26.11.2012

KAMELOT EUROPEAN TOUR 2012

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Große Erwartungen und ein kleines Risiko Am 17.11.2012 gastierte Kamelot auf ihrer diesjährigen Silverthorn-Tour in der Music Hall in Geiselwind und leistete sich dabei den mehr…

17.10.2012

Masters of Rockantenne 2012

Ich habe es letztes Jahr gesagt und wiederhole mich dieses Jahr gerne wieder: Das Masters of Rockantenne ist eines der bestorganisierten und angenehmsten Musikfestivals, das mehr…

01.09.2012

Summer Breeze 2012 … oder auch Petrus ist Metaller!

Auf einen Nenner gebracht:  4 Tage, 100 Bands, 30.000 Besucher, tropische Hitze  -> ein RiesenSpaß!

Auf Grund der vielen Bands, aber auch wegen der Vergaberichtlinien für die Fotopässe war es sicher nicht möglich alle Bands zu fotografieren, daher von mir eine persönliche Auswahl an Bands sowie Einzelbilder unter „Impressionen“.

Als eines der größten deutschen Metal-Feste hat sich das Summer Breeze, das mittlerweile zum 15. Mal ausgetragen wurde, längst etabliert.

Und so pilgerten aus dieses Jahr wieder über 30.000 Musikliebhaber in das schöne und beschauliche Dinkelsbühl in Franken. Sie sollten es nicht bereuen. Die fleißigen Helfer vom Summer Breeze erschufen quasi auf einer Wiese eine eigene kleine Welt, logistisch und organisatorisch durchdacht. Allein das verdient höchsten Respekt.

Dazu gesellte sich das „Who is Who“ der musikalisch härteren Gangart  zusammen mit ein paar „Melodie-orientierteren“ Bands wie Within Temptation oder Epica *gg*.
Fotografisches Highlight war sicherlich EPICA, hier stimmte vom Licht her alles, auch die Sonne begann erst danach  „durchzubraten“.

Musikalische Highlights waren Within Temptation (mit Charme) und wieder einmal Amon Amarth (mit Pyro), während Oomph hingegen mit seinen/ihren Sprüchen nur bedingt beim Publikum ankamen.

Viel Spaß mit den Bilder von music2u.de

EPICA

Iced Earth

Crowbar

Dew Scented

Mystic Prophecy

Mono Inc.

Lacuna Coil

Paradise Lost

Sepultura

Amon Amarth

Within Temptation

Impressionen

20.08.2012

Amphi Festival – Sonntag 22.07.2012

Auf einem Bein kann man ja bekanntlich nicht stehen und so kann man auch mit nur einem Festivaltag wohl nicht gut über die Runden kommen.
Tag 2 schloss sich mit einem grandiosen Auftakt direkt an den fabelhaften Samstag an.
Opener dieses zweiten und letzten Festivaltages waren LORD OF THE LOST auf der Mainstage.
Trotz der noch „nachtschlafenden“ Zeit von 12 Uhr waren bereits lange Zeit vor Beginn viele vor der Bühne versammelt. Neben den harten Fans und bekannten Gesichtern fanden sich aber auch einige interessierte Frühaufsteher. Alle sollten für ihren Einsatz belohnt werden.
Pünktlich um 12 Uhr startete nach einer Ansage durch FRANKIE das Intro „Live Today, Die Tomorrow“, genau wie der Titel der Single die es ab 10.08. zu kaufen gibt. Die Hamburger hatten von der ersten Sekunde an einen tobenden Kessel vor sich und es gab vor allen bei den weiblichen Fans kein Halten mehr. Leider ist der erste Slot des Tages nur 30 Minuten lang, so dass man sich auf das Wesentliche beschränken musste. Alle 5 Jungs sind wirklich eine Augenweide und mangels Zeit trat z.B. Bassist Klaas gleich von Anfang an „oben ohne“ auf, denn die Zeit zum Ausziehen blieb ja nicht.
Alle waren stilsicher geschminkt mit schwarzer und roter Körperfarbe, Akzente mit Cowboyhut und hochhackigen rot/schwarzen Stiefeln setzte zudem Frontmann CHRIS HARMS.
Eine klasse Show und 110% Körpereinsatz ließen die Zeit wie im Flug vergehen. Auch der auf dem neuen Album erscheinende Song „Blood for Blood“ schlug richtig gut ein und könnte sich zum neuen Publikumsliebling entwickeln. Auch den letzten Anwesenden hatten LOTL mit ihrem Cover von Amy McDonalds „This ist he Life“ abgeholt. Trotz des kurzen Auftritts ließ es sich Chris nicht nehmen Kontakt zu den Fans zu suchen und kletterte auch mit seinen Stiefeln auf die Absperrung um gemeinsam zu feiern. „Sex on Legs“ war dann der letzte Song und es wurde noch einmal das LOTL Stoßgebet im Chor gebrüllt.

Man war definitiv wach nach dieser Überdosis Testosteron und wenn ein Tag so beginnt, kann er nur genial weiter gehen!
Im Staatenhaus machten die Münchener SCHÖNGEIST den Anfang. Charismatisch wie eh und je gelang es Frontmann TIMUR im Handumdrehen die Leute zu begeistern und auch hier tönte ein kraftvoller Rock durch die Hallen und machte die Leute erst einmal wach. Auch hier blieben nur 30 Minuten, die SCHÖNGEIST aber durchaus zu nutzen wusste um ihre neuen Werke an den Mann und die Frau zu bringen.

Draußen ging es mit SOLAR FAKE, einem weiteren Projekt um Sven Friedrich, weiter. Die Partystimmung wie sie bei Lord oft he Lost herrschte konnte leider nicht ganz auf dem Niveau gehalten werden, aber dennoch machte die 2-Mann-Show ordentlich Druck und versuchte alles um die Besucher zu animieren. Die Alltime-Klassiker „No apologies“, „TheShield“ oder „Broken Grid“ fanden guten Anklang und wurden mitsingender und klatschender Weise gut unterstützt. Vom neuesten Album „FRONTIERTS“ gab es auch auf die Ohren, so z.b. „More Than This“, „The Rising Doubt“ und „Under the Skies“

Mit WHISPERS IN THE SHADOWS spielten im Staatenhaus auf. Nach Schöngeist war es hier etwas leerer geworden, füllte sich aber mit laufendem Set der Österreicher wieder. Sänger Ashley Dayour schlug leise Töne an und man selbst konnte sich einem seichten Zuhören hingeben. Mal etwas Abwechslung nach dem ganzen Rock ´n Roll. So richtig Publikumsstimmung wollte aber nicht aufkommen, was wohl aber eher am Typ der Musik als an den Leuten gelegen hat.

Wieder an der Mainstage angekommen spielten dort AESTHETIC PERFECTION auf. Eine Band die wohl so mancher nicht auf dem Zettel hatte. Für mich die Überraschung des Festivals! Im Jahr 2009 trat Aesthetic Perfection als Vorband für Combichrist auf ihrer Demons on Tour Tournee in den USA und Europa auf und beide Bands sind auch auf dem Amphi nicht zu trennen. Abbey Nexx (Gitarre Combichrist) filmte und fotografierte während des Auftritts von der Bühne aus und später am Abend half Keyboarder Elliott Berlin als Stage Hand beim Combichrist Auftritt.
Frontmann Daniel Graves überraschte mit einer energiegeladenen Performance und seiner markanten Stimme. Wohl auch der Grund warum ich THE OTHER im Staatenhaus verpasste und mit hier den gesamten Auftritt ansehen musste. Meine Notizen sagen: Pfeil nach oben und 2 Ausrufezeichen. Das beschreibt es eigentlich auch. Viel Rock, etwas Elektro, tiefgründige Texte und Emotionen in der Stimme gemischt mit viel Gefühl. Man spürte die Leidenschaft die dahinter steckt, nicht zuletzt durch ausdrucksstarke Bewegungen von Daniel, Akrobatik mit dem Keyboardständer von Elliott und Drummer Tim van Horn der ebenfalls alles gab. Ob man wollte oder nicht, diese Darbietung riss jeden mit und bis in die letzte Reihe wurde gefeiert.

So warteten wir gleich weiter im Freien, wo es nebenbei gesagt der Wettergott echt gut gemeint hat und mit angenehmen 25 Grad und Sonnenschein das Festivalerlebnis perfektionierte, bis sich die Rammstein Tribute Band STAHLZEIT präpariert haben. Mangels Bühnengröße und Höhe konnten die richtig starken Geschütze wie brennenden Engelsflügel dicht aufgefahren werden, aber auch so hatte man nach kürzester Zeit vergessen dass es nicht RAMMSTEIN war die da vor einem spielten. Authentisch und Formation, Show und Gesang überzeugten die 6 Mann von Anfang an. Viel Pyro, Feuer und Rauch machte auch zu dieser nachmittäglichen Lichtstimmung richtig Spass.

In eine andere Zeitepoche hingegen ging es im Staatenhaus bei COPPELIUS zurück. Das Berliner Herrenzimmer um Frontmann Max Coppella veranstaltet wie immer wohl gesittet eine wundervolle Konzertreise. Butler Bastille gab sein Bestes um den Herren den Auftritt so bequem als möglich zu gestalten. Die Besucher waren ebenfalls entsprechend in Abendgarderobe, Zylinder und Seidenmantel gekleidet, ebenso stilvoll wie die Musiker auf der Bühne. Kontrabassist Sissy Voss streckte wie eh und je ungezügelt die Zunge mehrfach dem Publikum heraus, Grad Lindorf am Cello schüttelte das lockige Haar wie es ihm beliebte. Eine schöne Aufführung mit Liedstücken aus allen Epochen der Existenz seit 1997.

An der Mainstage wurde es nicht weniger spannend. Kletterkünstler Rogue und die CRÜXSHADOWS spielten nun hier auf. Ebenfalls durch FRANKIE anmoderiert boten die 7 Bandmitglieder inkl. Tänzerinnen eine spannende Show. Jeder Song war anders choreografiert, ob synchron, asynchron oder partnerschaftliche Akrobatik…. Das Zusehen wurde nicht langweilig. Auch die Mischung zwischen Elektroparts in der Musik und durch das Keyboard gepaart mit den klassischen 2 Geigen zauberte eine besondere Stimmung. Rogue bahnte sich schon zu Beginn seinen Weg zur Bühne durch das Publikum und auch während des Sets stand er Publikumsnah an der Absperrung, wenn er denn nicht gerade wieder in weiten Höhen über der Bühne kletterte und von oben die Zuschauer besang.

Eine wirkliche Rarität war der Auftritt von 18 SUMMERS, die sich nicht allzu oft auf Festivals blicken lassen. Aber durch das neu erschienene Album macht ein Besuch vor sicherlich Sinn. Das Staatenhaus war gut gefüllt, die Beleuchtung inkl. Bühnenbild war stimmungsvoll arrangiert.
Interessante Requisite war der Notenständer und Getränke- und Handtuchhalter von Felix Flaucher, welcher schimmernd in Gold mit einem Totenkopf verziert immer wieder die Blicke fing.
Trotz des ruhigen, gefühlvollen und melancholischen Stiles wurde zwischen den Songs richtig losgejubelt. Die Fans waren definitiv zufrieden.

Ein weiteres Highlight des Abends boten MONO INC. auf der Mainstage. Mittlerweile war es 17:30 Uhr und routiniert begeisterten die Hamburger um Frontmann Martin Engler ab der ersten Minute. Viele Fans in der ersten Reihe standen bereits Stunden zuvor um sich ihre Pol-Position zu bewahren.
Eine tolle Show, Standartelemente wie das Schlagzeugersolo vom Katha Mia, das Fanvideo fürs Tourtagebuch oder die Akustikeinlage von Iggy Pops „The Passenger“ animierten das Publikum zum kräftigen Mitmachen. Allerdings war das Publikum nicht so ganz textsicher, sehr zum Ungenügen Martins. Trotz wohliger 25 Grad vollzog Martin Engler den Auftritt nahezu komplett im schwarzen Wollmantel, doch gegen Ende war die Stimmung so angeheizt, dass auch er den Mantel ablegen musste. Die vier Hamburger hatten sichtlich Spass, das Publikum ebenso. Ein guter Vorgeschmack auf die noch bevorstehenden DARK END Festivals mit Mono Inc, Lord Of The Lost, Unzucht und Megaherz/wahlweise Roterfeld im Herbst und Winter diesen Jahres.

Ähnlich selten wie 18 Summers begrüßten nun im Staatenhaus die Kanadier CONJURE ONE die Freunde des Electronic Ambiente/Trip Hop. Für mich völlig unbekannt versprach ein auswendiges Bühnenbild mit 3 großen LED Wänden viel. Die Stimme der blonden Sängerin, deren Name nicht bekannt ist, harmonierte wunderbar mit Lichtshow und Musik. Kopf der Formation Rhys Fulber griff ebenfalls zeitweise zum Mikrofon, was entsprechend bejubelt wurde. Das Set fand sein Ende mit dem Song „Silence“ welcher noch aus ehemaligen Zeiten mit Delerium stammt und den Abend gelungen abrundete. Es jagte ein Highlight das nächste und so ging es zurück zur Mainstage.

Denn hier haben bereits BLUTENGEL mit großem Fahnenmonument die Bühne betreten. Eine tolle Show, die Alles in Allem auch neue Elemente bot die binnen 70 Minuten gezeigt wurden. Chris Pohl wurde zudem noch von Ulrike Goldmann gesanglich und im Schauspiel miteinander unterstützt, der gemeine Festivalbesucher wusste vor lauter Interaktion manchmal gar nicht wo er zuerst hinschauen sollte. Erotik und Klischee waren wieder vertreten, sei es mittels der Blutdusche einer entblößten Tänzerin oder die choreografierten Stippeinlagen der Tänzerinnen. Standard in Anzug, mit weißen Kontaktlinsen und mit Notenständer bot Chris Pohl das Set souverän dar. Nach langer Zeit mal wieder live gesehen und für mich zwar im Großen und Ganzen nichts Neues, aber dennoch sehenswert.

Vorweg genommen, AND ONE als Headliner auf der Mainstage habe ich leider verpasst um das gesamte Konzert vom COMBICHRIST im Staatenhaus zu verfolgen.
Und das war ein absolutes Brett! 70 Minuten Show, Faszination, Party, Schweiß, unvorhergesehene Aktionen auf und vor der Bühne. Ein richtig geniales Konzert, das schon zu Anfang dicke Bonuspunkte sammeln konnte.
Denn COMBICHRIST sind ja immer etwas speziell und für Überraschungen gut. Und so traten sie in Ganzkörper-Tierkostümen auf! Andy als Affe, Shaun als Tiger, Z-Marr als Gorilla… Diese haben sie durch Zufall kurz vorher auf ihrer derzeitigen tour erstanden und das Amphi schien der perfekte Ort um sie einzuweihen.
Die Fanscharen waren hoffentlich alle rechtzeitig eingetroffen, denn das Staatenhaus war rammelvoll und bis auf den letzten Platz besetzt. Hitzige Atmosphäre macht sich breit und dabei hatten Combichrist noch nicht einmal begonnen! Nach dem Intro und dem Erscheinen der 5 Jungs in ihren Kostümen entlud sich diese Spannung und alles war einfach im Fluss. Frontmann Andy LaPlegua war in seinem Bewegungsdrang nicht zu stoppen und tobte sich auf und vor der Bühne aus, Joe Letz massakrierte sein Schlagzeug und zerlegte es immer wieder in seine Einzelteile. Wieder mit dabei an Keyboard und Drums ist Shaun Frandsen, der gern mal mit Drumstick und Bekcen über die Bühne tobte oder sich mit selbigen auf dem Boden wälzte.
Ebenfalls dabei Gitarren-Koryphäe und Gelenkigkeitswunder Abbey Nex und Z Marr, der leider etwas eingebaut die wenigste Bewegungsfreiheit hatte. Richtig arg Gänsehaut aber war beim letzten Song „Never Surrender“ dabei. Denn trotz der enormen Lautstärke der Boxen brüllte as Publikum wesentlich lauter „We rise from the Ashes“ mit… eine absolute Naturgewalt auf und vor der Bühne entlud sich! Die „Umbaumaßnahmen“ und Zerstörungsaktionen wurden natürlich nach altem Combichrist Stil auch hier gezeigt und umgesetzt.
Dieses ganze Chaos war amüsant, aufregend und in jeder Sekunde spannend, so dass dieser Gig wohl nie hätte enden sollen. Im Nachhinein bewerteten Combichrist selbst diesen Auftritt als den besten seither! Andy betonte dies immer wieder mit „Danke Amphi“.

ES blieb keine Zeit zum Luftholen, denn der nächste Headliner und Abschlusskandidat des diesjährigen AMPHI Festivals war kein geringerer als PROJECT PITCHFORK.
Die anwesenden und abwesenden Pitchies verwirrten jedoch ein wenig. Dirk Scheuber fehlte, dafür war ein zweiter Schlagzeuger hinzugekommen. Witziger weise verglich Peter Spilles seine Stagezeit als letzter Act des Festivals mit der Möglichkeit, die „Festivalbesucher „zu Grabe“ bringen zu dürfen“. Nach dem Auspowern bei Combichrist und einem richtig stimmungsvollem Set von Pitchfork war man wirklich dem Tode näher als dem Leben. Die ansprechenden Lichteffekte und Tanzeinlagen von Peter animierten zusätzlich, auch wenn die Kräfte bereits langsam schwanden.
Doch auch nach dem regulären Set konnten die meisten den Hals nicht voll bekommen. Zugabehit „Souls“ als Gute-Nacht-Lied musste dann aber doch ausreichend sein.

Fazit:
Wie eh und je ein richtig geniales Wochenende, Veranstalter, Security, Standbetreiber etc. Alles lief Hand in Hand und war durchdacht. Minimale Verzögerungen oder kurzzeitige Absprachen fielen nicht weiter ins Gewicht. Das von vorn bis hinten hochkarätige Programm lies so manche Male den Mund offen stehen und sorgte für einige Überraschungen. Dieses Maß an Spaß, Freude, Erlebnisreichtum und guter Musik zu toppen könnte wirklich schwierig werden fürs kommende Jahr.
Vielen Herzlichen Dank AMPHI!

Autor / Foto: Mandy Privenau

Amphi Festival – Samstag 21.07.2012

Bereits zum 8ten Mal färbte sich das Gelände um den Tanzbrunnen in Köln schwarz. Mehr als 16.000 Besucher genossen am Wochenende des 21.07 und 22.07.12 bei super gutem Wetter ein grandioses Lineup!

SAMSTAG, 21.7.12
Bereits ab 10 Uhr war die Festival Crew bereit die Massen zu empfangen. Wie gewohnt verliefen Einlasskontrolle und Bändchen-Vergabe reibungslos und so konnte man sich in aller Ruhe erst einmal auf dem Gelände umsehen und orientieren, bis es dann pünktlich um 12 Uhr auf der Mainstage mit THE WARS los geht.
Sänger Chris Kowski leitete das Festivalwochenende mit seichten new Wave Klängen ein, zumindest die ersten 4 Reihen vor der Mainstage waren bereits von Anfang an gefüllt und die Laune war positiv. Einige wurden animiert zum Mitswingen, die meisten allerdings versuchten zu dieser Uhrzeit noch munter zu werden. Langsam kam auch die Sonne raus, die dieses Unterfangen wesentlich vereinfachte.

Der dauerhafte Wechsel zwischen Staatenhaus und Mainstage hat zur Folge, dass meist nur die ersten Songs angehört werden konnten, aber so können wir euch wenigstens über nahezu jede Band ein bisschen erzählen.

Weiter ging es nun drinnen mit EISENFUNK. Ungeduldig riefen die Fans schon vor Beginn der eigentlichen Spielzeit „EISENFUNk“ im Chors. Die Erwartungen waren groß! Hits wie „Duck and Cover“ oder „Pong“ ließen die Menge hüpfen und die Party konnte starten. Vom ersten Beat an tanzten und zappelten die Elektro- und Industrialmenschen im Takt, die lang geprobten Choreografien wurden zur Perfektion umgesetzt. Micha, Toni und Arthur gaben auf de rBühne alles um die Stimmung anzuheizen. Alles in Allem ein schönes Schauspiel mit leuchtenden LEDs und bunten Plastikschläuchen in den Haaren.

Etwas melodischer hingegen im Anschluss A LIVE [DIVIDED]. Es wurde laut und es wurde gerockt!
Frontmann Jürgen Plangger gewohnt lässig in Lederjacke konnte auf einen richtig gut gefüllten Platz vor der Bühne blicken, in den ersten Reihen waren schon einige Fans vertreten die unermüdlich Jürgens Animationen folge leisteten. Die Dauerbrenner „Doesn´t Count“, „Change“ oder „Heart on Fire“ pushten die Stimmung noch einen Tick mehr. Überraschender Weise hatten die 5 Münchner auch einen Coversong dabei, die VNV Nation-Hymne „Perpetual“ wurde beeindruckend interpretiert und performt! Natürlich war im Graben auch Special Guest Alexx Wesselsky (EISBRECHER) anwesend und beäugte den Auftritt seines Gitarristen als Frontmann.

TYSKE LUDDER beschrieben ihren Auftritt gleich z Beginn treffenderweise selbst mit den Worten „einfach geil!“. Denn das war es! Eine große Anhängerschar hatte den Weg zurück ins Staatenhaus gefunden, wo mittlerweile zur wachsenden Begeisterung auch die Innentemperatur anstieg. Die Jubelschreie nach jedem einzelnen Stück rissen nicht ab, wohl auch weil die durchaus als tabulos zu bezeichnende Bühnenshow durchaus sehenswert war. Claus Albers robbte auf dem Boden herum, in Zwangsjacke und maskiert performte er energiegeladen wie eh und je. Zwischendurch kam es zum Gastauftritt von Jay Smith (Deviant UK) der Claus in einem Song musikalisch unterstützte.

Outdoor luden nun SPETSNAZ ein mit ihnen zu feiern. Die EBMer aus Schweden sind Meister im Grimassenschneiden und beeindruckten durch eine energiegeladene Performance im weißen StandartJäckchen. Der Sound der 80er Jahre EMB Schiene wurde gut durch das Duo in die heutige Zeit transportiert. Song waren u.a. „Allegiance“, „Apathy“ und „Degenerates Ones“, wo im Publikum schon ordentlich mitgesprungen wurde, aber dennoch gesittet gefeiert werden konnte.

Kurz darauf folgen X-RX, welche bereits einmal das Amphi Festival eröffnen durften. Die Jungs hatten hier in Köln ihr Heimspiel und haben im Vergleich zum letzten Amphi-Auftritt einen großen Sprung nach vorn gemacht. Es tat gut diese frische und lebendige Show zu sehen, die Freude stand die beiden ins Gesicht geschrieben. Vom ersten Takt an wurde wieder choreografiert getanzt. CyReX und Sine-x animierten die Leute und ließen sich auch von einem kurzen Laptopproblem nicht aus der Ruhe bringen. In meinen Augen war dies ein absolut gelungener Auftritt mit einer deutlich anwachsenden Fangemeinschaft!

Bei MIND IN A BOX ist nicht wirklich viel auf der Bühne zu sehen. Der Wechsel von Frontmann Stefan Poiss zwischen Mikroständer und Keyboard ist wenig spektakulär und die meiste Zeit hat er ohnehin die Augen geschlossen und konzentriert sich mehr auf die Musik als auf das Publikum. Das spannendste war das Wechseln einer gerissenen Gitarrenssaite. Der seichte Future Pop brachte die aufgeheizten Elektrogemüter wieder etwas runter und lies sie neue Kraft sammeln, denn der Abend war noch lang!

Es geht Schlag auf Schlag. SEABOUND begeistern nun anschließend das Publikum und ich bin überrascht wie man diese doch ruhige und nachdenkliche Musik derart kraftvoll mit viel von links nach rechts springen performen kann. DAS Publikum belohnte die Bemühungen von Frontmann Frank M. Spinath nach jedem Song mit gebührendem Applaus.

Auch ein bisschen Abwechslung darf nicht fehlen und so wurde nun mit mittelalterlichen Klängen von CORVUS CORAX mal stilistisch etwas ganz anderes geboten. Die Spielleute setzten den Auftritt ganz unter die Thematik nordischer Sagen und boten mit Dudelsack, Schalmei, Trumscheit oder Drehleier allerhand Abwechslung. Bereits 1989 gegründet haben sie noch immer das „alte Feuer“ auf der Bühne, da war richtig Betrieb! Frontmann Castus Rabensang und alle weiteren 6 Anwesenden boten eine Show der Extraklasse.

Nachdem ich ASSEMBLAGE 23 leider verpasst habe ging es gleich an der Mainstage weiter mit CAMOUFLAGE. Standesgemäß im weißen Anzug präsentierte Marcus Meyn und Band ein schönes, rundes Synthi-Pop Set. Der wohl größte Hit seit ihre Karriere 1983 startete wurde mit „Love is a Shield“ weit hinausgezögert und brachte die Massen zum Ende hin noch einmal in Rage. Schön war die Bühnengestaltung mit einem riesen großen Hintergrundbild und Frauenaugen, die einen in ihren Bann zogen und hypnotisierten. Mit „The Great Commandment“ endete aber auch dieses Set nach immerhin einer geschlagenen Stunde Nostalgie.

Im Staatenhaus ging es weiter mit „Gutem, reinen Elektro“, wie es Daniel Myer von HAUJOBB selbst deklarierte. „Ohne Firlefanz in den Haaren und ohne Knicklichter“ waren seine Worte um das Publikum zu begrüßen. Der neu vorgestellte Song „Let´s drop bombs“ kam richtig gut an und wurde wohlwollend mit starkem Applaus gewürdigt. Der Kracher „Dead Market“ durfte natürlich auch nicht fehlen.

Der erste richtig große Headliner des Festivals bestellte die Scharen bereits ab 18:55Uhr zur Mainstage. EISBRECHER brachen mit der kuscheligen Nostalgieatmosphäre und wollten etwas Rock in den ersten Festivaltag bringen. Zur Einstimmung genehmigte sich Frontmann Alexx Wesselsky einen großen Schluck puren Wodkas und als Special zum Amphi 2012 führte er die „Publikumskamera ein. Während des gesamten Auftritts wurde diese herum gegeben, die Fans filmen sich und den Auftritt…. Erstaunlicher Weise kam die Kamera zum Ende auch wieder zur Crew zurück!
Unveränderte Entertainer Qualitäten überzeugten das gesamte Set über, sei es das Alex Schlagzeuger Achim über die verschwitzte Glatze leckte oder Gitarrist Jürgen voller Inbrunst mit dessen Kopf in beiden Händen einen dicken Kuss auf die Lippen gab. Die Stimmung war umwerfend! Der Kontakt und die Kommunikation ist EISBRECHER schon immer äußerst wichtig gewesen und so lief Alexx bei „MISTSTÜCK“ auch gern ein paar Meter zum Rollstuhlpodest um in der Menschenmenge zu feiern. Da blieb auch ein armer Sanitäter in Bühnengraben nicht verschont und musste kurzzeitig mitsingen!
Ebenfalls Standard ist das Verabschieden der Fans mittels ins Publikum geworfener Eisbärchen oder verteilter Rosen.

Ein riesen Tohuwabohu wurde bereits den ganzen Tag über gemacht, denn SISTERS OF MERCY gaben sich die Ehre. Ehrlich gesagt konnte ich diesen Trubel nicht nachvollziehen. Der Auftritt was mittelmäßig. Die Songs die wirklich rockten waren alte Klassiker á la „This Corrosion“ oder „Temple of Love“ , und optisch konnte man, sollten die Briten wirklich gerockt haben, leider sehr wenig erkennen, da der Nebel so exzessiv genutzt wurde wie bei keiner anderen Band zuvor. Lichtstimmung blieb aus, es verschwamm alles zu einem großen, grauen Ganzen. Den Zenit ihrer Karriere hat die bereits 1980 gegründete Band um Frontmann Andrew Eldritch bereits überschritten. Aber mit entsprechendem Namen ist eben auch 20 Jahre nach dem letzten Album eine Headlinerposition bei einem solchen Festival drin.

Nachdem die Skandinavier APOPTYCMA BERZERK ohne mich zuvor das Staatenhaus gerockt haben fand der erste Festivaltag seinen Abschluss mit DAF. Das Düsseldorfer Projekt gibt es schon seit 1978 und ist somit die an Bandjahren älteste Band auf diesem Festival. Gabi Delgado-López gab alles einen schönen Festivaltagesabschluss zu schaffen, so z.b. mit „Verschwende deine Jugend“. Er selbst sprang rum wie ein junges Reh, verbrauchte einige Liter Wasser die zur Abkühlung über seinen Kopf flossen und da die Menge nicht willig war heim zu kehren wurden zum Ende des Sets das bereits zuvor gehörten „Tanz den Mussolini“ erneut gespielt.

Henke

Autor / Foto: Mandy Privenau

08.06.2012

NDR 2 Plaza Festival 2012

NDR2 Plaza Festival

Wie üblich am Freitag des ersten Juniwochenendes war es wieder so weit: Das Plaza Festival von NDR2 rief und ~ 18.000 Fans kamen um ein mehr…

24.05.2012

DJ Bobo: Dancing Las Vegas in Neu-Ulm

DJ Bobo

20 Jahre DJ Bobo…  die 20 Jahre merkt man ihm an: im Positiven! In Zeiten von gecasteten Supersternchen ist es eine Wohltat einen echten Profi mehr…

Kissin‘ Dynamite im Rocks

Kissin Dynamite

Energie und Spielfreude pur Kissin‘ Dynamite, angekündigt als „Schwäbische Metal-Power“ überzeugten im Nersinger Rock-Club „Rocks“ auf ganzer Linie. Bei einem bunten Mix aus den drei mehr…



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