10.09.2018

Volle Kraft Voraus – Das Festival in Neu-Ulm

„Schwarz ist bunt genug“ Unter diesem Motto feierten etwa 3000 Musikbegeisterte beim diesjährigen „Volle Kraft Voraus“-Festival und damit nochmal deutlich mehr als bei der Festivalpremiere mehr…

01.09.2018

BRING ME THE HORIZON Tour 2018

VORANKÜNDIGUNG NOVEMBER 2018 Bring Me The Horizon „First Love“ Germany Tour 2018 BRING ME THE HORIZON sind bemerkenswerte Musiker, die druckvollen Rock mit Zeitgeist verbinden. mehr…

09.08.2018

Amphi Festival 2018

Das diesjährige Amphi Festival war wohl mit Abstand das Heißeste! Dies lag nicht nur an den fast schon tropischen Temperaturen, sondern auch an den 12.500 Besuchern, die den Kölner Tanzbrunnen bis zur letzten Ecke füllten. 42 Bands auf 3 Bühnen sorgten für unvergessliche Momente, ganz vorneweg die Headliner And One und ASP, welche wiedereinmal mit ihren Shows die Menge beeindruckten. Die 80er Giganten Midge Ure und OMD brachten so manchen Junggebliebenen zum mitsingen und tanzen. Und wer immer noch nicht ausgepowert war, konnte auf einer der Aftershow Partys noch einmal richtig Dampf ablassen.
Wer nächstes Jahr am 20.07. und 21.07. noch nichts vor hat, sollte sich das Wochenende jetzt definitiv vormerken. 15 Jahre Amphi Festival, das muss gefeiert werden! Die erste Bandbestätigung wurde ebenfalls bekannt gegeben, mit Nitzer Ebb enthält das Line Up den EBM Giganten schlechthin. Und für diejenigen, die jetzt schon überzeugt sind, seit dem 01. August könnt ihr Eure regulären Tickets wieder im Amphi Shop erwerben.

Samstag

Sonntag

Bericht & Bild: Michelle Sieblist

31.07.2018

Apes Enraged Festival – 14.07.18, Hamburg

– English below –

 

„Die härteste Gartenparty Hamburgs“ – das war das Erste und bis dato einzige was ich über das Apes Enraged Festival gehört hatte. Abgesehen von der Tatsache, dass eine meiner Lieblingsbands dort auftreten sollte sprach erst einmal nicht viel dafür die lange Reise von Finnland bis nach Hamburg auf mich zu nehmen, aber ich wollte ja im Sommer eh mal wieder in meiner deutschen Heimat vorbei schauen und warum sollte ich das nicht auch mit einem Festivalbesuch verbinden? Zugegeben, auch Süddeutschland ist von Hamburg nicht gerade um die Ecke, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und das gleich vorweg, ich denke die Mühe und der Schlafentzug haben sich gelohnt.

Samstagfrüh komme ich mit dem Nachtbus in Hamburg an und erkunde erstmal die Stadt. Zu meiner Freude verziehen sich die doch recht düsteren Wolken im Lauf des Vormittags und als ich gegen halb drei beim Festival Gelände ankomme ist das Wetter strahlend schön.

Schon am Eingang werde ich vom Duft des Spanferkels daran erinnert, das ich noch nicht zu Mittag gegessen habe, das ist aber zum Glück kein Problem, bei der Auswahl die das doch recht überschaubare Festival beim Essen bietet, sollte wirklich für jeden etwas dabei sein.

Den Anfang machen In Search Of Sun mit einem für mich etwas überraschenden Stilmix. Zu schade, dass die Engländer aus privaten Gründen so schnell wie möglich wieder zurück nach Hause müssen, die Stimmung wäre später bestimmt besser gewesen.

Als nächstes kommen Detraktor aus Hamburg. Was „Traktor Metal“ – wie die Jungs ihren Still nennen – ist weiß ich zwar nicht, aber es macht auf jeden Fall spaß und reißt mit.

Auch Morbitory kommen aus Hamburg, sind aber deutlich härter. Ich schaue mich unterdessen lieber noch etwas mehr auf dem Festivalgelände um. Eigentlich ist alles recht überschaubar, aber irgendwie lässt sich doch immer wieder etwas Neues entdecken.

Anschließend geben Determination ihr letztes Ständchen. Die Rostocker Death Metaller haben hier ihre allerletzte Show und ich glaube das ist keine ganz schlechte Entscheidung gewesen, hier wirkt es auch so als ob die Freude am Spielen nicht mehr ganz vorhanden ist.

Monoscream hingegen scheinen Spaß zu haben, allen voran Bassist Kim Liljedahl, der immer wieder Ausflüge ins Publikum macht und ansonsten eine Grimmasse nach der anderen zieht. Ich finde die Schweden jedenfalls sehr sympathisch. Und auch wenn Melodic Death Metal nicht wirklich meine Musikrichtung ist würde ich mir die Jungs gerne nochmal anschauen.

Damnation Defaced heizen das Publikum dann noch einmal richtig auf, den Moshpit lasse ich allerdings lieber aus und begnüge mich mit Headbangen, den als nächstes kommt die Band auf die ich schon den ganzen Tag warte.

Frosttide aus Finnland. Ja, ich bin von Finnland nach Deutschland gereist um eine finnische Band zu sehen und nein, ich bin nicht verrückt. Die Jungs waren bisher noch immer jeden noch so langen Weg wert und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Mit „Carved Into Ice“ gibt es als erstes einen Song von der neuen EP, bevor es dann mit den alten Klassikern weiter geht.

Wie so oft ist der Festivaltag viel zu schnell vorbei, aber zum Glück habe ich es nicht eilig und kann den Tag noch gemütlich mit ein paar Bier (nur 1,50€) ausklingen lassen.

Alles in allem ist das Apes Enraged ein kleines aber sehr feines Festival. Gute Stimmung scheint hier garantiert zu sein und  wer eine etwas längere Anreise hat kann im hinteren Teil des Geländes auch sein Zelt aufschlagen. Wer also keine Lust auf überfüllte und übermäßig kommerzielle Festivals hat sollte hier einmal vorbei schauen, es lohnt sich auf jeden Fall.

 

 

 

– English –

 

„The hardest garden party in Hamburg“ – that was the first and until that only thing I had heard about the Apes Enraged Festival. Apart from the fact that one of my favourite bands should play there, there were not much reasons to go on the long journey from Finland to Hamburg. But I anyway wanted to visit my German home during the summer and why shouldn’t I connect that with a festival visit? Ok, southern Germany is also not exactly around the corner from Hamburg, but where there’s a will, there’s a way and I think it was worth the effort and the sleep deprivation.

Saturday morning I arrive with the night bus in Hamburg and first explore the city. To my delight, the rather gloomy clouds disappear during the morning and when I arrive at the Festival area around 2:30 am the weather is radiantly beautiful.

Already at the entrance I get reminded by the scent of the suckling pig, that I haven’t had lunch yet, but fortunately this is no problem, as the selection of food is big enough, that everyone should be able to find something.

The start is made by In Search Of Sun with a little bit surprising mix of styles. Too bad that the Brits had to return back home as quickly as possible for personal reasons.

Next up is Detraktor from Hamburg. I don’t know what „Tractor Metal“ – as the boys call their still – is, but it definitely makes fun and is infectious.

Morbitory is also from Hamburg, but they play much harder music. So I prefer to discover the festival area a bit more in the meantime. Everything is quite compact, but you can still find something more all the time.

Then Determination played their last serenade. The Death Metal band from Rostock had their very last show here and I think that was not the worst decision, as they appear to have lost most of their joy of playing.

Monoscream, on the other hand, seems to have a lot of fun, especially bassist Kim Liljedahl, who always makes trips into the audience or pulls of one grimace after the other. I find the Swedes are very sympathetic. And even though Melodic Death Metal is not really my style of music I would like to see these guys again some when.

 

Damnation Defaced heat up the audience once again, but I prefer to skip the mosh pit and just go with headbanging, because next up is the band I’ve been waiting for all day.

Frosttide from Finland. Yes, I travelled from Finland to Germany to see a Finnish band and no, I’m not crazy. The boys were always worth every journey no matter how far and I also didn’t got disappointed this time. They started with „Carved Into Ice“ from their new EP, before they continue with the old classics.

As so often, the festival day is over far too fast, but fortunately I’m not in a hurry and can still end the day comfortably with a few beers (only 1.50€).

All in all, the Apes Enraged is a small but very nice festival. Good atmosphere seems to be guaranteed here and if you have a longer journey, you can put up your tent in the back of the festival area. Anyone who has enough of overcrowded and overly commercial festivals should drop by here, it definitely worth it.

 

Copyright: Anna Brödel (https://www.facebook.com/theScarletMemoryPhotography/?ref=bookmarks)

28.06.2018

Vorankündigung The Dead Daisies

THE DEAD DAISIES am 25.07.2018 in der Rockfabrik Ludwigsburg
Die Band der Stunde bestehend aus solchen fantastischen Musikern wie Doug Aldrich (Whitesnake, Dio), John Corabi (Mötley Crüe/The Scream), Marco Mendoza (Thin Lizzy/Whitesnake), Deen Castronovo (Journey, Bad English, Hardline) und David Lowy (Red Phoenix/Mink) gibt sich die Ehre. Das sollte man auf keinen Fall verpassen.
Be there or be square!!!

23.06.2018

South Park Festival in Tampere, Finland – Saturday 09.06 – Day 2

English version below

 

Am Samstag geht es mit Beast in Black gleich von Anfang an voller Energie los. Und nicht nur voller Energie, sondern auch mit einem bereits sehr gut gefüllten Festivalgelände (und das um 14:30!). Das Publikum wird für seine Anwesenheit aber auch wirklich gut entlohnt, man spürt genau wieviel Spaß die Finnen auf der Bühne haben.

Weiter geht es anschließend mit Night Nurse – ebenfalls aus Finnland – mit einem ziemlichen Kontrastprogramm. Musikalische ist die Gruppe um Frontfrau Camy viel sanfter, durchaus nicht schlecht, allerdings scheint dass das Publikum nicht ganz so sehr mitzureißen. Ich genieße unterdessen endlich mal einen ruhigen Moment, die schöne Aussicht auf den See und die gerade gekauften Süßigkeiten.

Lange habe ich aber nicht Zeit zum Relaxen, denn da geht es auch schon wieder mit Amorphis weiter. Auch wenn Amorphis schon lange zu meinen Favoriten gehören, zieht es mich doch recht selten zu den Live-Shows. Das sollte ich vielleicht mal überdenken, denn die folgende Show ist definitiv mein persönliches Highlight des Tages und das nicht nur weil jetzt endlich die Sonne scheint. Spätestens bei dem Song „Sacrifice“ ist auch das Publikum voll dabei. Bei nur einer Stunde Spielzeit kommt hier wirklich nur Hit auf Hit auf Hit. Irgendwann klatscht und singt das gesamte Publikum – so offensichtlich begeisterte Finnen habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Gut, “Nyt on kesä“ (Jetzt ist Sommer) wie Sänger Tomi Joutsen uns im Laufe der Show erklärt und das holt wohl selbst den zurückhaltendsten Finnen aus dem Winterschlaf. Und wer bisher immer noch nicht aufgewacht ist wird spätesten bei Lost Society ganz sicher aus dem Schlaf gerissen.

Wenn man Sie ließe würden die Jungs wahrscheinlich einfach die ganze Bühne in Schutt und Asche legen, da die aber ja noch gebraucht wird beschränken sie sich auf non-stop headbangen. Auf dem Weg zurück zur großen Bühne mache ich noch einen kleinen Zwischenstopp bei der Autogrammstunde von Beast in Black, ein paar Minuten einfach nur als Fan müssen ja auch drin sein und da das Ganze – so wie das gesamte Festival – absolut gut organisiert und geordnet abläuft bin ich immer noch mehr als pünktlich bei Mustasch.

Irgendwie kommt es mir  inzwischen noch voller vor, ist wohl auch, denn während ich gerade noch überlege ob ich mir das nur einbilde blinkt auf meinem Handy eine neue Mail auf. Von überlasteten Mobilfunknetzen ist man in Finnland zum Glück selbst bei relativ großen Festivals nicht betroffen, und so erfahre ich in Echtzeit, dass es einen neuen Besucherrekord für das South Park Festivals gibt. Über 13.000 Besucher kann die diesjährige Auflage des Festivals verzeichnen. Mit „Bring Me Everyone“ legen die Schweden dann aber auch los und zwar bei inzwischen strahlendem Sonnenschein. Allerdings scheint das plötzliche Sommerwetter den Finnen eher zu erschrecken, anders kann ich mir nicht erklären, warum noch während der Show immer mehr von vor der Bühne in den Schatten wandern.

Auch bei S-Tool merkt man von dem neuen Besucherrekord erst einmal nicht viel. Bei der für mich dritten Show dieser Band kann ich nun endlich auch einmal den Sänger richtig hören. Liegt das nun daran, dass endlich einmal ein guter Soundtechniker vorhanden ist oder einfach daran, dass Bassist Kimmo Hiltunen krank ist, daher leider nicht mit auftreten kann, und somit nur die Hälfte des Backgroundgesangs vorhanden ist? In jedem Fall tut das der Musik ganz gut. Langsam aber sicher trauen sich auch die von der Sonne verschreckten Finnen wieder aus ihren Verstecken und so ist es gegen Ende der Show dann doch noch gut voll vor der Bühne.

Accept hingegen sind von Anfang an gut besucht, Sie sind aber ja auch schon fast alte Bekannte, schließlich waren sie auch schon vor drei Jahren bei der zweiten Auflage des Festivals mit am Start.

Bei Mokoma anschließend reicht der Platz vor der kleinen Bühne kaum aus um allen Zuschauern Platz zu bieten. Ich verstehe bei den finnischen Texten zwar nicht viel, aber mitreißend ist es trotzdem. Die Jungs wirken typisch finnisch skurril, aber sehr sympathisch.

Den Abschluss des diesjährigen Festivals macht schließlich Helloween, die genau wie Accept auch schon 2015 hier aufgetreten sind. Offensichtlich soll dem Publikum hier eine grandiose Show geboten werden und als dann um 22:30 der Vorhang fällt, geht es auch gleich mit voller Power los. ”Are you Metal?” dröhnt es von der Bühne. Ja, Tampere ist Metal und so geht mit fliegenden Pumpkin-Luftballons ein fantasisches Festivlal Wochendene zu Ende und ich bin mir sicher, dass das nicht mein letzter Besuch beim South Park Festival war.

Das für mich als Deutsche doch recht beschauliche Festival punktet mit einem klasse Line-Up, guter Organisation und seiner fantastischen Lage. Ich würde von allen Seiten herzlich aufgenommen und so verflog meine anfängliche Nervosität vor meinem ersten Festival einsatz hier in Finnland ganz schnell. In diesem Sinne, hoffentlich bis nächstes Jahr.

 

 

English:

 

The Saturday starts with Beast in Black and is therefore right from the start full of Energy and not only full of Energy, also already with a really full festival area (at 14:30!). But the audience also gets well rewarded for their presence, you can feel just how much fun the Finns have on stage.

Then it continues with Night Nurse – also from Finland – with quite a contrast program. In matters of music, the group around frontwomen Camy is much softer, not in a bad way at all, but the audience doesn’t seem to be that enthusiastic about them. Meanwhile I enjoy a quiet moment, the beautiful view of the lake and the sweets I just bought. But I do not have much time to relax, because soon after it already continues with Amorphis.

Although Amorphis have been one of my favorites for a long time, I rarely go to their live shows. Maybe I should reconsider, because the following show is definitely my personal highlight of the day and not only because the sun is now finally shining. At the latest with the song „Sacrifice“ the audience is also fully present. With only one hour of playtime, there is really only hit on hit on hit. At some point, the entire audience claps and sings – I haven’t seen so obviously enthusiastic Finns in a long time. Well, „Nyt on kesä“ (Now it’s summer) as singer Tomi Joutsen explains to us during the show and apparently that brings even the most restrained Finn out of hibernation. And those who still haven’t been awake until now, are sure to be woken up by Lost Society.

If they would be allowed, they would probably just put the whole stage in ruins, but since it’s still needed, they limit themselves to non-stop head banging. On the way back to the big stage, I make a little stop at the autograph session of Beast in Black, a few minutes just as a fan must indeed be possible and as this – as the entire festival – is very well organized and ordered I’m still more than on time for Mustasch.

Somehow it seems to be more crowded now and apparently it really is, because, while I’m still wondering if I only imagine this, there’s a new mail appearing on my phone. Luckily congested mobile networks are no problem in Finland, even on relatively large festivals, and so I get to know immediately, that there is a new visitor record for the South Park Festival. There are more than 13.000 visitors at this year’s edition of the festival. But then the Swedes form Mustasch start with „Bring Me Everyone“ and bright sunshine. However, the sudden summer weather seems to kinda frighten the Finn, otherwise I can’t explain why more and more people switch their place from in front of the stage to the shadow, while the show is still going on.

Also during S-Tool, there’s at first not much of the new visitor record noticeable. At the, for me, third show of this band I can finally hear the singer clearly. Is that because of the fact that there is finally a good sound engineer? Or is it simply because bassist Kimmo Hiltunen is ill, and so unfortunately can’t play and there’s therefore only half of the background vocals? Anyhow, it definitely helps the music. Slowly but surely the sun-scared-Finns dare to leave their hiding places again and so it gets fuller again at the end of the show.

Accept, on the other hand, are well-attended from the beginning. But you they are almost old acquaintances, as they were also already here at the second edition of the festival three years ago.

Afterwards at the Mokoma show, the space in front of the stage is barely enough for all the fans. Although I do not understand much of the Finnish texts, it is still thrilling. The guys seem to be typical Finnish bizarre, but very sympathetic.

The end of this year’s South Park Festival is made by Helloween, who, as same as Accept, have been playing here already 2015. Obviously, the audience should get a terrific show here and as around 22:30 the curtains fall, it immediately starts with full power. „Are you Metal?“ it roars from the stage. Yes, Tampere is Metal and so this fabulous Festival weekend ends with flying pumpkin balloons and I’m sure that this was not my last visit at the South Park Festival.

The, for me as a German, quite contemplative Festival scores with its great line-up, good organization and its fantastic location. I was warmly welcomed form everyone and so my nervousness about my first time as Press on a Finnish Festival disappeared very fast. Therefore, hopefully until next year.

 

 

Copyright: Anna Brödel (https://www.facebook.com/theScarletMemoryPhotography/?ref=bookmarks)

20.06.2018

Volle Kraft Voraus Festival 2018

Volle Kraft Voraus Festival 2018

08. 09. 2018 Neu-Ulm / Ratiopharm Arena

Heimlich still und LAUT etabliert sich in Neu-Ulm ein neues Festival. Nach dem tollen Erfolg im vergangenen Jahr, feiert EISBRECHER-Kapitän Alex Wesselsky (Bild: Gert Lindenmayer) nicht nur das „15 Jahre Jubiläumskonzert“, er hat auch die geballte deutsche Gothic/NDH Kompetenz mit dazu eingeladen:
Neben EISBRECHER treten auf:
Augen auf, ich OOMPH!e | Die Krupps | zeromancer | Stahlmann | SCHÖNGEIST

Mehr unter:www.vkv-festival.de

 

 

Bilder vom letzten Jahr von Matt und Tobi:

Review Volle Kraft voraus Festival 2017

19.06.2018

Nickelback rockt Stuttgart

Kanadas Rock Export Nr.1 gastiert in Stuttgart Um es kurz zu machen: der durchaus interessante Support Act SEETHER wurde Opfer des Stuttgarter Feierabendverkehrs. Nickelback hatte mehr…

15.06.2018

South Park Festival in Tampere, Finland – Friday 08.06 – Day 1

English version below

 

Das South Park Festival ist ein Metal Festival in Tampere in Finnland, dass inzwischen zum vierten Mal stattfand. Als Veranstaltungsort dient der namensgebende „Eteläpuisto“  (Finnisch für Südpark) nahe des Stadtzentrums. Hier genießt man Metal an der „Strandbar“ mit Seeblick.

Den Anfang machen dann um 15:15 die Finnen One Desire. Die Stimmung ist für finnische Verhältnisse erstaunlich gut, besonders wenn man bedenkt, dass es sich um einen doch recht kühlen und bewölkten Freitagnachmittag handelt. Etwas schmalzig sind die Jungs um André Linman ja schon, was manchem „Vollblut Metaler“ vielleicht nicht so mundet, mir und den Anwesenden Fans gefällt es allerdings recht gut.

Weiter geht es dann auf der großen Bühne am anderen Ende des Festival Geländes (ca. 5 – 10 Minuten, je nachdem wie voll es gerade vor der Bühne ist) mit den Kanadiern von Thor. Ich würde das ganze jetzt mal Old School Heavy Metal, aber so ganz überzeugt bin ich von Jungs nicht. Irgendwie geht zwischen den tanzenden Walküren und den immer wieder neuen Masken von Säger Jon Mikl Thor die Musik ein wenig unter.

Mich zieht es deshalb schon nach kurzem wieder zurück zur anderen Bühne wo als nächstes Brother Firetribe spielen. Auf dem Weg fülle ich noch schnell meine Wasserflasche an der kostenlosen Wasserstation auf. (Ja, es ist in Finnland üblich bei Festivals und Konzerten für alle kostenlos Trinkwasser zur Verfügung zu stellen, das dürfte man in Deutschland gerne auch übernehmen.) Inzwischen haben sich die Wolken zum Großteil verzogen und die Temperatur ist dadurch auch deutlich angenehmer. Brother Firetribe erzeugen eine fast schon romantische Stimmung mit ihren Hard Rock Balladen und tatsächlich sehe ich irgendwann ein Pärchen in der Menge tanzen und bei „For Better Or For Worse“ singen selbst in den hinteren Reihen noch ein paar Leute mit.

Stam1na anschließend, (wieder auf der Hauptbühne) ist das absolute Kontrastprogramm. Hier gibt es aber erstmal die erste (und letzte) Verzögerung des Tages, da eine Fliegerstaffel mit ihren Flugübungen direkt über dem Festivalgelände für eine doch etwas ablenkende Geräuschkulisse sorgt. Als es dann ein paar Minuten später wirklich los geht wird das Publikum dafür mit Non-stop Power entschädigt. Es ist schwer zu sagen was schneller fliegt, die Haare beim Headbangen oder die Finger über die Gitarrensaiten. Auch vor der Bühne ist die Stimmung auf Hochtouren, weiter hinten sieht es da allerdings anders aus, hier lichten sich die Reihen schon nach der Hälfte der Show deutlich. Ein Blick an die Essensstände klärt dann auch wohin es den Großteil zieht. Bei der großen Auswahl kann ich das auch durchaus verstehen, von Süß (Waffeln, Eis, Süßigkeiten) bis Herzhaft (Burger, Pita, Hot-Dogs,…) ist hier für jeden was dabei. Sogar einen Stand mit vegetarischen Gerichten gibt es.

Mich zieht es allerdings erst einmal weiter zu Diablo Blvd. aus Belgien. Ich will doch zumindest mal schauen was die Jungs mir so bieten, auch wenn ich hab zwar bisher noch nie von ihnen  gehört habe. Allerdings bin ich wohl nicht die Einzige, der diese Band nichts sagt. Zu Beginn der Show stehen nur vereinzelt einige Leute vor der Bühne und wirklich füllen will es sich vor der Bühne auch später nicht. Man bleibt lieber im Barbereich, (Da in Finnland Konsum von Alkohol streng kontrolliert wird, gibt es diesen nur in von Securities überwachten Ü-18 Bereichen) was Sänger Alex Agnew dazu veranlasst zu scherzen, dass es sich bei den dort Anwesenden um die „Non-VIPs“ handelt und diese nicht näher an die Bühne heran dürfen. Auch während der restlichen Show gibt es immer wieder kleine Scherze, was ich sehr sympathisch finde. Der Finne bleibt allerdings so emotionsgeladen, wie man es ja auch von Kimi Räikkönen gewöhnt ist. Erst bei „The Song is over“, einem bisher noch nie zuvor gespielten Song, taut das Publikum langsam etwas auf. Da ist es für mich aber auch schon wieder Zeit für einen Bühnenwechsel.

Auf der Hauptbühne werden gerade noch die letzten Vorbereitungen für Sonata Arctica getroffen. Darauf habe ich mich schon den ganzen Tag gefreut. Auch die anderen Besucher scheinen inzwischen ihr Abendessen beendet zu haben, jedenfalls ist der Platz vor der Bühne jetzt wieder gut gefüllt. Für mich sind und bleiben Sonata Arctica einfach die Könige der Balladen und am liebsten würde ich jetzt einfach nur in Tony Kakko’s Gesang versinken, aber gut, erst die Arbeit und dann das Vergnügen. Eines meiner Highlights ist der Song „Candle Lawns“ vom aktuellen Album „The Ninth Hour“, bei den meisten ist Begeisterung bei den älteren Songs allerdings deutlich größer. Zugegebenermaßen kann man Songs wie „Fullmoon“ or „Tallulah“ aber auch wirklich nicht oft genug live erleben. Viel zu schnell für mich sind die 60 Minuten Spielzeit vorbei und es geht auf der kleinen Bühne weiter mit Michael Monroe.

Obwohl es sich bei Mr. Monroe um eine Finnische Legende handelt, bin ich bisher von seiner Musik nie richtig begeistert worden. Auch ich muss allerdings zugeben, dass die Power und der Spaß den er auf der Bühne zeigt irgendwie ansteckend sind. Und auch wenn ich wohl nicht zu einem echten Fan werde, hatte ich dennoch eine gute Zeit.

Den Abschluss am Freitag machen dann die Schweden von Ghost. Das scheint sich keiner entgehen lassen zu wollen, denn obwohl es inzwischen schon ziemlich kühl oder fast schon kalt geworden ist, (10°C, willkommen im finnischen Sommer 😂) ist der Weg zur Bühne durch all die wartenden Fans nun doch etwas aufwendig. Bilde ich mir das ein, oder liegt da tatsächlich ein Hauch von Weihrauch in der Luft? Würde auf jeden Fall zum Kathedralen artigen Bühnenaufbau und den anwesenden „Nonnen“ im Publikum passen. Dann ertönen Orgeln und die maskierten Ghouls betreten die Bühne. Die Jungs hauen mit „Rats“, „Absolution“ und „Ritual“ von Anfang an einen (Square) Hammer nach dem anderen heraus. Die Zeit vergeht im Flug und so ist „Square Hammer“ dann nach 90 Minuten auch schon der letzte Song. Mit „Monstrance Clock“ gibt es dann aber doch noch eine Zugabe bevor der für mich erste Festivaltag des Sommers zu Ende geht.

 

Fortsetzung folgt…

 

 

English:

 

The South Park Festival is a metal festival in Tampere in Finland, which has now taken place for the fourth time. The venue is the eponymous „Eteläpuisto“ (Finnish for South Park) near the city center. Here you can enjoy Metal at the „beach bar“ with lake view.

The start is made by the Finns from One Desire. The mood is surprisingly good for Finnish standards, especially considering it’s a pretty chilly and overcast Friday afternoon. The guys around André Linman are a bit schmaltzy, which may not be so pleasing to some „Thoroughbred Metalhead“, but I and the attending fans like it quite well.

It then continues on the big stage at the other end of the festival area (about 5 – 10 minutes, depending on how crowded it is in front of the stage) with the Canadians of Thor. I would call it old school heavy metal, what I’d usually like, but I’m not that sure about these guys. Somehow the music goes down a bit between the dancing Valkyries and the always new masks of singer Jon Mikl Thor.

Therefore I am already drawn back to the other stage after a short time, where Brother Firetribe will play next. On the way, I quickly refill my water bottle at the free water station. (Yes, it is common in Finland to provide drinking water free of charge at festivals and concerts for everyone, which would be a nice innovation for Germany as well.) Meanwhile, the clouds have largely disappeared and the temperature is therefore also much more pleasant. Brother Firetribe creates an almost romantic atmosphere with their Hard Rock Ballads and really, at some point I see a couple dancing in the crowd. During „For Better Or For Worse“ I can hear people singing even here in the back rows.