAVES (Aesthetic Perfection)

DER SCHULZ (Unzucht) | MSTH (Electronicdanceart)

Das ebenfalls am 27. Juli auf der MS Rheinenergie stattfindende Eröffnungsevent CALL THE SHIP TO PORT, mit exklusiven Konzerten von COVENANT, SUICIDE COMMANDO und EISFABRIK ist bereits seit Monaten restlos ausgebucht.

Weitere Festivalinfos rund um das Amphi 2018 gibt es unter www.amphi-festival.de oder www.facebook.com/amphifestival. Originaltickets sind unter www.amphi-shop.de erhältlich! Zudem sind Festivaltickets bei allen CTS/EVENTIM Vorverkaufsstellen, bei www.eventim.de, www.oeticket.com, www.ticketcorner.ch sowie als PRINT@HOME erhältlich.

XIV. AMPHI FESTIVAL 2018
28. – 29. Juli 2018 DE – Köln | Tanzbrunnen

AND ONE + ASP

OMD + OOMPH! + MONO INC. + AGONOIZE
MIDGE URE + GOETHES ERBEN + SOLAR FAKE + JOACHIM WITT
AESTHETIC PERFECTION + UNZUCHT + NEUROTICFISH + FUNKER VOGT
[:SITD:] + ASSEMBLAGE 23 + GRENDEL + QNTAL + IN THE NURSERY
GIRLS UNDER GLASS + [X]-RX + SHE PAST AWAY + LEBANON HANOVER
MAD SIN + THE CREEPSHOW + CENTHRON + GRAUSAME TÖCHTER HELDMASCHINE + PERSEPHONE + KIEW + SOVIET SOVIET
WHISPERS IN THE SHADOW + A PROJECTION + CORDE OBLIQUE
PRIEST + FUTURE LIED TO US + ES23 + INTENT:OUTTAKE
SCHEUBER + SYNTHATTACK + RROYCE + LA SCALTRA
+ Rahmenprogramm in Vorbereitung!

Infos: www.amphi-festival.de oder www.facebook.com/amphifestival
Originaltickets: exklusiv unter www.amphi-shop.de (weltweiter Versand)
Festivaltickets auch bei allen CTS/EVENTIM Vorverkaufsstellen, bei www.eventim.de, www.oeticket.com, www.ticketcorner.ch sowie als PRINT@HOME.

 

10.04.2018

Vorankündigung Bang your Head 2018

Das Bang your Head Festival ist eine feste Größe in jedem Metalhead Kalender. Seit 1999 bringt es im schwäbischen Balingen zahlreiche große Namen sowie viele kultige Acts des Rock und Metal auf die Open Air Bühne. Dieses Jahr findet es wieder an 3 Tagen plus einer Warm up Show am Vorabend statt. Vom 12. – 14.07.2018 heißt es wieder: Metal, Sonne und Party!

Hier die bisher bestätigten Bands

11.07.2018 Mittwoch Warm up Show
Lordi, Twilight Force, Blood God, Thundermother und 1 weiterer Act

Die genauen Tagesbillings habe ich noch nicht, deshalb hier alle Bands auf einen Blick:

Accept, Powerwolf, DORO, Amorphis, Overkill, Insomnium, Alestorm, Exodus, Annihilator, Loudness, Primal Fear, Crash Diet, Amaranthe, Girlschool, Primordial, Jag Panzer, Reckless Love, Crazy Lixx, Night Demon, Skeletonwitch, God Dethroned, Debauchery, Tygers of Pan Tang, Visigoth, Eclipse, Striker, Refuge, Burning Witches, Hexx, Mystic Prophecy, Monument, Mob Rules, Cloven Hoof, Alpha Tiger, uvm

Auf weitere Bestätigungen wird wie immer fieberhaft gewartet. Ich freue mich schon auf die schwäbische Metal Party des Jahres!

 

Weitere Infos unter: www.bang-your-head.de
Euer Rock´n Roll Reporter
Tobias

23.01.2018

JKL Metal Festival 2018 (Finnland), Tag 2 – Bilder Galerie

Among the Prey

 

Brymir

 

Catamenia

 

Kalmah

 

Copyright: Anna Brödel, ScarletMemory Photography

26.10.2017

Turisas, Brymir und Draugnim 14.10.17 im Nosturi, Helsinki

Trotz, für finnische Verhältnisse, noch recht früher Stunde sind bereits viele Fans vor dem Einlass da. Auch wenn das verregnete finnische Herbstwetter nicht unbedingt besonders angenehm zum warten ist, hier lässt man sich die gute Laune nicht verderben.

So ist das Nosturi bereits bei Draugnim gut gefüllt. Zwar ist das Publikum noch recht zurückhaltend, aber auf der Bühne wird trotzdem alles gegeben. Viel Zeit haben die Jungs allerdings sowieso nicht, nach nur fünf Songs ist schon wieder Schluss. Die kurze Spielzeit hat leider nicht wirklich gereicht um einen bleiben Eindruck bei mir zu hinterlassen, vielen anderen wird es da wohl ähnlich gehen.

Als Nächstes sind Brymir an der Reihe. Natürlich wieder ohne Keyboarder Janne Björkroth und Gitarrist Joona Björkroth (Beide bei Battle Beast). Aber Ersatzmann Antti Nieminen ist ja bereits gut integriert, da er bereits auf der kurzen Japan Tour mit Insomnuim, Whispered, Re-armed und Dark Flood ausgeholfen hat. Die Halle ist inzwischen ziemlich voll und nicht nur die Temperatur steigt stetig, auch die Stimmung wird von Song zu Song besser. Als Belohnung gibt es prompt einen ganz neuen, noch unveröffentlichten Song: „Ride on, Spirit!“. Zum Abschluss gibt es dann mit „Ragnarök“ noch mal volle Power, hier und da wieder sogar mitgesungen. Für mich hätte es gerne noch etwas länger dauern dürfen, aber dann halt ein anderes Mal.

Und dann kommt endlich worauf hier fast alle gewartet haben. Schon bei den ersten Tönen werden im Publikum pinke Plastikschwerter geschwungen. „Vikinger“ in Kettenhemden und mit rot-schwarzer Kriegsbemalung gröhlen gemeinsam. Davon, dass Finnen so zurückhaltend sein sollen, ist hier nichts zu merken. Es wird im Takt gesprungen, geheadbanged  und Fäuste gen Hallendecke gestreckt. Jedesmal wenn man denkt das Ende der Show wäre erreicht gibt es noch mal einen Song. 1 3/4 Stunden wirbelt Turisas das Publikum auf, aber müde scheint hier immer noch keiner zu sein, weder vor noch auf der Bühne. Bei „Battle Metal“ geht die Party erst richtig los und im Konfettiregen von „Rasputin“ hat man das Gefühl, dass die Anwesenden auch noch mal das ganze Programm mitmachen würden. Um kurz nach zwölf ist dann aber trotzdem Schluss und die Horde begibt sich gut gelaunt zum Ausgang.

Einfach ein durchgehend gelungener Abend mit sehr gutem Sound und einer fantastischen Stimmung.

 

 

Copyright: Anna Brödel, ScarletMemory Photography



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