06.08.2017

Review Bang your Head Balingen Tag 2

Review Bang your Head Tag 2

Der zweite Tag beginnt auf dem Bang your Head mit dem Treffen von vielen Freunden. Freunde die man nur einmal im Jahr sieht. Und das muss man ausnützen! Aber es werden auch laufend neue Freundschaften geschlossen. Und deshalb liebe ich den wohlbewachten Wahnsinn eines Metal Festivals. Heute habe ich einen straffen Zeitplan: viele tolle Bands, einen Haufen Autogrammstunden, welche es zu besuchen gilt und ein Interview. Also auf geht’s!

Den musikalichen Anfang übernimmt Steve Grimmett´s Grim Reaper. Der Auftritt dieser Band stand lange Zeit in Frage, da es eine Zeit lang nicht gut um die Gesundheit des Sängers stand. Aufgrund einer sehr aggressiven Infektion musste Steve ein Teil von seinem Bein amputiert werden. Somit war unklar ob es die Gesundheit des Musiker zulassen würde beim BYH aufzutreten. Es war ein etwas mulmiger Moment als Grimmett im Rollstuhl auf die Bühne geschoben wurde. Als er sich erhob um mit einer Krücke den ersten Song zu singen, erntete er Beifall. Und das tat dem Mann sichtlich gut. Die Band zockte neues und altes Material und vor allem der Drummer Paul White hatte extreme Spielfreude. Toller Auftritt!

Danach hieß es gleich meinen Freunden von Almanac einen Besuch zur Autogrammstunde ab zu statten. Leider war die Schlange für Magnum zu voll, also gleich weiter zum Auftritt von Lee Aaron. Hier wurde ein Traum für viele Altrocker war. Denn die Dame war damals schon sehr ansehnlich und steht dem heute in nichts nach. Sie war lange Zeit nicht mehr in der Metal Szene aktiv und von daher war großes Interesse am Auftritt der „Metal Queen“ aus Kanada. Ich bin war nicht mit dem Material von ihr vertraut (bis auf eben „Metal Queen“), aber der Auftritt war meiner Meinung nach gut. Das Publikum war auf jedenfall begeistert.

Und ich muss weiter um Autogramme zu holen. Und zwar von der Legende Rose Tattoo und meinen Lieblingsrockern aus der Schweiz: Krokus. Leider habe ich dadurch RIOT V verpasst. Ich hab sie zwar entfernt gehört, konnte mir aber dadurch kein wirkliches Urteil bilden. Außerdem war die Nachfrage an Rose Tattoo so groß dass das BYH Team Mühe hatte die Leute in der geplanten Zeit unterzubringen. Ich finde es einfach toll wenn solche Bands sich die Ehre geben um mit den Fans zu plaudern und Fotos mit ihnen machen. Daumen nach oben!

Magnum stehen jetzt bereit um uns mit feinem Pomp Rock zu unterhalten. Und das machen sie auch in gewohnter Weise. Auch wenn mal jemand Bob Catley ein neues Hemd schenken könnte, ist er doch der „Geschichtenerzähler“ im Magnum Universum. Mit solchen Hits im Gepäck wie „On a Storyteller´s Night“, „How far Jerusalem“, „Les Morts Dansant“ und „Vigilante“ kann man gar nichts falsch machen.

Dann schnell ab zu Almanac Show in der Halle. Ich finde die Band klasse. Vorallem komme ich heute in den Genuss sie zum ersten Mal mit allen drei Sängern (bzw. 2 Sänger und einer Sängerin) live zu erleben. Und die Jungs und das Mädel um Victor Smolski hauen ihr Material mit mächtig Dampf raus. Der neue Bassist Tim und der neue Drummer Zacky sind absolut integriert und die Songs kommen tight rüber. Ich freu mich an dieser Stelle schon aufs neue Album. Einziger Wehrmutstropfen: Ich muss nach drei Songs aus der Halle um zur Krokus Show zu gehen. Die Überschneidung tut mir echt weh!

Krokus haben gute Laune. Und Bock ihre Hits in der Mittagssonne unters Volk zu bringen. Ich weiss das die aktuelle Scheibe „Big Rocks“ eine Coverscheibe ist. Aber auf „Rocking in the Free World“ und „Mighty Quinn“ hätte ich verzichten können und mir vielleicht „Tokyo Nights“ oder „Playin´ the Outlaw“ gewünscht. Aber das ist jammern auf hohem Niveau. Denn ansonsten werden nur Hits wie „Screaming in the Night“, „Bedside Radio“, „Fire“ und eine klasse Version von „Headhunter“ geboten. Danke, jederzeit wieder.

 

Nach diesem Auftritt war ich beim Souls of Rock Stand und führte ein Interview mit Daniel. Und die Souls of Rock Crew hat mich so begeistert, dass ich zwischen den noch folgenden Konzerten immer wieder mal vorbeischauen musste. Interview folgt in Kürze. Tolle Klamotten, tolle Foundation, tolle Menschen!!

 

Und jetzt folgt der Headliner der Herzen: Rose Tattoo. Angry Anderson und seine Mannen haben Balingen fest im Griff. Hier weiss man was man bekommt und das ist auch gut so. Schweißtreibender Aussie Rock´n Roll. Die Autogrammstunde bestätigte schon ein großes Interesse. (Hier bot ein Fan 100 Euro für eines der in kurzer Zeit ausverkauften „Rose Tatto rocks Balingen“ Shirts). Aber die Stimmung beim Auftritt war einfach nur sensationell. Anderson hat Spass (und Durst) und die Menge feiert. Danke dass ich das erleben durfte!

Dann kam es zum vieldiskutierten Auftrtitt von Vince Neil.

Hier die Fakten:

Vince Neil war für mich noch nie ein Sänger wie Dio oder Dickinson oder Halford. Bei Mötley war zwar er der Sänger aber auch des öfteren den Schwachpunkt der Show. Deshalb habe ich nicht wahnsinnig viel erwartet. Umso erstaunter war ich als die Show anfing. Die Band bestand aus den Slaughter Jungs, welche wirklich tight und sehr kraftvoll spielten. Dazu war die Stimme von Vince für seine Verhältnisse gut in Form. Und so durfte ich Songs wie „Dr. Feelgood“, „Looks that Kill“ oder „Shout at the Devil“ live in musikalisch hervoragender Form genießen. Bis dahin alles ok.

Leider fehlte der Sänger dann für ca 15 – 20 Minuten in denen die Band Klassiker von Led Zeppelin und Black Sabbath spielte bei denen der Gitarrist den Gesang übernahm. Das sorgte für Unmut. Und als die Band nach ca 65 Minuten von der Bühne ging, war leichte Ratlosigkeit angesagt.

Danach wurde auf dem Gelände und im Netz viel diskutiert. Ich habe ein Statement vom Veranstalter Horst Franz auf meiner Seite gepostet. Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen.

So, Tag 2 geschafft. Ab ins Bett!

Text und Bilder: Tobias Vogel

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26.07.2017

Review Bang your Head Balingen Tag 1

REVIEW

Bang your Head Balingen 2017 Tag 1

Es ist mal wieder soweit. In Balingen findet das Familientreffen der Rock und Metalszene statt. Dementsprechend mit viel Vorfreude ab ins Auto und nichts wie hin! Die Anreise verlief problemlos, kurz im Hotel eingecheckt und dann gleich aufs Gelände.

Die erste Band heisst Killcode und kommt aus New York. Letztes Jahr war sie die letzte Band in der Halle, dieses Jahr darf sie das Festival auf der Open Air Bühne eröffnen. Und das machen die Jungs mit Bravour. Ihr Hard Rock mit modernen Elementen sowie auch Southern Rock Einflüssen kommt sehr gut an. Daumen nach oben!

Dann geht’s weiter mit Crystal Viper aus Polen. Gewohnt guter Auftritt der Band um Frontfrau und Gitarristin Marta Gabriel.

Leider muss ich gleich weiter zu den Autogrammstunden von Slaughter und Killcode. Was heisst hier leider, ich finde es toll das hier Bands spielen die sehr selten auf deutschen Bühnen anzutreffen sind. Seien es gerade Newcomer wie Killcode oder Bands wie Slaughter und Steve Grimmet´s Grim Reaper. Das ist schon sehr kultig und ich als Fan bekomme hier ganz große Augen wenn solche Bands auch noch Autogrammstunden abhalten. Gleich im Anschluss mache ich ein Interview mit Killcode und die Jungs sind sehr symphatische Zeitgenossen. Hier geht es zum Interview: https://www.facebook.com/tobisworldofrockandmetal/videos/1714173585542998/

Dann geht’s weiter zu Orden Ogan. Ganz im Stil ihrer neuen Platte „Gunmen“ ist die Bühne auf Western getrimmt. Die zwei Zombie Cowboys im Hintergrund sowie das Bandmaskottchen auf dem Backdrop machen eine gute Figur im Western Kontext. Und die Band legt auch gleich los als gäbe es kein Halten mehr. Kraftvoll mit viel Spielfreude wird neues und altes Material in die Mittagssonne geballert. Klasse Auftritt und die Untermalung mit Feuerfontänen tut ihr übriges.

Jetzt gibt es es was für die Glam und Hair Metal Fans. Slaughter sind Anfang der 90er aus der Vinnie Vincent Invasion (ihr wisst ja, der Kiss Gitarrist) hervorgegangen, bis sie leider (wie so viele andere Rock Bands) Probleme mit der aufkommenden Grunge Bewegung hatten. Gerade deshalb freue ich mich die Band endlich mal live zu erleben. Und die Band um Frontmann Mark Slaughter lässt es so richtig krachen. Bassist Dana Strum, Gitarrist Jeff Blando und der Ausnahmedrummer Zoltan Chaney bieten eine sehr kurzweilige Show. Was der der Sänger an Energie vermissen lässt, macht der Drummer wieder gut. Er sitzt keine Sekunde still, spielt im Stehen, springt auf sein Drumset, nimmt ein Becken ab und klopft damit auf die anderen Becken, legt seinen Fuss auf das Set oder auf die Hi Hat…. und spielt dabei ohne einen einzigen Fehler weiter. RESPEKT!

Weiter in die Halle zu Eclipse. Die Schweden halten was ich im Vorfeld über sie gehört habe. Melodischer Hardrock der manchmal schon an die AOR Türe klopft. Tolle Band, klasse Stimmung. Das war mein erster Eclipse Gig aber sicher nicht mein letzter.

Mit Demon wird es schön kultig in Balingen. Die Band um Dave Hill hat sichtlich Spass. Und das Material kommt sehr gut beim Publikum an. Solche Bands sind eine willkommene Abwechslung im Festivalbilling.

Auf der Festivalbühne stehen Venom und danach Satyricon. Ist beides nicht meins. Komme ich einfach nicht klar damit. Das macht aber nichts. Denn ich freue mich wahnsinnig auf Saxon.

Dafür gibts hier noch ein paar Impressionen:

Und dann kommt der Moment. The Mighty Saxon in Balingen als Headliner auf der Bühne. Ich liebe es. Über den Sound von Saxon brauche ich wohl hier nichts zu sagen. Hit reiht sich an Hit und Band ist wahrlich mächtig. Biff Byford (obwohl erst kürzlich operiert) bangt und singt sich durch die Setlist wie immer. Ab und zu sieht man ein Lächeln auf dem Gesicht des Saxon Frontmanns. Es macht allen Spass, der Band und dem Publikum. Tolle Show mit Feuer und Lichteffekten und natürlich dem Adler. Der darf bei sowas nicht fehlen. Eine Setlist für eine Saxon Headlinershow zu machen ist für die Band wahrlich nicht einfach. Denn sie haben einige Nummern im Gepäck die unbedingt gepielt werden müssen. Aber die Songauswahl kann sich mehr als sehen lassen.

Setlist:

Battering Ram

Let Me Feel Your Power

Sacrifice

Motorcycle Man

Power And The Glory

Solid Ball Of Rock

And The Band Played On

20,000 Feet

Dallas 1 PM

The Eagle Has Landed

747 (Strangers in the Night)

Strong Arm Of The Law

Heavy Metal Thunder

Princess Of The Night

Wheels Of Steel

Crusader

Denim And Leather

Glücklich mache ich mich auf den Weg ins Hotel. Für den ersten Tag heisst es: Over and out.

Bilder und Text: Tobias Vogel

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11.07.2017

Review Volle Kraft voraus Festival 2017

Review Volle Kraft voraus Festival 2017 in der Ratiopharm Arena Neu Ulm

 

Eisbrecher organisieren ihr eigenes Indoor Festival mit befreundeten Bands. Die Location bietet genügend Platz und sehr gute Parkmöglichkeiten. Dazu befindet sich im Außernbereich der Arena noch ein Biergarten. Die Vorzeichen stehen äußerst gut. Na dann mal „Volle Kraft voraus!“

Den Anfang übernahmen And Then She Came. Und wahrlich, sie kamen, sie sahen und sie siegten. Den meisten Anwesenden nicht unbekannt von ihrem vorherigen Betätigungsfeld (Krypteria) wurde die Band sehr offen empfangen. Der Mix aus Rock, Alternative und Metal tat sein übriges um die Fans anzuheizen. Sehr sympathische Band, bin gespannt wie ihr Weg weitergeht!

Danach trieb die UNZUCHT ihr Unwesen in Neu Ulm. Der treibende Dark Rock/Metal der Gruppe hat mächtig Dampf und kommt gut an. Nicht wenige Unzucht Fans befinden sich im Publikum. Songs der Marke „Neuntöter“ (mit dem wenig positiven Refrain: „Alle müssen sterben“) werden abgefeiert. Mir gefällt die spezielle Mischung aus Rock und Metal, den dezenten Synthie Samples und den deutschen meist sehr dunklen Lyrics. Durchaus zu empfehlen.

Nun war es Zeit für die Lord of the „Fucking“ Lost. Die in 2007 gegründete Band geniesst sehr grosses Ansehen in der dunklen Szene. Der Dark Metal der Hamburger hat mehr Synthies und Samples zu bieten, aber genau das macht den Reiz aus. Vorallem wird hier auf auf die Optik gesetzt. Corpsepaint und Klamotten, sowie schräge Verkleidung und Show des Keyboarders tun ihr übriges. Das Publikum ist begeistert. Leider konnte die Band nicht zur Autogrammstunde erscheinen aufgrund Stau Probleme. Der Show merkte man allerdings nichts an. Ich habe mich nur gewundert wieso Drummer Tobias Mertens nicht mit dabei war. Der Ersatzmann war mir leider nicht bekannt, machte seine Sache aber bestens.

 

An dieser Stelle kommen wir nun zum Exoten im Billing. Hier sucht man vergeblich verzerrte Gitarren, Bass und Drums. Bei Welle:Erdball wird komplett auf Electronic gesetzt. Der Sound ist eine Mischung aus Neuer deutscher Welle, New Wave und einem Schuss Kraftwerk. Versteht mich nicht falsch, das ist nicht schlecht sondern im ersten Moment einfach anders. Als die Sängerin dann noch plötzlich weiße Flügel wachsen beim Song „1000 Engel“ ist es endgültig geschehen. Ich fühle mich in die 80er zurückversetzt.
Anders, kurzweilig und imposant. Gerne wieder mal. Und ich habe bei der Autogrammstunde festgestellt, die 4 sind richtig liebe Menschen. Macht weiter so!

Danach ballern Combichrist die Fangemeide in Grund und Boden. Die Band scheint viele eingefleischte Unterstützer im Publikum zu haben. Checkt auch hierzu mal mein Fan Foto aus der ersten Reihe.
Wer im Vorprogramm von Rammstein ohne Probleme bestehen konnte, dem kann so schnell nichts mehr schocken. Und so powern sich Combichrist routiniert durch ich Programm. Und die Menge beginnt nicht nur aufgrund der Temperaturen zu schwitzen.

Und nun war der Zeitpunkt gekommen. Eisbrecher sind die Veranstalter und Headliner des ersten Volle Kraft voraus Festivals. Diese Band brauche ich wirklich nicht mehr beschreiben, der Bekanntheitsgrad dieser Gruppe ist enorm! Die Combo um den Hit Schreiber Noel Pix und den Zeremonienmeister Alexander Wesselsky ist eine Größe im Bereich Rock, Gothic, Elektro. Sehr amüsant als Alex erzählt dass eine 70jährige Dame zu ihm sagte: „Sie sind doch der Graf, ihre Musik gefällt mir!“ Das kann ja mal passieren.

Eisbrecher feuern ein Hitfeuerwerk in bester Sound- und Lichtqualität ab. Ein Best of Programm und zwei neue Titel (die Single: „Was ist hier los“ und „Wahnsinn“) werden den Fans in die Gehörgänge gedrückt.

Tolles Festival mit klasse Bands, toller Organisation und einer perfekt gelegenen Location. In Kürze wird der Termin für das „Volle Kraft voraus Festival II“ bekannt gegeben.

Text und Bilder: Tobias Vogel

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Zweites Bilderset:
Matt Bischof

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01.07.2017

ROYAL REPUBLIC ROCKT

Ulmer Zelt, 29.06.2017

Im Rahmen ihrer „The Weekend Man Tour“, die die vier Schweden u.a. auch ans Greenfield Festival und ans WFF führte, machte ROYAL REPUBLIC auch am Ulmer Zelt Halt. „Halt machen“ ist wohl eher der falsche Begriff, denn der Schwedenhappen ist nicht zu halten. Mit vier Energie und Spielfeude rockten sie unter schwülwarmen Bedingungen.
Doch von vorne: es ist 20:00 Uhr Konzertbeginn von ROYAL REPUBLIC im Ulmer Zelt. Die Schweden sind pünktlich um 20:00 Uhr…..   am Stuttgarter Flughafen. Ein Unwetter zwang zu einer Flugänderung, so dass das Konzert erst mit eineinhalb stündiger Verspätung beginnen sollte. Als kleines Bonbon wurde die Setlist spontan um drei weitere Songs erweitert: ein feiner Zug!

Es ist nicht so ganz einfach, den Musikstil von RR zu definieren, eigentlich ein Sammelsurium aus allem was nur ansatzweise rockt. Rock’n’Roll über Alternative bis Hardrock, selbst für Coverversionen sind sie sich nicht zu schade, wenn es reinpasst. Dem Ulmer Publikum hat es sichtlich Spaß gemacht und das nicht nur, weil der etwas härtere Rock in diesem Jahr ein wenig kurz kam. Ich habe ROYAL REPUBLIC erstmal in ihrer Anfangszeit 2011 fotografiert ( http://www.music2u.de/2011/10/masters-of-rockantenne-2011/ ). Seitdem hat das Quartett eine erstaunliche Entwicklung genommen. Besonders Sänger Adam Grahn hat sich zu einem echten Entertainer entwickelt. Den musikalischen Höhepunkte erreichten Royal Republic pünktlich vor dem ausgedehnten Zugabenteil mit „Tommy-Gun“ um dann einen grandiosen Konzertabend mit „Full Steam Spacemachine“ zu beenden.

 

Fotos & Text: Matt Bischof

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06.04.2017

XIII. AMPHI FESTIVAL 2017 22. & 23.07.2017 – KÖLN | TANZBRUNNEN

Wenn am 22. & 23. Juli 2017 erneut über 12.000 Anhänger der Gothic-Szene aus der ganzen Welt zum Kölner Tanzbrunnen strömen, öffnet das Amphi Festival zum mittlerweile 13. Mal seine Tore. Nach der gefeierten Rückkehr zur gewohnten Spielstätte im vergangenen Sommer und der Auszeichnung mit dem silbernen Stern für die 10jährige Zusammenarbeit mit dem Tanzbrunnen, schlägt das Amphi Festival 2017 inhaltlich eine Brücke zwischen Traditionsbewusstsein und modernem Zeitgeist.

Insgesamt erwarten das Festivalpublikum 42 Bands auf drei Bühnen. Darunter mit EISBRECHER und VNV NATION wieder zwei bärenstarke Headliner, bei denen sowohl die Anhänger der elektronischen Kost als auch die Fans deftiger Stromgitarren auf ihre Kosten kommen. Dies gilt ohne Einschränkung auch für das weitere Programm, welches unter anderem mit den britischen Goth-Rockern FIELDS OF THE NEPHILIM eine wahre Szene-Institution nach Köln bringt. Top-Acts wie APOPTYGMA BERZERK, COMBICHRIST, HOCICO, DIARY OF DREAMS, LORD OF THE LOST und die EBM- / Industrial-Rock-Pioniere DIE KRUPPS künden von dem stärksten Line-Up, mit dem das Amphi Festival bisher aufzuwarten vermochte.

Gleichzeitig richten die Veranstalter den Blick nach vorn. Über ein Drittel des aktuellen Programms besteht aus Künstlern, die 2017 erstmalig auf dem Amphi zu erleben sind. Darunter die schwedischen Synthipop-Shootingstars KITE, epischer Elektronikrock aus Island mit LEGEND, die britischen Postrocker ESBEN & THE WITCH und die Kölner Dreampop-Formation BOX & THE TWINS, welche am Samstagnachmittag die Bühne der MS RheinEnergie eröffnen. Wie im Vorjahr wird das Flaggschiff der KD-Flotte zum schwimmenden Spielort des Amphi Festivals und ergänzt mit umfangreichem Live-Programm (Indoor), eigenem gastronomischen Angebot und dem Sonnendeck als pittoreskem Chill-Out-Bereich die Phalanx aus Tanzbrunnen Open-Air-Bühne und Theater am Tanzbrunnen.

Natürlich dürfen für ein gelungenes Amphi Festival der Beachclub „km 689“ und die Met-Lounge auf dem Brunnen nicht fehlen. Außerdem dürfen sich Szenefans wieder auf eine ausgedehnte Händlermeile, Autogrammstunden mit den Stars und After-Show-Partys freuen.

Für alle, die sich bereits am Freitag, den 21.07., auf das kunterschwarze Treiben einstimmen wollen, ist ebenfalls gesorgt. Ab 20:00 Uhr bricht die MS RheinEnergie für Besucher mit Premium-Ticket erneut zum Eröffnungsevent „Call The Ship To Port“ auf. Die stimmungsvolle Ausflugsfahrt entlang des Rheins wartet an Bord exklusiv mit der belgischen EBM-Institution FRONT 242, NEUROTICFISH und SCHEUBER auf. Rückkehr ist ca. 00:30 Uhr. Der Vorverkauf für die Veranstaltung ist bereits weit fortgeschritten. Aktuell sind für die Teilnahme am Eröffnungsevent nur noch knapp 100 Premiumtickets verfügbar. Premiumtickets gibt es exklusiv unter www.amphi-shop.de.

Etwas später, um 22:00 Uhr, beginnt im Theater am Tanzbrunnen die offizielle Amphi Festival Pre-Party mit den DJs RONAN HARRIS (VNV NATION), CHRIS HARMS (LORD OF THE LOST), CHRIS L. (AGONOIZE) und MSTH. Tickets hierfür sind unter anderem unter www.amphi-shop.de, bei www.eventim.de und an allen bekannten CTS/EVENTIM Vorverkaufsstellen erhältlich.

Kostenlos hingegen ist das von Fans organisierte dunkelromantische Picknick „Jardin de Belle Époque“. Das Treffen beginnt bereits ca. 16:00 Uhr im Kölner Friedenspark. Die Teilnehmer werden um Einhaltung des Dresscode gebeten: Dark-Romantic, Goth, Barock, Steampunk, Uniform etc…

Weitere Infos rund um das Amphi Festival gibt es wie immer unter www.amphi-festival.de oder www.facebook.com/amphifestival.

Original Amphi Festival Wochenendtickets sowie die letzten 100 Premiumtickets für „Call The Ship To Port“ sind exklusiv im Amphi Shop unter www.amphi-shop.de erhältlich! Weiterhin sind Festivaltickets bei allen CTS/EVENTIM Vorverkaufsstellen, bei www.eventim.de, www.oeticket.com, www.ticketcorner.ch, www.eventim.nl sowie als PRINT@HOME erhältlich.

 

-PROGRAMMÜBERSICHT-

XIII. AMPHI FESTIVAL 2017
22. – 23. Juli 2017 DE – Köln | Tanzbrunnen

VNV NATION | EISBRECHER
FIELDS OF THE NEPHILIM | APOPTYGMA BERZERK
COMBICHRIST | DIARY OF DREAMS | HOCICO | LORD OF THE LOST | DIE KRUPPS
LETZTE INSTANZ | NACHTMAHR | KIRLIAN CAMERA | THE DANIEL MYER PROJECT
DAS ICH | DIORAMA | TANZWUT | KITE | FROZEN PLASMA | STAHLMANN | TORUL
CHROM | CLAN OF XYMOX | ESBEN AND THE WITCH | ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO
HENRIC DE LA COUR | THE OTHER | THE CREEPSHOW | MERCIFUL NUNS | LEGEND
WINTERKÄLTE | M.I.N.E | RUMMELSNUFF | FABRIKC | ORANGE SECTOR
ÆON SABLE | EISFABRIK | NEAR EARTH ORBIT | EMPATHY TEST
MASSIVE EGO | WE ARE TEMPORARY | BOX & THE TWINS
LUCIFER’S AID + Rahmenprogramm in Vorbereitung!

Infos: www.amphi-festival.de oder www.facebook.com/amphifestival
Originaltickets: exklusiv unter www.amphi-shop.de (weltweiter Versand)
Festivaltickets auch bei allen CTS/EVENTIM Vorverkaufsstellen,
bei www.eventim.de, www.oeticket.com, www.ticketcorner.ch, www.eventim.nl sowie als PRINT@HOME.

05.04.2017

Vorankündigung: Bang your Head Festival 2017

Das Billing ist nun komplett!

Das Bang your Head Festival ist eine feste Größe in jedem Metalhead Kalender. Seit 1999 bringt es im oberschwäbischen Balingen zahlreiche große Namen sowie viele kultige Acts des Rock und Metal auf die Open Air Bühne. Dieses Jahr findet es wieder an 3 Tagen plus einer Warm up Show am Vorabend statt. Vom 13. – 15.07.2017 heißt es wieder: Metal, Sonne und Party!

12.07.2017 Mittwoch Warm up Show
Death Angel, Sanctuary, Angel Dust, Bloodbound, Stormwarrior

13.07.2017 Donnerstag
Open Air:
Saxon (mit ihrem legendären Eagle Bühnenaufbau), Satyricon, Venom, Slaughter, Orden Ogan, Gloryhammer, Toxik, Crystal Viper, Killcode

Halle:
Sepultura, Denner / Shermann, Manegarn, Demon, Eclipse

14.07.2017 Freitag
Open Air:
Vince Neil (die Stimme von Mötley Crüe), Rose Tattoo, Krokus, Magnum,  Riot V, Lee Aaron, Steve Grimmett´s Grim Reaper, Bullet, Dead Lord

Halle:
Entombed A.D,  Angelus Apatrida, Paragon, Almanac

15.07.2017 Samstag
Open Air:
Hammerfall, Michael Schenker Fest (mit allen 3 MSG Sängern: Robin McAuley, Graham Bonnet, Gary Barden), Kataklysm, Dokken,  Vicious Rumours, Diamond Head, Raven, Vain, Paradox

Halle:
Axxis, Evil Invaders, Tribulation, The Unity (mit Henjo Richter und Michal Ehre von Gamma Ray)

Weitere Infos unter:  www.bang-your-head.de

Euer Rock´n Roll Reporter

Tobias

29.03.2017

Musikmarathon Ulm 2017 – HINGEHEN.ROCKEN.HELFEN.

HINGEHEN.ROCKEN.HELFEN.

Das ist und war nun zum 13. Mal das Motto der Ulmer Musikmarathons 2017 im Roxy.

Ins Leben gerufen wurde dieses „Festival“ spontan als 2004 die grauenvollen Bilder der Tsunami Katastrophe im Fernsehen liefen. Ulmer Musiker schlossen sich zusammen, um bei diesem Benefiz-Event Spenden zusammen. Bis heute ist dies so geblieben, alle Musiker, Helfer und Techniker arbeiten komplett unentgeltlich.

Die knapp 1000 Besucher bekamen ein durchaus abwechslungsreiches Programm zu sehen, mittendrin unsere Fotografin Darleen, die Höchstleistung zeigen mußte, schließlich spielten die Bands 5 Stunden nahezu ohne Pause, denn das ist das Prinzip des Musikmarathons: 18 Bands je 15-20 Minuten ohne große Umbaupausen – Marathon eben.

 

Line-Up:
19:00 – Luke Noa & The Basement Beats
19:15 – Eric Arikan
19:35 – Wo is‘ Kai
19:55 – NOSOYO
20:10 – Nico Laska
20:25 – Schlaraffenlandung
20:45 – Kaffkönig
21:00 – lilla
21:15 – EAU ROUGE
21:35 – VAN HOLZEN
21:55 – Peter Pux
22:15 – ANTIHELD
22:35 – Claire
22:55 – The Prosecution
23:15 – Blackout Problems
23:35 – Abramowicz
23:55 – Blackberries
00:15 – Coleslaw

 

Für das Roxy war es eine weitere große Veranstaltung, die bereits jetzt Vorfreude auf das nächste Mal auslöst.

 

Fotos: Darleen Barth, http://www.facebook.com/darleenbarthphotography/

Text: Matt Bischof

03.08.2016

One Night In PYRAS

Classic Rock Night, Pyras 30.7.2016

 

Möge die geneigte Leserschaft mit auf eine Zeitreise gehen, in eine Zeit in der heutiger Classic Rock noch aktuell und neu war. In den gängigen HardRock-Tempeln tanzte man zu „Talk To The Moon“ oder „Twisted“ vom PINKCREAM69, ohne BONFIRE hätte man wohl kein Kuschelrock-Album verkaufen können – so mancher lächelt noch heute wehmütig und glücklich bei „Give It A Try“ – und SINNERs „Knife In My Heart“ war Kult auf jeder Rockparty. Die Welt eines heranwachsenden Metallers war in Ordnung.

Nahezu dreizig Jahre später treffen sie sich alle wieder in der kleinen heilen Welt von Pyras, einem wunderhübschen Ort in Mittelfranken, in dem man das Beständige schätzt und sich alljährlich im Biergarten der ansässigen Landbrauerei zu Pyras zur Classic Rock Night einfindet. Genaugenommen tun das etwa 4000 Besucher jedes Jahr! Nimmt man aus dem letztjährigen Line-Up noch ACCEPT und AXXIS dazu, hat man dort ein großes Stück deutscher Musikgeschichte zusammengetrommelt.

Besonders gespannt war man auf SINNER. Jahrelang war Leader Mat Sinner mit großen Projekten wie ROCK MEETS CLASSIC oder seinen Bands Voodoo Circle oder Primal Fear unterwegs, so dass SINNER an sich etwas zu kurz kam. Die Zuschauer wurden nicht enttäuscht! SINNER legte bei hochsommerlichen Temperaturen los wie die Feuerwehr. Erster Hinkucker war eine eigene Bar auf der Bühne: auch eine Methode bei gefühlten 40° in der Halle. Bei all den Klassikern dauerte es eine Weile bis DER eine Song kam, auf den alle gewartet hatten: „Knife In My Heart“! Die Begeisterung des ohnehin schon locker gut gelauten Publikums erlebte seinen ersten Höhepunkt! Maßgeblich am Erfolg der guten Show beteiligt war Sasche Krebs aus dem ROCK MEETS CLASSIC-Ensemble, dessen eingängiger Gesang perfekt zu den Songs passte. Mal sehen, ob das eine dauerhafte Sache werden könnte!

 

Es ging genauso kultig weiter. PINK CREAM 69 eröffneten mit „Keep Your Eye On The Twisted“. Sänger David Readman und seine Mitstreiter (mit Dennis Ward und Alfred Koffler übrigens noch zwei Gründungsmitglieder mit dabei) legten mit „Lost In Illusions“ und „Talk To The Moon“ mächtig nach. PC69 ließ dabei nichts anbrennen und powerte sich durch die 15 Songs umfassende Setlist bis „Welcome The Night“ und „Shame“ den Auftritt beendeten. Die Pyraser waren zufrieden.

 

Bei BONFIRE gab es trotz massiver Infos des Veranstalters ein paar überraschte Gesichter. Eigentlich stand als Co-Headliner U.F.O. auf dem Programm, die aber leider kurzfristig auf Grund ernster gesundheitlicher Problem absagen mussten. Was folgte, beschrieb Konzertchef Peter Harasim wie folgt: „Von Anfrage bis zur Zusage in 23 Minuten“. Dies ist umso erstaunlicher, weil BONFIRE von allen Bands an diesem Tag sicher die Konzert-freudigste ist. Aber es hat geklappt und es sollte sich als Volltreffer erweisen. Dabei sind die Zeiten bei BONFIRE derzeit – manche mögen sagen alles wie gehabt – etwas turbulenter. Am Jahresanfang erst der Drummerwechsel von Harry Reischmann zu Tim Breideband , kürzlich die Trennung vom Amerikaner David Reece back to the roots zu Michael Bormann, der in Pyras aber noch von Alexx Stahl vertreten wurde. Zuviel auf einmal ? Egal ! BONFIRE wäre nicht BONFIRE, wenn man das auf der Bühne nicht wegstecken könnte. Und so lieferte das Quintett eine absolut professionelle Show ab. Der Beginn mit „Strike Back“, „Never Mind“ und besonders dem All-Time Klassiker „Don’t Touch The Light“ gab gleich die Richtung vor. Immer Vollgas! Sprach ich im Intro noch von „wehmütig und glücklich“? Ja auch diese Momente kamen bei BONFIRE nicht zu kurz. „Give It A Try“, das bei den letzten härteren Festivals nicht in der Setlist war und „You Make Me Feel“ ging vielen auch nach einem Vierteljahrhundert noch nach. Wo da wohl die Gedanken bei den einzelnen Besuchern waren? „Sword & Stone“, „S.D.I.“, „Sweet Obsession“, „Ready 4 Reaction“ bis hin zum Abschluß mit „Champion“ – wohl dem, der so ein Klassikerrepertoire sein eigen nennen darf.

Headliner des Abends war AXEL RUDI PELL. Nach seinem denkwürdigen Auftritt beim Bang Your Head 2014, an dem er in großem Stil das 25-jährige Jubiläum dieser Band feierte, war „ARP“ natürlich die große Nummer dieser Classic Rock Night. Die Bühnenshow überließ der ruhige Bochumer an der Gitarre eher seinen kongenialen Mitstreiter Ferdy Doernberg an Keyboard und vor allem Johnny Gioeli, dessen Stimme seit fast 20 Jahren diese Band „Axel Rudi Pell“ ausmacht. Wie ein Irrwisch beackerte er die Bühne in Pyras. Er gibt Songs wie „Fool Fool“ oder „Masquerade Ball“ ein Gesicht. Zusammen mit der filigranen Spielkunst eines Axel Rudi Pell war es der Höhepunkt des Festivals.

 

Eingerahmt vom Opener „Bullet Inside“ und dem Midnight Special „Graham Bonnet“ ging ein rauschender Festivaltag in Pyras zu Ende. Ich bin sicher, die meisten der knapp 4000 Besucher werden auch im nächsten Jahr wieder kommen.

Text und Fotos: Matt Bischof, www.mattbischof.de

29.12.2015

KnockOut Festival 2015 Karlsruhe – so geht Festival!

Es gibt im Dezember zwei Dinge, auf die sich Rockfans zumindest im süddeutschen Raum freuen: Weihnachten und das KnockOut-Festival in Karlsruhe (Anmerkung der Redaktion: Ok, dieses Jahr darf man auch STAR WARS VII dazuzählen). Bereits zum achten Mal verwöhnten die Veranstalter ihre Besucher mit ausgewählten Rock-Köstlichkeiten.
Den Anfang machten ORPHANED LAND aus Israel, die hierzulande, obwohl schon lange im business, eher unbekannter sind und Metal mit folkloristischen Tönen ihres Heimatlandes paarten. Am frühen Nachmittag dieses Festivaltages dauerte es ein wenig bis der Funke auf die langsam eintrudelnden Metaller übersprang. Verabschiedet wurde das Quintett aber mit freundlichem und wohlwollendem Applaus.

Es erwies sich als sehr guter Schachzug der Veranstalter als zweites eine von Deutschlands besten Livebands zu präsentieren. AXXIS, dem KnockOut schon von Anfang an verbunden, heizten die Besucherschar derart auf, daß es die folgenden Bands wahrlich schwer hatten, dieses Level zu halten. Die Mannen um Bernhard Weiss, jahrelanger Kommentator des Festivals, spielten ihre über 25 Jahre Bühnenerfahrung aus und brillierten besonders mit den Klassikern „Kingdom Of The Night“, „Livin‘ In A World“ und „Little Look Back“. Die Halle kochte zum ersten Mal richtig!

Es folgte etwas wohl Einmaliges: RAGE meets REFUGE. Die Geschichte dürfte bekannt sein: während der Spannungen bei der 30-Jahre RAGE Tour gründete Urmitglied Peavy Wagner REFUGE mit den alten Mitgliedern der Anfangszeit von RAGE, tourte mit beiden Bands, wechselte dann die Musiker von RAGE komplett aus und startet nun neben REFUGE auch mit einer neuen RAGE Besetzung. Man möge mir verzeihen, daß in der Kurzzusammenfassung das eine oder andere Detail fehlt oder salopp formuliert wurde, jedenfalls standen beim  KnockOut wohl einmalig alle Musiker der beiden Bands, zeitweise sogar gemeinsam auf der Bühne. Den Anfang machten die Neuen: neben Peavy begannen Gitarrist Marcos Rodriguez und am Schlagzeug Vassilios „Lucky“ Maniatopoulos. Ich persönlich hätte mir die RAGE/REFUGE Metamorphose eher von alt nach neu gewünscht um eine neue RAGE Zukunft einzuläuten, aber dafür bekam ich während der erlaubten Fotografierzeit wenigstens die neue Besetzung erstmals vor die Linse! Funktioniert hat das Experiment alle mal, die Stimmung unter den Zuschauern war sehr gut.

Nummer vier im Line-Up war die dänische Party Band D-A-D. DISNEYLAND AFTER DARK alias D-A-D taten dann auch das, was man ihnen aufgetragen hatte: abrocken, feiern und Spaß verbreiten, allerdings ohne dabei wirklich stimmungsmäßig an AXXIS anknüpfen zu können.

Beim folgenden Co-Headliner ging bereits bei der Verpflichtung ein Raunen durch die Szene. Der ehemalige QUEENSRYCHE Mastermind Geoff Tate verbarg sich hinter dem für viele unbekannten Bandnamen OPERATION MINDCRIME. Aber halt, Operation Mindcrime? klingelte es da manchem, als er die ersten Töne hörte? „Hello? Helloho!“ Das QUEENSRYCHE-Album „Operation Mindcrime“ gilt als eines der besten Rockalben der Geschichte und schnell wurde klar, daß Geoff Tate das Album an diesem Abend komplett zelebrieren würde. Mit einer gigantischen Begleitband, u.a. Bassist John Moyer (DISTURBED), Simon Wright (AC/DC, DIO) und Scott Moughton liess er schnell seine ehemaligen Mitstreiter vergessen und lief selbst stimmlich zu alter Hochform auf. Die junge Irin  Clodagh Kearney übernahm gekonnt die Rolle der „Suite Sister Mary“. Nach über 25 Jahren dieses Album nochmal komplett live vorgetragen bekommen war definitiv ein Riesenhighlight des diesjährigen KnockOut-Festivals.

So mancher Headliner hätte nach dieser Demonstration wohl am liebsten eingepackt, zum Glück stand aber noch ein ganz großes Stück deutscher Metalhistory auf der Liste. BLIND GUARDIAN gab zum Abschluß nochmal volle Breitseite mit Druck, Tolkien und jeder Menge Klassiker. Doch bevor ein großer Festivaltag mit „Bard’s Song“ und „Mirror, Mirror“ zu Ende ging, zogen die „blinden Wächter“ aus Krefeld noch alle Register einer großen Metalshow und beanspruchten die Schulter- und Genickmuskulatur der über 3000 Besucher in gebührendem Maße. Für 2016 wurde bereits SALTATIO MORTIS als erste Band bestätigt!

Matt Bischof, www.mattbischof.de

06.09.2015

NAU-Rock 2015 mit DIE HAPPY

Bereits zum 25. Mal (!) findet in Langenau in der Nähe Ulms ein kleines aber feines Festival statt: das NAU Rock Open Air.

naurock Dieses Jahr waren mit Pig-Ass and the Hoodlums, AIDA, VAN HOLZEN, Queen Revival Band und DIE HAPPY fünf starke Bands am Start.

Aus terminlichen Gründen war es mir leider erst möglich zum Headliner zu erscheinen, aber selbst dieser Auftritt ist es Wert gewesen, hier auf music2u über das Festival zu berichten. Ein wohl organisiertes Party fand mit DIE HAPPY, einer tollen Band mit Ulmer Wurzeln, ihren verdienten Höhepunkt. Sängerin Marta Jandová betonte, daß ihre groß angelegte Sommer Tour mit dem NAU-Rock zu Ende gehe… nachdem sie am Vortag begonnen hatte. Ja, DIE HAPPY haben sich rar gemacht und brauchten eine Pause. Umso schöner, daß zumindest das Konzertpublikum in Langenau in den Genuß kam. Eine sichtlich gut aufgelegte Band brauchte bei einer Routine von über 1000 Auftritten auch nicht lange um die Besucher auf Hochstimmung zu bringen. Auch wenn der Wettergott es mit den Veranstaltern nicht allzu gut meinte, so konnten DIE HAPPY die kurzen Regenschauer komplett vergessen machen. Danke DIE HAPPY, danke Langenau und vor allem Danke an das NAURock Veranstaltungsteam!
Und nun viel Spaß mit den Bildern…

Matt Bischof

 

 



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