28.05.2019

Im Interview: Vidi Dolev von Subterranean Masquerade / Gunned Down Horses

Interview mit Vidi von Subterranean Masquerade / Gunned Down Horses, per Mail am 17. Mai 2019

 

Hi Vidi! Also, nach eurer erfolgreichen Tour durch Europa mit Subterranean Masquerade bist du nun zurück in Isreal. Nicht, um es nun ruhig anzugehen, wie es scheint. Du hast gerade mit deinen Bandkollegen von Gunned Down Horses angekündigt, dass ihr ein internationales Festival in Tel Aviv organisieren werdet. Eure Idee ist es, Leuten neue Musik zu zeigen – welche Bands werden spielen und auf was können wir uns freuen?

 

Danke, dass du Zeit und Interesse für das neue Projekt von Gunned Down Horses hast. Ja! Ich bin gerade vor zwei Wochen zurück gekommen und habe mich gleich um die finalen Planungen unseres Projekts gekümmert – ein internationales Festival, das die Öffentlichkeit für das Problem von sexueller Gewalt, häuslicher Gewalt und toxische Beziehungen sensibilisieren soll. Um wirklich was zu bewegen, werden wir anlässlich dieses Events unseren Song Turtle Doves als Kinderbuch veröffentlichen, wovon alle Einnahmen dem Haifa Rape Crisis Center gespendet werden. Haifa ist unsere Heimatstadt.

 

Wir haben aus ganz Europa tolle Independent-Bands zusammengebracht, die sich für unseren Protest und unseren Kampf einsetzen wollen. Und ja, wir wollen auf jeden Fall neue Bands und Künstler bekannt machen, wir wollen, dass die zukünftige Musikindustrie sich auch für gemeinnützige Themen einsetzt, und wir vertrauen da unserem Publikum, dass es sich immer nach neuen Sachen da draußen umschaut. Wir vertrauen auch unserem Publikum dahingehend, dass sie sich für die Themen interessieren, für die wir uns stark machen.

 

Auf dem Festival werden wir Erla begrüßen, eine aufstrebende Band aus Island, die dieses Jahr auf dem Glastonbury Festival spielen, und deren Frontfrau auch bei Dali und Gruska Babuska aktiv ist, sie ist auch eine mega Bassistin und hat sogar für den Eurovision performt.

Wir werden auch die niederländische Band Einfach Kurt dabei haben, mit denen wir letztes Jahr durch die Niederlande getourt sind, dunkler Folk mit einer Menge Humor und schönen Geschichten, sie klingen als wäre Tom Waits in einem Heliumballon und sie sind brilliant. Aus Israel haben wir die starke Band OSOG, welche gerade von SXSW zurück gekommen sind und sehr erfolgreiche Touren in den USA haben. Ihr Sänger Avital Tamir war früher in der Metalband Betzfer und schließlich haben wir aus Deutschland die experimentelle Grooveband Homie. Und natürlich werden Gunned Down Horses spielen. Nachdem von unserer DIY Tour zurück gekommen sind, während der wir schließlich Support auf Deep Purple’s Abschiedstour in Russland im Stadion gespielt haben, hatten wir dann das Bedürfnis, heim zu kommen und etwas zu erschaffen, das nicht nur für uns ist – sondern vor allem etwas für das Publikum – und so sind wir heute hier, mit diesem besonderen Festival, einem internationalen karitativen Event, von der weltweiten unabhängigen Rock-/ Folk-/ Metalszene, einem großen Event mit dem Ziel, so viel wie möglich Einnahmen für dieses Krisenzentrum zusammenzubekommen.

Wird es einen Livestream von dem Event auf den sozialen Medien geben?

 

Das gesamte Event wird auf jeden Fall festgehaten, wir arbeiten an der Möglichkeit eines Livestreams, wir versprechen, dass alle Leute weltweit irgendwie unsere Konzerte sehen können werden, entweder live, oder bald danach, wir werden uns darum kümmern, dass es überall in den sozialen Medien sein wird.

 

Aber am wichtigsten ist, dass die Einkünfte des Buches an das Haifa Rape Crisis Center gehen. Wie seid ihr darauf gekommen?

 

Ich werde so ehrlich sein, wie möglich. Ich spiele seid 15 Hahren in Bands, ich habe mit Thrashmetal und Kellerpunk angefangen und mit der Zeit, wie alle anderen Musiker, habe ich immer weiter gemacht, ich war in einigen Projekten involviert, welche mich auf immer größere Bühnen und in immer bessere Möglichkeiten der Selbstverwirklichung gebracht haben, zu Anerkennung und Erfahrungen, welche, aus meiner damaligen Sicht, einen endlosen Hunger nach Bedeutung gefüttert haben. Ich habe etwas Schreckliches entdeckt, was zu etwas wunderbaren führte – es ist nie genug wenn du dich immer nur auf dich selbst konzentrierst. Letztes Jahr, haben wir, nachdem unsere Band schon seit drei Jahren existiert, es allein geschafft, uns soweit aufzuschwingen, dass wir für eines unserer größten Vorbilder, Deep Purple, in großen Stadien gespielt haben.

 

Die Gefühle, ich kann gar nicht anfangen, sie zu beschreiben. Aber ich kann sicher ein ganz bestimmtes Gefühl beschreiben, einen Tag danach – „Es ist vergangen. Was nun?“ und dann begann ich ernsthaft darüber nachzudenken, was der nächste Schritt ist, um dieses Monster der Leere in mir zu besänftigen. Wir haben gesehen, wie unser Lied Turtle Doves so viele Herzen berührt hat, und die Leute sind nach den Konzerten zu uns gekommen, haben uns ihre eigenen Geschichten und ihre eigenen Traumata erzählt und da wir schon einen unserer größten Träume erfüllt hatten, begannen wir als Band davon zu träumen, dass die Kunst etwas verändern kann. Es war klar unser nächster Schritt, nachdem wir so gesegnet waren mit unvergesslichen Erfahrungen, dass wir mit unserem Publikum als eine Gemeinschaft sprechen würden und denen helfen würden, die sich nicht immer selbst helfen können und auf diese Weise – die Musik wurde geboren und damit auch die Kooperation mit dem Krisenzentrum. Nun fühle ich endlich, wie die große Leere auf eine gesunde Art und Weise gefüllt wird.

 

Gab es ein bestimmtes Ereignis, das euren Wunsch ausgelöst hat, dieses wichtige Thema zu unterstützen?

 

Ja, da gab es etwas! Turtle Doves war der erste Song überhaupt, den ich für Gunned Down Horses geschrieben habe, es war auch der erste Song, der nicht Metal oder irgendwie experimentell ist, den ich je komponiert habe. Also war es natürlich auch der erste, den wir am meisten gespielt haben und wir haben immer unsere Konzerte mit diesem Lied beendet, egal wo wir in der Welt gespielt haben, oder auf was für Bühnen und in welchen Genres (die Musik unserer Band ist sehr abwechslungsreich und schwer zu definieren, deshalb durften wir auf Hard Rock-Bühnen spielen, genauso wie bei Indie Veranstaltungen oder in experimentellen Kontexten), egal wo wir spielten, haben die Leute sofort den Liedtext verstanden und uns nach der Show angesprochen, um ihre Gefühle über diesen besonderen Song auszudrücken, sie schrieben uns darüber und wir verstanden, dass wir ein Lied mit einer starken Message in unseren Händen haben, mit dem man etwas bewirken kann.

 

Davon abgesehen, wenn man auf der Bühne ist, dann sieht man manchmal Dinge, die die Leute in der Menge nicht sehen können, einfach, weil die Bühne ein bisschen höher ist und so sehr wie das Publikum den Künstler anstarrt, schaut auch der Künstler zurück ins Publikum. Die meisten Menschen sind wunderbar, aber ich sehe auch sexuelle Übergriffe und ich sehe, wie Leute außer Kontrolle geraten und ich sehe, dass oft niemand etwas sagt, oder niemand versteht, was da gerade passiert und das macht mich wirklich traurig und ich will das nicht in unserer Community, also dachten wir, dass es eine gute Sache ist, unser Lied, unsere Musik, zu nutzen, um für die Leute zu sprechen, die auf unsere Konzerte gehen.

 

Auch viel zu viele schlimme Geschichten von unseren Freunden, von Fans, die wir treffen, von unserer eigenen Familie. Und schließlich meine eigenen Erfahrungen, die mich nach einer langen Zeit dazu drängt, es in die Welt zu verkünden, und ich mache das durch meine Performance, ein Lied, ein Buch. Ich hoffe, dass wir das später intensiver besprechen können, denn im Moment bereiten wir uns darauf vor, diese Nachricht weltweit zu verbreiten. Wir sind bereit zu kämpfen.

 

Sind häusliche Gewalt und Vergewaltigung in Israel ein großes Problem? Wie sehr seid ihr davon betroffen?

 

Für den ersten Teil der Frage nehme ich am besten die Zahlen dessen her, gegen das wir kämpfen:

 

Bestürzende Fakten:

1 von 3 Frauen wird in ihrem Leben sexuell missbraucht.

1 von 5 Frauen wird vergewaltigt.

1 von 5 Mädchen wird belästigt.

Jungs und Mädchen unter 12 Jahren werden ungefähr zu gleichen Prozentteilen Opfer von Übergriffen.

Nur 6% der Fälle von sexuellen Übergriffen werden den Behörden gemeldet.

Über 85% der Sexualstraftätern waren zuvor Bekannte der Opfer.

Für jeden, der mehr wissen will – folgt diesem Link – ihr könnt noch mehr Fakten zu dem Thema finden: https://www.1202.org.il/en/ . Es ist die Seite des Haifa Rape Crisis Centers.

 

Für den zweiten Teil deiner Frage: Gunned Down Horses war und wird immer eine Band sein, die sich über die Liedtexte ausdrückt, und diese Texte sind nicht fiktional. Wir singen viel über unsere eigene persönliche Existenz in einer extrem herausfordernden Gesellschaft, welche sich manchmal sehr posttraumatisch und gewalttätig anfühlt, aber auf der anderen Seite wird jeder positive Moment extrem intensiv gelebt und ich würde gerne so denken, dass wir einen biographischen Soundtrack für unsere eigenen Leben schreiben, mit dem Ziel, eine Geschichte in einer Weise zu schreiben, dass es für den Rest des Universums steht und nicht nur für unsere eigenen privaten Momente. Um es nicht nur eine private Angelegenheit zu machen, versuchen wir eine persönliche Sprache zu finden, mit der Hoffnung, dass die persönliche Authentizität Teil einer universellen Erfahrung wird, mit der sich jeder identifizieren kann. Sehr viel unserer Arbeit ist über den Krieg, die Liebe und Schuld in allen Formen, Sex, die Frage nach Identität, Traumata, Persönlichkeitsstörungen und alle menschlichen Verhaltensweisen, die aus diesen Themen entstehen. Es ist nicht immer deprimierend, es kann sogar von Zeit zu Zeit humorvoll sein, aber das Ziel der Band ist es, diese Gefühle und Themen herauszuarbeiten, und dazu gehört eben auch das Thema häusliche Gewalt und sexueller Missbrauch.

 

In den letzten Jahren gab es eine große Debatte über Sexismus in der Metal- und Rockszene. Was ist deine Meinung und was sind deine Erfahrungen?

 

Als ich ein Kind war und zu Rock- und Metalkonzerten ging, gab es da fast keine Frauen. Das überraschte mich als etwas Merkwürdiges, ich sah die Möglichkeiten, die die Rockmusik hat, um gegen etwas zu protestieren, als eine Möglichkeit, sich gegenseitig stark zu machen, einen Ort von Gleichheit und Gemeinschaft, welche ohne all das nicht sein kann und keinen Wandel hervorbringt. Also konnte ich diesen in der Szene existierenden Sexismus nicht verstehen. Es war das komplette Gegenteil von allem, wofür diese Musik stand, aus meiner Sicht. Ich denke, wir haben noch viel zu tun, bevor wir es schaffen werden, diese Wand aus Sexismus einzureißen und um in der Welt des Metal diese Trennungen zwischen den Geschlechtern und allen Arten von Sexualität zu überwinden. Ein Künstler, der auf einer Rockbühne performt und zur Zeit eine meiner größten Inspirationen ist, und welcher in der Lage sein könnte, die ersten Hammerschläge gegen diese Wand zu schwingen, das ist der aufstrebende palästinensische Künstler Rahsa Nahas, sie lebt meistens in Berlin und performt auf der ganzen Welt, ich empfehle unbedingt, mal ihre Musik auszuchecken, denn sie hat den wahren Geist des heutigen Rock’n’Roll und repräsentiert den Wandel, der am Kommen ist.

 

Wie können die Festivalbesucher und die Fans, die nicht nach Israel kommen können, euer Projekt unterstützen?

 

Für diejenigen, die nicht kommen könnnen, aber uns helfen und spenden wollen, werden wir das Buch mit der Musik verkaufen, online, der Vorverkauf begann bereits am 18. Mai. Alles Geld, das ihr in das Buch investiert, wird gleich dazu verwendet, vielen Opfern zu helfen, dass ihnen hoffentlich bald besser geht.

 

Um es zu kaufen und für Spenden: https://www.turtledovesbook.com/

 

Gunned Down Horses wird auch demnächst einige Geram Daten bekanntgeben, wo ihr alle herzlich eingeladen seid, uns zu treffen, und das Buch persönlich von uns zu bekommen. Bis dahin hoffen wir, dass ihr das Buch bestellen werden, den Text lernt und mit uns singt, um für die Leute zu sprechen, die sich nicht für sich selbst äußern können.

 

Danke für das kurze Interview!

 

Danke, dass ihr unsere Sache unterstützt!

 

 

Jasmin Hammon

25.05.2019

Review Bloodred Hourglass, Nothgard and Frosttide – 11.05.19, Olympia-kortteli Tampere

– English below –

 

Jeder der mich kennt, kann sich wahrscheinlich denken, das mein Hauptinteresse an dieser Show Frosttide geschuldet ist. Sie sind eine dieser Bands, die ich immer und immer wieder sehen kann, ohne das jemals langweilig wird. Für diejenigen, die sie noch nicht kennen, die Jungs aus Tampere/Jyväskylä spielen Epic/Dark/Folk Metal.

Ich habe ihre Show sehr genossen, obwohl sie nicht perfekt war. Ich denke, es ist ein kleines Problem für die Live Auftritte, dass Frosttide derzeit nur drei Mitglieder hat. Ohne Bassist und mit einem Gitarristen, der noch wenig Erfahrung mit Live-Shows hat, war ihr Sound ein bisschen flach.

Trotzdem kann ich jedem nur raten, sich Frosttide einmal anzuschauen, wenn Sie die Chance dazu haben.

Als nächstes kam Nothgard. Obwohl ich schon viel über diese Band gehört habe, habe ich noch nie etwas von dieser Band gehört. Eines der Dinge die ich bereits über diese Band wusste, war, dass ihr Sänger/Gitarrist auch in Equilibrium spielt. Dass die beiden Bands miteinander verwandt sind ist aber auch ganz einfach herauszuhören, da der musikalische Stil doch sehr ähnlich ist.

Epic Melodic Death Metal klingt für mich nach einer ziemlich schlechten Kombination, da ich weder Epic, Melodic noch Death Metal mag, aber irgendwie haben Nothgard es geschafft, dass diese Mischung funktioniert und ihre Show war überraschend gut.

Auch während des Headliners Bloodred Hourglass ist die Halle nur zur Hälfte mit Leuten gefüllt, aber zumindest die, die dort sind, sind in einer hervorragenden Stimmung.

Sie waren für mich so neu wie Nothgard, leider war mein erster Eindruck von ihnen nicht besonders gut, aber im laufe der Show konnte ich mich immer mehr daran gewöhnen und zu dem Zeitpunkt an dem ich gehen musste, hatte ich auch an Ihrer Show meine Freude.

Eines der Highlights für mich war ihre neue Single „Waves Of Black“, die sie nur einen Tag vor der Show veröffentlichten.

Alles in allem ein sehr schöner Abend.

 

 

English

 

Everybody knowing me can probably guess that my main interested for this show was because of Frosttide. They are one of those bands that I can see over and over again, without ever getting boring of it. For those who don’t know them yet, the guys from Tampere/Jyväskylä play Epic / Dark /Folk Metal.

I enjoyed their show a lot, even though was not perfect. I think it is a small problem for the live experience that Frosttide currently only has three permanent members. Without any bass player and a guitarist who is still a bit inexperienced in playing live shows their sound was a bit flat.

Nevertheless I can only advise you to go and see them if you have the chance.

Next up was Nothgard. Even though I have heard a lot about this band, I never heard anything from this band before. One of the things I’d knew about this band was, that their singer/guitarist also plays in Equilibrium, but it wouldn’t be necessary to know about that to figure out that those both bands are related to each other, as the similarity of the music of both bands is clearly hearable.

Epic Melodic Death Metal does sound like a pretty bad combination to me as I neither like Epic, Melodic nor Death Metal, but somehow they managed to make it work and their show was surprisingly nice to watch.

Also during headliner Bloodred Hourglass the hall is only half filled with people, but at least the ones who are there are in an excellent mood.  

They were as new to me as Nothgard, unfortunately my first impression of them was not too good, but I’ll got more and more used to it during the show and by the time I had to leave I could say that their show was actually also a lot of fun to watch.

One of the highlights for me was their new single “Waves Of Black“, that they released just a day before the show.

All together: A real nice evening.

 

Copyright: Anna Brödel (https://scarletmemoryphotography.wordpress.com/)

12.05.2019

Impericon Festival München 2019

Am 27.04.2019 wurde es laut im Münchner Backstage. Es war wieder Zeit für das Impericon Festival.

Dieses Jahr mit dabei: City Kids Feel The Beat, Letters Sent, Storyteller, Trade Wind, Get The Shot, Gray Noir, Being as an Ocean, Holding Absence, Counterparts, Grizzly, Our Mirage, Deez Nuts, Imminence, Nasty, Callejon und Stick To Your Guns.  

Die Ulmer Band City Kids Feel The Beat eröffneten um 14 Uhr das Festival auf der Lonsdale Stage. Von Joel Quartuccio und Michael McGough (Being As An Ocean)  und Sänger Jesse Barnett (Stick To Your Guns) gab es jeweils ein Acoustic Set, das auch den härtesten Fan weich kochte. Mit ihren Stimmen verzauberten sie das ausverkaufte Impericon Festival. 

Die schwedische Band Imminence waren auf Release Tour und überzeugten mit ihrer Show voll und ganz. Harte Riffs und weiche Klänge einer Geige passen eben doch ganz gut zusammen.

Den krönenden Abschluss aber lieferten Callejon und im Anschluss der Headline Stick To Your Guns, welche eine absolut überragende Show hingelegt haben. 

21.04.2019

Russkaja – No one is illegal Tour 2019

Am 12.04.2019 kehrten Russkaja mit ihrem neuen Album „No one is Illegal“ ins Ulmer Roxy zurück.

Anfgang ging es etwas zäh im gut gefülltem Roxy, die Vorband Stray Colors gab ihr Bestes um die Menge für Russkaja einzuheizen. Für die einen etwas zu ruhig, für die anderen genau richtig. Es handelt sich hier um eine vielseitige Band aus München, welche sich mit ganzem Herzen der Musik gewidmet haben. Mit ihrem außergewöhnlichen Stilmix und der Erfahrung aus mehreren hundert Konzerten im In- und Ausland haben sich Stray Colors längst einen Namen als hervorragende Live-Band gemacht. Mich hat diese Band auf alle Fälle überzeugt. 

Wer Russkaja kennt, kennt den Psycho-Traktor. Und Ulm enttäuschte hierbei nicht. Innerhalb von Sekunden war hier die „Mitte“ gefunden und es bildete sich ein Circle Pit um den Mann auf den Schultern seines Kumpels. Es wurde getanzt, gefeiert, mitgesungen und gelacht. 

„No one Is Illegal“, so das neue Album der Band aus Wien. „It’s time for a love revolution, we’re gonna change the world“, so ein Ausschnitt aus dem Song „Love Revolution“. Dieser Satz beschreibt alles, wofür Russkaja stehen. Ein Lebensgefühl, das alle Menschen verbindet und das keine Grenzen akzeptiert. Kosmopolitisch, positiv und mit Spaß am Leben.

Frontmann Georgij Alexandrowitsch Makazaria war den ganzen Abend kaum zu Bremsen!  Die unverkennbare Stimme dröhnte durch das ganze Roxy. Es war nicht zu übersehen, das die Band mindestens genau so viel Spaß hatte wie das Publikum. 

Es war ein Konzert wie es sein sollte. Die Stimmung durchgehend am Höhepunkt, eine Band mit sichtlich Spaß und reichlich Abwechslung. Ich freue mich schon auf das nächste mal ! 

 

27.02.2019

ROCK MEETS CLASSIC – 10 Jahre Jubiläumstour

Heute beginnt die 10. Rock Meets Classic Tour, jenes einzigartige Crossover Projekt über das wir auch schon mehrfach berichtet haben. 14 Städte kommen in den Genuss großer Hits der Rockgeschichte unterlegt mit den Klängen eines erfahrenen Symphonie-Orchesters.


27.02.19 Passau – Dreiländerhalle
01.03.19 München – Olympiahalle
02.03.19 Nürnberg – Arena Nürnberger Versichungen
03.03.19 Frankfurt am Main – Jahrhunderthalle
06.03.19 Zürich – Hallenstadion
07.03.19 Bamberg – brose Arena
08.03.19 Regensburg – Donau-Arena
09.03.19 Ingolstadt – Saturn Arena
10.03.19 Berlin – Tempodrom
12.03.19 Kempten – bigBOX Allgäu
14.03.19 Neu-Ulm – ratiopharm arena
15.03.19 Würzburg – s. Oliver Arena
16.03.19 Ludwigsburg – MHPArena
17.03.19 Bochum – RuhrCongress

 

RMC proudly presents:
from DEEP PURPLE: IAN GILLAN
from REO SPEEDWAGON: KEVIN CRONIN
from LOVERBOY: MIKE RENO

Wir feiern das 50-jährige Bandjubiläum von
ANDY SCOTT & PETE LINCOLN (SWEET)
SCOTT GORHAM & RICKY WARWICK (THIN LIZZY)
Special Guest:
ANNA MARIA KAUFMANN

27.01.2019

Blackout Problems, Cadet Carter und Umme Block, 23.01.2019 Roxy Ulm

Mit verzerrtem Gesang, E-Gitarre und Synthies läutet die Münchner Band Umme Block das letzte Konzert der KAOS-Tour im Ulmer Roxy ein. Leoni Klinger und Klara Maria Rebers brachten mit Drumcomputer und ihrer sympathischen Art direkt Bewegung in das Publikum. 

Cadet Carter heizten dann das Roxy für Blackout Problems richtig ein, so dass nicht einmal das Barpersonal noch ruhig stand. Spätestens mit „Car Park Song“ war das Eis zwischen den Münchnern und den Besuchern gebrochen und die Menge war mehr als bereit für Blackout Problems. 

Kurze Zeit später standen sie auf der Bühne. „Wir nehmen nur Bands mit, mit denen wir befreundet sind!“ so Sänger und Gitarrist Mario Radetzky. Das Konzert verlief sehr emotional, nicht nur für Blackout Problems. Bei dem Song „Holly“ konnte auch die Vorband Umme Block, welche sich inzwischen zur Menge gesellt hat, die ein oder andere Träne nicht mehr verkneifen. 

An diesem Abend war so ziemlich alles geboten. Wettcrowdsurfen von der Bühne zur Bar oder das sportliche klettern auf die Stahlträger der Bühne. Es war ein Mix aus Gänsehaut und Pogo tanzen. Mit voller Energie spielte die Band einen Song nach dem anderen, ohne das man einem der Jungs ein Hauch von Erschöpfung ansehen konnte. „Gebt mir alles! Wer morgen zur Arbeit muss, der macht blau. Ich übernehme jede Schicht!“ versprach Mario. 

Und was passiert jetzt nach der Tour? Blackout Problems sind schon für Festivals wie „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ und einigen anderen gebucht worden. 

„Mit euch möchten wir diese Festivals auseinandernehmen!“ und das sind keine leeren Versprechungen.

Double Headliner Acoustic Show: Darkness, Blacksmith & Kerker und Undertow in der Traube Bellenberg

Laut und kreischende Riffs, so kennt man „Undertow“ eigentlich. Doch die 4 köpfige Band bewies am Samstag (19.01.2019), dass sie auch anders können. Und das mehr…

11.01.2019

VORANKÜNDIGUNG BLACKOUT PROBLEMS ROXY ULM

Blackout Problems gehen auf „Kaos“ Tour und machen Halt im Ulmer Roxy.

Nach dem Release des Albums „Holy“ (2016) folgten zahlreiche Konzerte, Auftritte im Fernsehen und einige Support-Touren bei Jennifer Rostock, Heisskalt, Royal Republic und Apologies, I Have None. Dazu kamen zahlreiche Festival-Auftritte und Features mit
Boysetsfire-Frontmann Nathan Gray sowie Electro-Tüftler Christian Löffler. 

„Kaos“, das zweite Album der Band, ist am 15.06.2018 erschienen und startete mit Platz 25 in den deutschen Albumcharts. Hierfür ging es im Herbst schon auf eine ausgedehnte Tour, doch aufgrund der Nachfrage gibt es im Januar noch einige Zusatzshows, unter anderem ist das Roxy mit von der Partie. 

Blackout Problems 2018 ©Ilkay Karakurt

Mittwoch 23.01.2019
Einlass: 19 Uhr, Beginn 20 Uhr
VVK 20,80€;  AK 22,00€
 

Weitere Infos unter www.http://roxy.ulm.de

27.10.2018

10 Years Anniversary of Vorna

Vor einiger Zeit beim Scrollen durch Facebook, fiel mir eine Veranstaltung ins Auge: „10 Jahre Vorna“. Hmm, irgendwie kommt mir der Name bekannt vor, aber wo her? Ach ja, das ist die Band von der man mir schon so oft erzählt hat das ich sie sicher toll finden würde. Zehnjähriges Band Jubiläum, was könnte es für einen besseren Zeitpunkt geben mir die Band mal genauer anzuschauen (und natürlich auch anzuhören). Das Konzert ist ja auch noch direkt hier bei mir in Tampere und ich habe für den Abend noch keine Pläne, also warum auch nicht.

 

Als Support sind Drearyym am Start. An die erinnere ich mich noch, ist aber auch schon wieder eine ganze Weile her, dass ich die Jungs aus Lempäälä live gesehen hab. Zum Glück wusste ich noch vom letzen Mal, wie gut die Show schon vor fast zwei Jahren war, ansonsten käme ich bei einem Mix aus Melodic Death/Folk/Black Metal sicher nicht auf den Gedanken, dass mir die Musik gefallen könnte. Meines Erachtens haben sich die Jungs inzwischen noch deutlich gesteigert. Die sieben Songs, inclusive eines Tommi Läntinen Cover (Via Dolorosa) sind genau richtig um das Publikum anzuheizen, was auch dringend nötig ist. (Anmerkung: Ich finde es ja cool wenn auch Jungs stricken, aber während eins Konzertes – und zwar während die Band spielt – und das auch noch im vorderen Teil des Publikums, ist irgendwie etwas seltsam.)

Vorna hat dann leichtes Spiel die Zuschauer zu begeistern. Gut, die meisten Fans sind ja eh offensichtlich ihretwegen hier. Die Show ist ein Ausflug durch die Bandgeschichte, von alten Demos (Snowcovered Land) bis zu brandneuen noch nie gespielten Songs(Syvyydet) ist alles dabei. Für mich ist das ganze komplett neu, ich hatte zwar eigentlich vor, vor dem Konzert in ein paar Songs hineinzuhören, aber irgendwie hat sich das nicht ergeben und so bin ich ohne jegliche Vorstellung und völlig unvoreingenommen. So eine kleine Zeitreise durch die letzten zehn Jahre ist ja durchaus lustig und irgendwie spannend, andererseits bin ich auch noch nicht total begeistert. Ständig bräuchte ich keine Konzerte von Vorna, aber so  zum 15 Jährigen Jubiläum schaue ich gern mal wieder vorbei.

 

 

English:

A while ago, while scrolling through Facebook, I noticed an event: „10 years Vorna“. Hmm, somehow the name seems familiar but from where? Oh yes, that’s the band I’ve been told so many times that I would find them great. Ten year band anniversary, what better time could it be, for me to take a closer look at the band? Especially as the concert is right here in Tampere and I have no plans for the evening yet, so why not.

 

Support act is Drearyym. I still remember them, but it’s been quite a while since I saw the guys from Lempäälä live. Fortunately, I still knew from last time, how well the show was already nearly two years ago. Otherwise it wouldn’t come into my mind, that I could like a mix of melodic death / folk / black metal. In my opinion, the boys have meanwhile increased significantly. The seven songs, including a Tommi Läntinen cover (Via Dolorosa), are just right to heat up the audience, which is also urgently needed.  (Note: I think it’s kinda cool when guys knit too, but during a concert – and while the band is playing – in the front part of the audience, it’s kinda weird.)

Vorna then has it really easy to delight the audience. Well, most fans are anyway obviously here because of them. The show is a trip through the band’s history, there is everything, from old demos (Snowcovered country) to brand new never played songs (Syvyydet). For me, the whole thing is completely new. I intending to listen to a couple of songs before the concert, but somehow that did not happen and so I got to see the show completely unbiased. Such a small time travel through the last ten years is quite funny and somehow exciting, but on the other hand, I’m not totally thrilled. I wouldn’t need Vorna concerts all the time, I think maybe for the 15 anniversary it would be nice to attend a show again.

 

Copyright: Anna Brödel (https://www.facebook.com/theScarletMemoryPhotography/)

25.10.2018

GINGER RED: Drei Fragen an Manni Schmidt (REFUGE)

Wir haben Manni Schmidt – Gastmusiker auf  dem morgen erscheinenden GINGER RED Album „Donuts And Coffee“ – dieselben drei Fragen gestellt wie Frank Pané letzte mehr…



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