27.10.2018

10 Years Anniversary of Vorna

Vor einiger Zeit beim Scrollen durch Facebook, fiel mir eine Veranstaltung ins Auge: „10 Jahre Vorna“. Hmm, irgendwie kommt mir der Name bekannt vor, aber wo her? Ach ja, das ist die Band von der man mir schon so oft erzählt hat das ich sie sicher toll finden würde. Zehnjähriges Band Jubiläum, was könnte es für einen besseren Zeitpunkt geben mir die Band mal genauer anzuschauen (und natürlich auch anzuhören). Das Konzert ist ja auch noch direkt hier bei mir in Tampere und ich habe für den Abend noch keine Pläne, also warum auch nicht.

 

Als Support sind Drearyym am Start. An die erinnere ich mich noch, ist aber auch schon wieder eine ganze Weile her, dass ich die Jungs aus Lempäälä live gesehen hab. Zum Glück wusste ich noch vom letzen Mal, wie gut die Show schon vor fast zwei Jahren war, ansonsten käme ich bei einem Mix aus Melodic Death/Folk/Black Metal sicher nicht auf den Gedanken, dass mir die Musik gefallen könnte. Meines Erachtens haben sich die Jungs inzwischen noch deutlich gesteigert. Die sieben Songs, inclusive eines Tommi Läntinen Cover (Via Dolorosa) sind genau richtig um das Publikum anzuheizen, was auch dringend nötig ist. (Anmerkung: Ich finde es ja cool wenn auch Jungs stricken, aber während eins Konzertes – und zwar während die Band spielt – und das auch noch im vorderen Teil des Publikums, ist irgendwie etwas seltsam.)

Vorna hat dann leichtes Spiel die Zuschauer zu begeistern. Gut, die meisten Fans sind ja eh offensichtlich ihretwegen hier. Die Show ist ein Ausflug durch die Bandgeschichte, von alten Demos (Snowcovered Land) bis zu brandneuen noch nie gespielten Songs(Syvyydet) ist alles dabei. Für mich ist das ganze komplett neu, ich hatte zwar eigentlich vor, vor dem Konzert in ein paar Songs hineinzuhören, aber irgendwie hat sich das nicht ergeben und so bin ich ohne jegliche Vorstellung und völlig unvoreingenommen. So eine kleine Zeitreise durch die letzten zehn Jahre ist ja durchaus lustig und irgendwie spannend, andererseits bin ich auch noch nicht total begeistert. Ständig bräuchte ich keine Konzerte von Vorna, aber so  zum 15 Jährigen Jubiläum schaue ich gern mal wieder vorbei.

 

 

English:

A while ago, while scrolling through Facebook, I noticed an event: „10 years Vorna“. Hmm, somehow the name seems familiar but from where? Oh yes, that’s the band I’ve been told so many times that I would find them great. Ten year band anniversary, what better time could it be, for me to take a closer look at the band? Especially as the concert is right here in Tampere and I have no plans for the evening yet, so why not.

 

Support act is Drearyym. I still remember them, but it’s been quite a while since I saw the guys from Lempäälä live. Fortunately, I still knew from last time, how well the show was already nearly two years ago. Otherwise it wouldn’t come into my mind, that I could like a mix of melodic death / folk / black metal. In my opinion, the boys have meanwhile increased significantly. The seven songs, including a Tommi Läntinen cover (Via Dolorosa), are just right to heat up the audience, which is also urgently needed.  (Note: I think it’s kinda cool when guys knit too, but during a concert – and while the band is playing – in the front part of the audience, it’s kinda weird.)

Vorna then has it really easy to delight the audience. Well, most fans are anyway obviously here because of them. The show is a trip through the band’s history, there is everything, from old demos (Snowcovered country) to brand new never played songs (Syvyydet). For me, the whole thing is completely new. I intending to listen to a couple of songs before the concert, but somehow that did not happen and so I got to see the show completely unbiased. Such a small time travel through the last ten years is quite funny and somehow exciting, but on the other hand, I’m not totally thrilled. I wouldn’t need Vorna concerts all the time, I think maybe for the 15 anniversary it would be nice to attend a show again.

 

Copyright: Anna Brödel (https://www.facebook.com/theScarletMemoryPhotography/)

25.10.2018

Review Primal Fear, Riot V, Existance Kaminwerk Memmingen 29.09.2018

Die französische Band Existance war mir bis dato unbekannt. Das ist das schöne an solchen 3er Packages. Man sieht seine Lieblingsbands und kann gleichzeitig auch neue entdecken. Ich machte mich also recht unbedarft auf, um die Band zu fotografieren. Umso überraschter war ich, als ich die Jungs auf der Bühne sah. Ein Feuerwerk an Spielfreude, 80er Jahre Posing und Bewegung. Die Musik passt dazu wie die berühmte Faust aufs Auge. Hier wird 80er Jahre Heavy Metal geboten. Der Sänger/Gitarrist erinnert mich mit seinen Posen und Grimassen nicht selten an Steve Vai in seiner Filmrolle als Jack Butler in Crossroads – Pakt mit dem Teufel.
Ein sehr gelungener Auftakt. Diese Band habe ich ab jetzt auf meiner Liste.

Riot V enterten die Bühne mit genau so viel Spielfreude wie ihre Vorgänger Existance sie verlassen hatten. Es ist schön wenn eine Band ihre Message mit so viel Power und Freude nach außen trägt. Sänger Todd Michael Hall ist gesanglich in Höchstform und die Instrumentalfraktion lässt nichts anbrennen. Somit erleben wir von dieser Band wieder einen klasse Auftritt. Das einzige Manko ist das der Gig „nur“ 50 Minuten dauert. In dieser Form würde ich die Band gerne mal auf einer Headliner Tour sehen. Gespielt wird hauptsächlich Material des letzen Albums gemischt mit den unverzichtbaren Hits der Band wie „Thundersteel“ oder „Sword and Tequila“. Ich bin immer noch geflasht von der Bühnenenergie die insbesondere die beiden Gitarristen Nick Lee und Mike Flyntz an den Tag legen. Seht euch meine Bilder an, da könnt ihr die Energie und den Spass förmlich greifen.

Das Motto der Tour lautet: 20 Years of Primal Fear – Apocalypse over Europe. Apokalypse natürlich aufgrund des Namens der neuen Veröffentlichung. Aber was die Band auf der Bühne zeigt kommt dem sehr nahe. Aber eins nach dem anderen.

Ich habe mich entschlossen das Meet and Greet Package mit der Band zu buchen. Und ich war begeistert. Vor Showbeginn hat man alle Musiker vor der Nase, kann mit allen reden und sich austauschen. Alle sind ruhig und gechillt, ein großer Vorteil gegenüber nach der Show, wenn die Musiker ihre Ruhe möchten oder der Buscall früh ansteht. So wurden sämtliche Fan Wünsche meinerseits erfüllt und ich habe sogar den Preis bekommen, welchen ich bei einem Primal Fear Preisausschreiben vor längerer Zeit gewonnen hatte. Somit war ich schon vor Konzertbeginn glücklich.

Die ersten beiden Bands haben das Publikum schon richtig angeheizt. Aber Primal Fear legte locker noch ein bis zwei Gänge drauf. Über die musikalischen Fähigkeiten der Beteiligten brauche ich kein Wort verlieren, den hier sind ganz klar Weltklasse Musiker auf den Brettern die die Welt bedeuten. Dasselbe gilt auch für den Sänger Ralf Scheepers. Und trotzdem bin ich immer wieder erstaunt, wie sensationell er das Live Programm der Band meistert. Gänsehaut pur. Geboten wird ein Querschnitt der bereits erwähnten 20 Jahre aber auch einiges Material von der neuen Scheibe. Die Stimmung ist sprichwörtlich am überkochen und man kann es in den Gesichtern der Zuschauer sowie der Band sehen, das hier alles passt.

Ein wirklich toller Konzertabend geht zu Ende. Und der Dank geht wieder einmal an Meggy Schneider und sein Rockabend Concerts Team, sowie an Matthias Ressler und sein Kaminwerk Team. Ich liebe es!

Euer Rock´n Roll Reporter

Tobias

 

Bilder und Text: Tobias Vogel

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10.10.2018

Kamelot 26.09.18, Tampere

Der Abend startet mit den Deutschen Symphonic Metallern von Leaves‘ Eyes. Ich bin weder ein Fan von Symphonic Metal, noch von Wikingern und ganz und gar nicht von hohen Frauenstimmen. Ich bin also, was Leaves‘ Eyes angeht, um es freundlich auszudrücken, doch eher skeptisch. Die auch zu Showbeginn nicht einmal halb volle Halle steigert meine Hoffnung auch nicht gerade. Zugegeben, Mittwoch ist nicht unbedingt der Beste Tag für ein Konzert, aber man bekommt hier schon ein recht starkes Line Up geboten, etwas mehr Publikum hatte ich also doch erwartet.  Aber zumindest überraschen mich Leaves‘ Eyes mit einer erstaunlich guten Performance. Als Sänger Alexander Krull dann gegen Ende der Show auch noch mit Helm und Schwert bewaffnet zur Schlacht ruft, bin dann doch auch ich von der Qualität von Leaves‘ Eyes überzeugt und schließe mich gerne den anderen Besuchern an mit fliegen Fäusten und wehenden Haaren in den Krieg zu ziehen.

Die neue „super Band“ aus Finnland – so wird Flat Earth beworben. Ja, die Besetzung ist mit Mikko „Linde“ Lindström und Gas Lipstick (ex H.I.M.), Niclas Etelävuori (ex Amorphis) und Anthony Pikkarainen durchaus hochkarätig. Dementsprechend viel hatte ich mir auch erwartet und ich bin fast schon etwas enttäuscht. Musikalisch ist das ganze schon nicht wirklich mein Fall, aber ja noch durchaus ok, aber was definitiv fehlt ist die Kommunikation zwischen Band und Fans. Wirklich Stimmung kommt hier dementsprechend leider auch nicht auf.

Bei Kamelot hingegen ist die Stimmung fantastisch und für einen Mittwochabend ist auch die Besucherzahl inzwischen annehmbar. Die Fans mussten aber ja auch lange genug warten die Kamelot mal wieder live zu sehen, der letzte Auftritt in Tampere ist immerhin schon fast 5 Jahre her. Dafür geben die Amis jetzt alles um Ihre Fans ausreichend für die lange Wartezeit zu entschädigen. Mit „Phantom Divine (Shadow Empire)“ kommt auch gleich Gastsängerin Lauren Hart von Once Human zum Einsatz. Fans von Battle Beast Sängerin Noora Louhimo müssen sich da etwas länger gedulden, erst bei „Sacrimony (Angel of Afterlife)“ und „Liar Liar (Wasteland Monarchy)“ bekommen wir auch Ihre Stimme zu hören. Der Abend vergeht viel zu schnell für meinen Geschmack, bevor ich es so richtig mitbekomme verabschiedet sich die Band auch schon wieder von Ihren Fans. Das sich die Show so kurz angefühlt hat, hat aber sicherlich nichts mit der Länge der Setliste zu tun, sondern vermutlich einfach daran, dass ich total von der Musik mitgerissen bin.

Meiner Meinung nach eines der Besten Konzerte die ich dieses Jahr erleben durfte.

 

English:

The evening starts with the German Symphonic Metalists of Leaves‘ Eyes. I am neither a fan of Symphonic Metal, nor of Vikings, and not at all of high female voices. So in terms of Leaves‘ Eyes, to put it mildly, I’m rather skeptical. The hall, which is not even half full at the start of the show, does not exactly increase my hope either. Ok, Wednesday is not necessarily the best day for a concert, but you get a pretty strong line up here, so I still expected a bit more people. But at least Leaves‘ Eyes surprise me with an amazingly good performance. When, close to the end of the show, singer Alexander Krull armed with helmet and sword calls off for battle, even I’m convinced of the quality of Leaves‘ Eyes and need no futher invation to follow the example of the other fans to throw my fist in the air and march with waving hair into the fight.

The new „super band“ from Finland – that’s how Flat Earth is advertised. Yes, the cast is quite top-class with Mikko „Linde“ Lindström and Gas Lipstick (ex H.I.M.), Niclas Etelävuori (ex Amorphis) and Anthony Pikkarainen. Accordingly, I had expected a lot and I’m almost a bit disappointed. Musically, the whole thing is not really my case, but still quite ok, but what is definitely missing is the communication between band and fans. Therefore there is no real atmosphere existing.

During Kamelot, however, the atmosphere is fantastic and for a Wednesday evening, the number of visitors is also acceptable now. But the fans had to wait long enough to see the Kamelot live again, the last gig in Tampere was almost 5 years ago. But now the Americans give everything to compensate their fans for the long wait. With „Phantom Divine (Shadow Empire)“ guest vocalist Lauren Hart from Once Human immediately got included as well. Fans of Battle Beast singer Noora Louhimo have to wait a bit longer, only with „Sacrimony (Angel of Afterlife)“ and „Liar Liar (Wasteland Monarchy)“ we also get to hear your voice. The evening goes by way too fast for my taste and before I really realise it, the band already says goodbye to your fans again. That the show felt so short certainly had nothing to do with the length of the set list, but only with the fact, that I got totally carried away by the music. In my opinion, one of the best concerts I was able to experience this year.

 

Copyright: Anna Brödel (https://www.facebook.com/theScarletMemoryPhotography/?ref=bookmarks)

08.10.2018

Review & Interview: Noora Louhimo Duo – 28.09.18 in Hyvinkää

Deutsch: Noora Louhimo und JC (Janne-Christian) Halttunen spielten am letzten Freitag einige Ihrer Lieblingssongs in der ausverkauften Crafters Bar in Hyvinkää. Für ca. zwei Stunden konnten wir Klassiker wie “Wicked Game” von Chris Isaak, “Wild Child” von W.A.S.P und “You Shook Me All Night Long” von AC/DC hören. Die Stimmung war großartig und alle hatten jede menge Spaß. Vor der Show hatte ich die Chance Noora und JC kurz zu interviewen.

 

English: Noora Louhimo and JC (Janne-Christian) Halttunen played some of their favourite songs at the sold out Crafters bar last Friday in Hyvinkää. For about two hours we got to hear classics like “Wicked Game” from Chris Isaak, “Wild Child” from W.A.S.P and “You Shook Me All Night Long” from AC/DC. The atmosphere was definitely great and everybody seemed to have a really good time. Before the show I had the chance to have a small talk with Noora and JC.

 

 

Anna: Hi and thank you for your time. First of all can you already tell us anything about the new Battle Beast album?

Noora: Well, I can tell you, that we are in a good process with it. I’m just doing the vocals for the new album and we’re on schedule. I’m really excited about the songs, I think it’s gonna be great. At the moment the guys are doing guitars and bass and I’ll go back to the studio on Sunday to continue my work. We’re also gonna have a new tour next year, I can’t tell you yet when it starts, but anyways I think it’s gonna be great. I will have a new outfit on the upcoming tour, so I’m really excited.

A: You doing so much stuff like recording with Battle Beast, this Duo shows, joining Kamelot for their Finland tour dates, etc., how do you get that all together?

N: By scheduling. I would like to take part in everything, if it is good music or a good band, but of course I have to be more selective nowadays. This year I knew really early when Battle Beast will take a touring break, so I could plan our Duo show tour after that and also with Kamelot we agreed about the featuring shows already months ago. Actually we started talking about that already when Battle Beast was touring with them in the U.S. this spring. When Tommy asked me, if I want to join them when they’re in Finland, I of course said yes. They are great. The songs I got to sing were great, originally Elize Ryd and Alissa White-Gluz has been doing vocals on those songs, so it was really cool to bring my sound to that vibe.

A: Now on the Duo shows the venues are relatively small, what do you like more the big festival shows or these small club shows?

N: Actually I like more intimate shows, because I like the fans to be close and I can eyeball everyone 😉 Especially on those Duo shows with JC (Janne-Christian Halttunen), I think it’s really nice that we can do shows in small pubs and have a moment with our friends there. But I still also love big shows like festivals, because those got a different kind of atmosphere. The energy that comes from all those people to the band is something I’m hooked with. I like all kinds of shows, but with the duo shows I definitely enjoy the small places more.

A: How did the idea of the Duo shows started?

N: I already did Duet shows before I got into Battle Beast and when I got to know JC about 3 or 4 years ago we began to play shows together. I think he is one of the best guitarists here in Finland and he can also do the backing vocals. On our Duo shows we will introduce his and my own music for which he is one of the songwriters too.

A: How do you choose the songs for the Duo shows?

JC: Noora and I have very similar taste in music, so it’s pretty easy to gather around some of our favourite songs and perform them, so that it feels authentic that we really enjoy the songs and music that we are playing for the people.

A: Noora, you also have the MuteSwans project, I bet that is quite difficult to organize, as you all also play in other bands.

N: Yes, but actually this is becoming this once a year special event and I think it’s always gonna be in the end of the year. We all go around the world with our own bands and then we get together once a year to celebrate each other and music. The songs for this project have also been selected together. Those are some of our favourite songs and artists. On the previous show there were only 4 songs, that we sang together, but people gave us the feedback, that they would like to hear us together on more songs, so next show we will perform more songs in collaboration.

How did the idea of the MuteSwans Project come to life?

N: This idea started when we were talking with the girls about when we’re gonna meet. It’s always so hard, as we have all different schedules. We figured that the only way to meet each other, at least once a year is to have a project together and that’s true. We have been for coffee together, but then it’s usually not possible for everyone to be there.

A: How did it feel to play the final shows of the “Bringer of Pain”- Tour?

N: Very good! We first were in Markthalle Hamburg and then we had the last show in Winnenden. It was full blast celebration. We had some extra fun on stage too. We have two single guys now in the band, so before “Touch in the Night” I picked two single girls from the audience and let them have a “date” with the guys. It was really fun. Of course it feels kinda sad as well, because it was two years of touring world and the best time of my life. On the other hand, we’re on the way to finish our fifth album and our journey will continue. It’s like bringing something to its end to begin with something new and of course we will still play songs from “Bringer of Pain” along with our new songs. I have a great feeling about that.

A: Do you have any last words for our readers?

N: Thank you everyone for your support, stay tuned, come to our shows and let’s party again!

 

 

Copyright: Anna Brödel (https://www.facebook.com/theScarletMemoryPhotography/?ref=bookmarks)

27.09.2018

Kiirarock 2018, 14.09 – 15.09 in Tampere, Finnland

Die Fünfte Auflage des Kiirarock Festivals startet mit der Alternative Rock Band Rückwater. Die 3 Jungs aus Tampere konnten sich zu recht bei der Newcomer-Competion behaupten. Einen so guten Opening-Act hatte ich nicht erwartet, das (wieder einmal) kaum vorhandene Publikum wohl auch nicht.

Zum Glück steigt die Besucherzahl doch recht schnell und bei Joviac trauen sich die ersten Fans  sogar schon vor die Bühne. Für finnische Verhältnisse und in Anbetracht der doch noch recht frühen Uhrzeit ist das schon erstaunlich gut. Es macht aber auch wirklich Spaß Joviac zuzuschauen. Die Musik ist abwechslungsreich und die Stimme von Sänger Viljami Wenttola ist absolut fantastisch. Das Ganze ist irgendwie schwer zu beschreiben und das scheint der Band ähnlich zu gehen, deshalb deklarieren sie Ihren Stil einfach mit „We play music“.

Anschließend rocken Dead End Scene aus Helsinki, bei inzwischen vollem Haus, die Jack the Rooster Bühne. Ich glaube die Jungs haben auf der Bühne genauso viel Spaß wie die Fans vor der Bühne, das passt einfach.

Den Abschluss am Freitag machen Normandie aus Schweden. Leider gibt es hier immer wieder technische Probleme, dass scheint den Fans aber zum Glück nicht viel auszumachen, die Stimmung ist trotzdem gut. Irgendwie muss ich bei den Jungs an Casting-Show Boygroups wie die Backstreet Boys denken, (Ich überlasse es hier jedem selbst zu entscheiden, ob das positiv oder negative ist.) aber irgendwie ist es ja doch ganz nett.

Der Samstag beginnt mit Rose Pilots und die haben offensichtlich Fans in Tampere. Ein bisschen mehr Abwechslung wurde den Songs meiner Meinung nach zwar nicht schaden, aber auch so ist der Auftritt ein durchaus gelungener Start in den Abend.

Violent Fever aus Vantaa bringen „Hard Rock und post-grunge mit einem Hauch von Metal” und jede Menge Begeisterung und Engagement mit. Langeweile kommt hier definitiv nicht auf, dementsprechend gut ist auch die Stimmung.

Als nächstes sind Groupie High School an der Reihe, die einzige Band des Festivals, die ich schon einmal gesehen habe. Ich habe den letzten Auftritt als nicht besonders gut in Erinnerung, aber der ist auch schon eine Weile her, ich hoffe also auf eine Verbesserung. Als es dann losgehen soll fehlt erst einmal der Bassist – geht ja schon gut los – aber nach nur kurzer Suche kann es dann wirklich losgehen. Ich muss allerdings zugeben, dass die gute Laune der Band wirklich ansteckend ist. Die Ouluer machen einfach die ganze Bar zu Ihrer Bühne und sind mal hier mal dort zwischen dem Publikum. Die Jungs werden wohl kaum eine meiner Lieblingsbands werden, aber zumindest haben Sie sich seit dem letzten Mal um Welten verbessert und machen so durchaus irgendwie Spaß.

Inzwischen ist auch das letzte verbliebene Ticket verkauft und Kiirarock 2018 somit ausverkauft. Gerade noch rechtzeitig bevor Headliner Dynazty die Bühne betritt. Die Stimmung ist fantastisch. Die Schweden belohnen Ihre zahlreichen Fans mit jeder Menge Songs vom neuen Album „Firesign“ das am 28.09 veröffentlicht wird.

Insgesamt war das ein tolles Festival Wochenende und ich wage fast zu hoffen, das Tampere doch noch ein bisschen die Rock City ist als die ich es kennengelernt habe.

 

English:

The fifth edition of the Kiirarock Festival starts with alternative rock band Rückwater. The 3 guys from Tampere were able to win the newcomer competition. To be honest, I didn’t expect such a good Opening-Act and probably the (hardly) existing audience did not either.

Fortunately, the number of visitors is increasing quite quickly and during Joviac the first few fans dare to go in front of the stage. For Finnish standards and thinking of the still quite early time that is surprisingly good. But it’s really is a lot of fun to watch Joviac. The music is diversified and the voice of singer Viljami Wenttola is absolutely fantastic. The whole thing is somehow difficult to describe and that seems to also apply for the band them self, so they just declare their style with „We play music“.

Afterwards, Dead End Scene from Helsinki is rocking the Jack the Rooster stage. I think the guys have as much fun on stage as the fans in front of it. It just fits.

The final act on Friday is Normandie from Sweden. Unfortunately, they quite a few technical problems, but luckily the fans don’t seem to mind that too much, the atmosphere is still good. Somehow I’m reminded of casting show boy groups like the Backstreet Boys, (I leave it up to each of you, to decide if that’s positive or negative) but it’s still kinda nice.

Saturday starts with Rose Pilots and they obviously have fans in Tampere. In my opinion, a bit more variety would hurt the songs, but the performance is still a great start for the evening.

Violent Fever from Vantaa bring „Hard Rock and post-grunge with a touch of Metal“ and lots of enthusiasm and commitment. Boredom definitely don’t exist here, therefore, the mood is good.

Next up is Groupie High School, the only band of the festival I’ve ever seen before. I do not remember the last gig as a very good one, but it’s been a while now, so I’m hoping for an improvement. When it’s time to start, the bassist is missing – what a great start – but after only a short search, they are able to begin. However, I have to admit that the good mood of the band is really contagious. The Ouluers just make the whole bar their stage and are always here and there between the audience. The guys are unlikely to become one of my favorite bands, but at least they really improved a lot since I last saw them.

Meanwhile, the last remaining ticket has been sold and Kiirarock 2018 is therefore sold out. Just in time before headliner Dynazty to enter the stage. The atmosphere is fantastic. The Swedes reward their numerous fans with quite a lot of songs from the new album „Firesign“ which will be released on 28.09.

Overall this was a great festival weekend. I almost dare to hope that Tampere is still a little bit the Rock City as which I got to know it.

 

Copyright: Anna Brödel (https://www.facebook.com/theScarletMemoryPhotography/?ref=bookmarks)

09.08.2018

Amphi Festival 2018

Das diesjährige Amphi Festival war wohl mit Abstand das Heißeste! Dies lag nicht nur an den fast schon tropischen Temperaturen, sondern auch an den 12.500 Besuchern, die den Kölner Tanzbrunnen bis zur letzten Ecke füllten. 42 Bands auf 3 Bühnen sorgten für unvergessliche Momente, ganz vorneweg die Headliner And One und ASP, welche wiedereinmal mit ihren Shows die Menge beeindruckten. Die 80er Giganten Midge Ure und OMD brachten so manchen Junggebliebenen zum mitsingen und tanzen. Und wer immer noch nicht ausgepowert war, konnte auf einer der Aftershow Partys noch einmal richtig Dampf ablassen.
Wer nächstes Jahr am 20.07. und 21.07. noch nichts vor hat, sollte sich das Wochenende jetzt definitiv vormerken. 15 Jahre Amphi Festival, das muss gefeiert werden! Die erste Bandbestätigung wurde ebenfalls bekannt gegeben, mit Nitzer Ebb enthält das Line Up den EBM Giganten schlechthin. Und für diejenigen, die jetzt schon überzeugt sind, seit dem 01. August könnt ihr Eure regulären Tickets wieder im Amphi Shop erwerben.

Samstag

Sonntag

Bericht & Bild: Michelle Sieblist

28.06.2018

Vorankündigung The Dead Daisies

THE DEAD DAISIES am 25.07.2018 in der Rockfabrik Ludwigsburg
Die Band der Stunde bestehend aus solchen fantastischen Musikern wie Doug Aldrich (Whitesnake, Dio), John Corabi (Mötley Crüe/The Scream), Marco Mendoza (Thin Lizzy/Whitesnake), Deen Castronovo (Journey, Bad English, Hardline) und David Lowy (Red Phoenix/Mink) gibt sich die Ehre. Das sollte man auf keinen Fall verpassen.
Be there or be square!!!

05.05.2018

Kill Your Demons Tour Part II – Emil Bulls im Kaminwerk Memmingen

Emil Bulls gibt es jetzt schon mehr als 20 Jahren und sind bekannt für Ihren Mix aus schnellen Rhythmen und Melancholie. Bei der jetzigen Tour „Kill Your Demons Part II“ wurden sie von der Newcomer Band „Lonely Spring“ und Ihren Emo / Post-Hardcore Klängen begleitet. Ebenso war die schwedische Band „Imminence“ mit auf Tour. Die normal 4-köpfige Band brachten Ex-Gitarrist Alex Arnoldson mit auf Tour, welcher der Show das I-Tüpfelchen verlieh.

Schon bei „Lonely Spring“ merkt man: Memmingen hat Bock ! Das Kaminwerk war von Anfang an Feuer und Flamme und konnten den Headliner kaum erwarten. 

Auch bei „Imminence“ war das Eis schnell gebrochen und die Schweden taten das, was sie am Besten können – mit ihrer Einzigartigkeit und ihrem Charme begeistern. 

Dann war es endlich Zeit für Emil Bulls. Die Zuschauer springen, singen und tanzten zu der Münchner Band. Die Show war grandios und Sänger Christoph von Freydorf überzeugte auch die hintersten Reihen mit seiner Stimme. Niemand im Kaminwerk stand mehr still, nichtmal das Barpersonal.

Für mich war es das erste Mal, diese Band zu sehen und ich kann dazu nur sagen, es lohn sich!

28.04.2018

Bildergalerie Magnum Kaminwerk Memmingen 11.04.2018

Review Pretty Maids und Pink Cream 69 am 25.03.2018 im Riffelhof Burgrieden

Ein sehr starkes Tourpaket vereint die oberschwäbische Hardrockfamilie an diesem Sonntag abend in Burgrieden. Über Pink Cream 69 und die Pretty Maids muss ich eigentlich keine Worte verlieren. Beide sind große Konstanten im Hard Rock und haben eine große Fanschar. Deswegen ist auch der Riffehof wieder einmal bis auf den letzten Platz ausverkauft. Beide Bands waren schon mehrmals hier und fühlen sich sichtlich heimisch in der wunderschönen Location.

Diese Bands begleiten mich schon lange Zeit in meinem Leben und es ist wahrlich eine Freude sie nacheinander auf der Bühne zu sehen. Die Pinkies machen den Anfang und spielen sich mit ihren melodischen Hymnen sofort in die Herzen der Zuschauer. Es ist ein musikalisches Wiedersehen mit alten Freunden. Und die Songs haben durch die Jahre keinen Deut an Durchschlagskraft verloren. Somit sind Pink Cream 69 ein Garant für Melodic Rock mit guter Laune.
Setlist:
We bow to none
Welcome the Night
Keep your eye on the Twisted
Path of Destiny
Talk to the Moon
Lost in Illusion
Man of Sorrow
Walls come down
Living my life for you
Bloodsucker
Do you like it like that
Break the Silence
Shame

Die Dänen um Ronnie Atkins haben ihr Programm im Vergleich zu ihrem letzten Gig im Riffelhof (vor knapp drei Monaten) variiert und somit komme ich endlich mal wieder in den Genuss des Seelenkraulers „Walk away“. Einfach schön. Ansonsten sind die Maids wie immer top aufgelegt und spielerisch eine absolute Bank. Kein Wunder, hier steht auch einiges an Rockgeschichte auf der Bühne.
Setlist:
Mother of all lies
Kingmaker
We came to Rock
Face the World
Walk away
I see Ghosts
Yellow Rain
Rodeo
Eye of the Storm
Pandemonium
INVU
Bull´s Eye
Little Drops of Heaven
Red Hot and Heavy
Back to Back
Future World
Love Games

Danke an zwei hervorragende Bands, an Marc und Susi und meine Riffelhof Familie sowie an meine vielen lieben Freunde für einen unvergesslichen Abend. Ich fühle mich geehrt!
Und noch ein dickes Danke an meinen Kumpel Mahoni für die Setlisten! 

Euer Rock´n Roll Reporter
Tobias



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